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Entscheidung vertagt Beat Villiger will Bedenkzeit

Der Entscheid über die politische Zukunft von Beat Villiger wird vertagt. Der gewählte Regierungsrat braucht mehr Zeit.

Legende: Audio Über die Gründe kann nur spekuliert werden abspielen. Laufzeit 04:33 Minuten.
04:33 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 11.10.2018.

Die CVP des Kantons Zug teilte am Donnerstag mit, dass der Entscheid über die politische Zukunft ihres angeschlagenen Regierungsrats Beat Villiger vertagt wird. Villiger habe am Wahlsonntag das drittbeste Resultat aller Regierungsratskandidaten im Kanton Zug erzielt und sei für die nächste Legislatur gewählt, schreibt die Partei. Dies dürfe als Vertrauensvotum der Zuger gewertet werden.

Legende: Video Beat Villiger braucht mehr Bedenkzeit abspielen. Laufzeit 07:55 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 11.10.2018.

Trotz dieses Wahlerfolges habe sich Villiger in Absprache mit seiner Partei entschlossen, sich mehr Bedenkzeit über seine politische Zukunft als Regierungsrat zu nehmen. Beat Villiger und die CVP des Kantons Zug wollen «zu gegebener Zeit» über die gemeinsamen Absichten informieren und bis dahin keine Medienanfragen mehr entgegen nehmen.

Kein Verständnis für das lange Zuwarten hat der Schwyzer Kommunikationsexperte Iwan Rickenbacher. «Für mich hat er die Schmerzgrenze erreicht. Das Schweigen und Zuwarten nährt Spekulationen, dass vielleicht doch noch nicht alles auf dem Tisch liegt.»

Der Fall Villiger

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  • Der Vorwurf: Er soll im Jahr 2017 gegen das Strassenverkehrsgesetz verstossen haben. Das machte Onlinemagazin «Republik» am Montag, 1. Oktober publik. Die Ermittlungen der Luzerner Strafverfolgungsbehörden wurden jedoch eingestellt.
  • Villiger wehrte sich gegen eine detaillierte Berichterstattung durch eine superprovisorische Verfügung.
  • Politiker aus anderen Parteien forderten Fakten über den Fall. Villiger selber schweigt und lässt ausrichten, für ihn sei das Verfahren abgeschlossen.
  • Die Luzerner Oberstaatsanwaltschaft wehrt sich gegen Kritik, dass sie das Verfahren gegen Beat Villiger eingestellt hat.
  • Am Wahlsonntag äusserte sich Villiger im Sonntagsblick zu den Hintergründen und zu einer ausserehelichen Beziehung zu einer Frau mit der er ein Kind hat.
  • Am 7. Oktober wurde er mit dem drittbesten Resultat in die Zuger Regierung gewählt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Lais (Ruedi Lais)
    Für die Pension von Zuger Alt-Regierungsräten gilt das "Gesetz über die Rechtsstellung der Regierungsräte" von 2016. Dieses gilt aber nicht für Regierungsräte, die 2016 im Amt waren und vor Ende 2018 ausscheiden. Sie sind nach dem vorherigen Gesetz PK-versichert, seither gibt es eine Abgangsentschädigung, die bei "Vergehen" gekürzt werden kann. Kann es nicht sein, dass die komplizierte Rechtslage zuerst zusammen mit der neuen Regierung geklärt werden muss?
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Hat er den Göppel rechtzeitig verkauft oder nicht? Wenn nicht, dann und tschüss. Wenn nicht, dann ist auch bei der Luzerner Staatsanwaltschaft aufzuräumen. Kommt dazu, dass das erste Mal passieren kann: Einmal ist Keinmal. Zweimal ist einmal zu viel, vor allem für einen Justizdirektor und in Kombination mit Urkundenfälschung hilft nur noch tschüss!
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  • Kommentar von Reto Albertini (Reto Albertini)
    Die meisten Stimmenden wussten darüber im Vorfeld der Wahlen nicht bescheid. Das ist nicht richtig! Es ist müssig zu spekulieren, ob dies seine Wahl verhindert hätte. Er sollte aber zumindest persönlich die Konsequenzen ziehen und sich zurückziehen. Wäre ethisch korrekt. Gerade Mitglieder der Partei mit dem C im Namen sollte so handeln.
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