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Bundesratswahlen 2018 «Die Zeit für einen Zentralschweizer Bundesrat ist nicht reif»

Enttäuschung in der Zentralschweiz: Beide Kandidierenden mussten eine deutliche Niederlage einstecken.

Legende: Video Heidi z' Graggen wünscht den neuen Bundesrätinnen viel Glück abspielen. Laufzeit 00:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.12.2018.

Bereits nach dem ersten Wahlgang war es für beide Kandidaten aus der Zentralschweiz klar: Sie mussten ihre Ambitionen auf einen Sitz in der Landesregierung begraben.

Zuerst wurde die Nachfolgerin von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard gewählt. Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen, die sich für das Amt bewarb, erhielt 60 Stimmen. Ihre Konkurrentin aus dem Wallis, Viola Amherd, wurde schon im ersten Wahlgang mit 145 Stimmen gewählt.

Legende: Video Take it or Leave it - Wicki will nicht nochmals für den Bundesrat kandidieren abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.12.2018.

Ähnlich erging es dem zweiten Zentralschweizer Bundesratsanwärter, dem Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki. Auch für ihn war es nach dem ersten Wahlgang vorbei. Er musste gegen die grosse Favoritin, die St. Gallerin Karin Keller-Sutter antreten. Sie wurde im ersten Wahlgang mit 154 Stimmen gewählt, Wicki erhielt 56 Stimmen.

Hans Wicki: «Take it or leave it»

Hans Wicki äusserte sich nach seiner Niederlage gefasst. Die Zeit sei noch nicht reif gewesen für einen Zentralschweizer Bundesrat, erklärte er. Er hoffe, sie hätten etwas initiieren können, so dass in Zukunft wieder Kandidaten aus der Zentralschweiz für dieses Amt antreten werden. Denn die Zentralschweiz als wirtschaftsstarke Region habe es verdient, im Bundesrat vertreten zu sein.

Die Zentralschweiz als wirtschaftsstarke Region hat es verdient, im Bundesrat vertreten zu sein
Autor: Hans WickiStänderat und Bundesratskandidat

«Den Mutigen gehört die Welt», sei sein Motto gewesen. Das Parlament habe eine Auswahl verdient. Eine erneute Kandidatur schliesst Hans Wicki aber aus. «Take it or leave it», sagt er.

Heidi Z'graggen: «Erfahrung für's Leben»

Für sie sei es eine sehr positive Erfahrung gewesen, man habe ihr zugehört in den Hearings, sagt Heidi Z'graggen. Sie habe sehr viel gelernt und spannende Menschen kennengelernt. Sie habe auch als Regierungsrätin viel profitieren können; es sei eine Erfahrung fürs Leben gewesen.

Ich würde den Mut wieder fassen, diesen grossen Entscheid zu treffen.
Autor: Heidi Z'graggenRegierungsrätin und Bundesratskandidatin

Sie würde es wieder gleich machen, auch wenn ihre Kandidatur ein grosser Entscheid gewesen sei: «Ich würde den Mut wieder fassen, diesen grossen Entscheid zu treffen.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Schmid (andy)
    @Ritter: Ich glaube kaum, dass Super Franz in irgend einer Weise zusätzlich hätte gefördert werden müssen. Der war bereit - auch bereit in "Katastrophen" aus zu helfen. Selbst die FDP besann sich nach dem Gipser auf die UR-Schweiz; allerdings und völlig zu Recht nur als Parteiführerin.
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  • Kommentar von Stefan Gisler (Stefan Gisler)
    Ja solange der Politfilz funktioniert wird es einen BR aus der Urschweiz nicht geben. Aber bedenkt Leute, ohne die Urkantone wärt ihr heute Deutsche, Österreicher, Italiener oder Franzosen,müsdtetmit Merkel, Kurz Salvini oder Macron leben.... Etwas mehr Respekt und Achtung vor den Urkantonen wäre angebracht. Schaut zu dass das nächste Mal ein Urschweizer gewählt wird. Weg mit dem Politfilz ;-)
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    1. Antwort von M. Ritter (M. R.)
      Nun ja, man kann BundesrätInnen nicht nur nach der Herkunft wählen, sondern es kommt auch auf viel anderes an. Es wäre an den Parteien, fähige Leute aus der Innerschweiz zu fördern und dann auch als KandidatInnen aufzustellen. Die Auswahl in kleinen Kantonen ist aber halt auch kleiner. Zürich und co können auf mehr NachfolgerInnen zurückgreifen. Aber auch die Innerschweiz muss sicher eine/n Bundesrat/rätin bekommen, früher oder später, sobald passende KandidatInnen stark genug sind.
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  • Kommentar von Andy Schmid (andy)
    Noch nie ein(e) Bundesrat/rätin aus der UR-Schweiz ist irgendwie eben doch ein Armutszeugnis. Sicher ist der Bundesstaat von 1848 anders aufgestellt als die historisch umstrittene UR-Schweiz - aber wir nennen uns immer und auch heute noch EIDGENOSSENSCHAFT. Dieser Eid wurde von wenigen wesentlich vor 1848 geleistet.
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    1. Antwort von Andy Schmid (andy)
      Statt 16 stumme Ablehner, wären mir ergänzende oder erklärende Kommentare wesentlich lieber gewesen. Gisler hat es gemacht - (allerdings deutet sein Name auf UR-Schweizer Herkunft hin während ich 2 Bürgerorte im Kanton Zürich habe; wohlgemerkt im Pass darf nur noch einer erscheinen). Also bitte - Kommentare statt schweigendes Klicken.
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