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Zentralschweiz Asylzentrum Glaubenberg in der Kritik

Am Wochenende besuchten ein Dutzend Personen das Zentrum im Kanton Obwalden. Dort hätten sie unhaltbare Zustände angetroffen: Es fehle an Baby-Nahrung oder Dolmetschern, schreibt eine Privatperson. Beim Bund sieht man keinen Handlungsbedarf.

Zwei Asylsuchende in ihrem Zimmer auf dem Glaubenberg.
Legende: Eine Gruppe von Freiwilligen kritisiert die Unterbringung auf dem Glaubenberg. Keystone

Die Plattform «Zivilgesellschaft in Asyl-Bundeszentren», kurz ZiAB hat sich zum Ziel gesetzt, den Austausch zwischen der Bevölkerung und den Asylsuchenden zu fördern. Mit dieser Absicht sind am Wochenende einige Mitglieder auf den Glaubenberg gereist. Eine private Besucherin, welche sich der Zivilgesellschaft angeschlossen hatte, berichtet in einem Schreiben von «schrecklichen» Zuständen.

Die Menschenwürde wird nicht gewährleistet.
Autor: Ruth-Gaby VermotPräsidentin der Steuergruppe der Zivilgesellschaft in Asyl-Bundeszentren

Konkret fehle es an Zwischenmahlzeiten für Kindern, Babynahrung oder Dolmetschern. Zudem könnten Asylsuchende keine selbstgekauften Lebensmittel ins Zentrum bringen. Auch die Präsidentin der Steuergruppe der ZiAB, Ruth-Gaby Vermot bestätigt diese Vorwürfe: «Die Menschenwürde wird nicht gewährleistet.»

Beim Bund heisst es, man sei den Vorwürfen nachgegangen. «Wir kommen zum Schluss, dass diese Vorwürfe im Wesentlichen haltlos sind.» Es gebe genügend Babynahrung und die Lagerung von persönlichen Lebensmitteln sei aus hygienischen Gründen in keinem Bundeszentrum möglich.

Wir kommen zum Schluss, dass diese Vorwürfe im Wesentlichen haltlos sind.
Autor: Léa WertheimerSprecherin des Staatssekretariats für Migration

Die Vorwürfe an die Öffentlichkeit gebracht, hat eine Privatperson. Die Plattform ZiAB stützt ihre Aussagen. Sie plante aber zuerst mit dem Bund in Kontakt zu treten, bevor sie die Kritik öffentlich macht. Beim Bund heisst es darauf an Anfrage, man sei froh über den Austausch mit der Bevölkerung. Wie man in diesem Fall konkret vorgehe, wolle man aber noch prüfen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von robert mathis (veritas)
    Frau Vermot muss ihrer Anstellung gerecht werden,sonst wird sie arbeitslos.Dass die Flüchtlinge nicht das gefunden haben was sie im Internet gesehen haben,wie ein Syrer erzählte,enttäuscht natürlich,aber wenn Jemand an Leib und Leben gefärdet ist,sind diese Unterkünfte ein Glück,es ist warm,sie haben zu essen,werden von den örtlichen Hausärzten medizinisch betreut,Hundertausende auf der Flucht oder in den Lagern z.B. in Griechenland wären dankbar.Bitte Fr.Vermot die Kirche im Dorf lassen.
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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Sofort raus aus der Schweiz!
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Oh! Dann gute Reise! Wohin fahren Sie denn?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Als Aussenstehender (nur als Steuerzahler zuständig!), hat man mit solchen "Anschuldigungen" doch sehr Mühe: Einerseits sollten die an Leib und Seele verfolgten "Flüchtlinge" froh sein, endlich in Sicherheit zu sein, ein warmes Bett, Nahrung, Kleider und medizinische Versorgung zu bekommen! Es gibt in unserem (reichen) Land immer noch sehr viele Menschen, die Jahrzehnte lang hart gearbeitet haben und in viel schlechteren Tagesstrukturen und Wohnverhältnissen leben müssen, als diese Asylanten!
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Es sind ja nicht die Asylbewerber, die sich beschweren, sondern Schweizerinnen und Schweizer, die die Verhältnisse der Schweiz, ihrer humanitären Tradition und vorallem dem Gastrecht nicht für würdig befinden. Es darf nicht sein, dass Kleinkinder hungern müssen in der Schweiz weil zwischen den Hauptmalzeiten alle Esswaren eingeschlossen sind, oder? Ein Apfel als Zwischenmalzeit oder ein Glas Milch sollten wir also trotz aller Sparübungen schon noch vermögen scheint mir.
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      Ein UNHCR Helfer sagte neulich im Fernsehen,mit dem Geld das hier ein Flüchtling im Tag koste, hätten 80 ! Menschen in den syrischen Lagern einen Tag genug zu essen,dort herrsche Notstand,Hunger,Kälte und Krankheiten,sie hätten im Moment Fr-.50 pro Tag und Flüchtling zur Vefügung.Eine Schande und unfair dass nur Menschen mit Geld diesem Elend entfliehen können.
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    3. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Ja, Herr Müller, es sind eben in der ganzen "Asyl-und übrigen Sozial-Industrie" immer diese "Supperhumanisten", die sich natürlich bei den linksideologischen Medien sofort fettgedruckt "sonnen" können! Dass mit den vielen Millionen, das uns das "Asyl(un)wesen" jährlich kostet, vor Ort Tausenden von in die Fluch getriebenen Menschen, genügend Nahrung und Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden könnte, hat Herr Mathis treffend beschrieben!
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