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Grosse Überraschung in Emmen Aakti und Schnellmann stechen Müri aus

Der SVP-Vertreter Felix Müri schafft den Einzug in den Gemeinderat nicht. Gewählt sind hingegen Patrick Schnellmann von der CVP und Brahim Aakti von der SP.

Zwei Männer vor einem Verwaltungsgebäude.
Legende: Neu in der Emmer Exekutive: Brahim Aakti von der SP und Patrick Schnellmann von der CVP. SRF

In den letzten Jahren galt im Emmer Gemeinderat die Konkordanz. Alle grossen politischen Lager waren vertreten: Die FDP mit zwei Sitzen, SVP, CVP und SP mit je einem. Nun ändert sich das – Nationalrat Felix Müri schafft den Einzug in die Emmer Exekutive nicht, die SVP ist nach dem Rücktritt von Urs Dickerhof nicht mehr im Gemeinderat vertreten.

Die Resultate des ersten und zweiten Wahlganges

NAME
STIMMEN 1. WAHLGANG
STIMMEN 2. WAHLGANG
Patrick
Schnellmann (CVP)
23222966gewählt
Brahim Aakti (SP)16982758gewählt
Felix Müri (SVP)23402701nicht gewählt
Vital Burger (parteilos)360440nicht gewählt

Noch im ersten Wahlgang hatte die SVP die Nase vorn

Im ersten Wahlgang sah es noch danach aus, dass die SP den Sitz von Susanne Truttmann nicht verteidigen kann; Aakti lag damals auf dem letzten Platz, SVP-Kandidat Müri machte das beste Resultat.

Nun holte Patrick Schnellmann (CVP) 2966 Stimmen, Brahim Aakti (SP) 2758, Felix Müri (SVP) 2701 und Vital Burger (parteilos) 440.

Felix Müri zeigte sich enttäuscht über seine Nicht-Wahl, er wolle sich nun aber auf sein Amt als Nationalrat konzentrieren. Dass eine doppelte Vetretung im Nationalrat und im Emmer Gemeinderat gewisse Wähler abgeschreckt hätte, glaubt Müri nicht: «Ich habe mich klar dazu geäussert und sogar auf das Präsidium des Nationalrats verzichtet. Das war also nicht matchentscheidend.»

Opposition als Chance

Das Ausscheiden der SVP aus dem Gemeinderat sei zwar nicht gut für Emmen, meint Müri. Aber vielleicht könne der Partei die Opposition auch zugute kommen, mutmasst er.

Da in Emmen Ersatzwahlen stattfanden, wurden die neuen Mitglieder des Gemeinderates für den Rest der Legislaturperiode 2016 – 2020 gewählt. Wer welches Amt übernimmt, wird an einer Sitzung nächste Woche festgelegt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Meister (Christian Meister)
    @Rolf Bolliger: Warum selber schuld? Emmen ist sicher nicht links! 3/4 des Parlaments sind bürgerlich und auch der neue Gemeinderat ist zu 4/5 Bürgerlich. Für den Sitzverlust der SVP gibt es sicher nicht nur ein Grund. Aber Gemeinderatswahlen sind immer auch Kopfwahlen. Da hatten offenbar CVP und SP den besseren Riecher. Schnellmann wie Aakti sind in der Gemeinde engagiert und haben grosse Vereine im Rücken. Die Wahlbeteiligung war für Emmer Verhätnisse übrigens gar nicht so schlecht.
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Brahim Akti sagt aber selber, im Bedauern, dass die SVP nicht mehr in der Exekutive sei, man wolle ihr auch als Oppositionspartei entgegenwirken. Sehr nett vom neuen SP Gemeinderat Herr Akti!!. Tja, die Migrantenpolitiker helfen mit, die SVP zu schwächen. Das kommt gut heraus, auweia!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Selber schuld! Die Gemeinde Emmen hat einen der höchsten Ausländeranteil im Kanton Luzern (und auch eingebürgerte Migranten!). Die "links/grünen" stimmberechtigten Einwohner(innen) gingen in diesem 2. Wahlgang viel geschlossener an die Wahlurnen, als die bürgerlich orientierten Leute in Emmen! In dieser Vorortsgemeinde läuft es immer mehr genau gleich, wie in den Gross-Städten: Die Linken stimmen "für ihre Leute" und die Bürgerlichen laufen lieber den Vergnügen nach, statt an die Urne zu gehen!
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