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Fall Malters: Freispruch auch in 2. Instanz
Aus Schweiz aktuell vom 01.07.2019.
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Jetzt ist es endgültig Urteil des Kantonsgerichts im «Fall Malters» ist rechtskräftig

Das Urteil wird nicht ans Bundesgericht weitergezogen. Damit sind die Kaderbeamten der Luzerner Polizei definitiv freigesprochen.

Jetzt ist es definitiv: Der Luzerner Polizeikommandant Adi Achermann und der ehemalige Chef Kriminalpolizei Daniel Bussmann sind vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Da das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts nicht ans Bundesgericht weitergezogen wird, ist der Freispruch rechtskräftig. Die Führung der Luzerner Polizei zeigt sich in einer ersten Stellungsnahme erleichtert.

Der Fall: Im Frühling 2016 war die Luzerner Polizei wegen einer vermuteten Hanfplantage in eine Wohnung bei Malters eingedrungen. Darin hielt sich die psychisch kranke Mutter des mutmasslichen Hanfanbauers auf. Sie erschoss sich während des Polizeieinsatzes.

Die Folge des Einsatzes: Der Kommandant der Luzerner Polizei, Adi Achermann, und der damalige Chef der Kriminalpolizei, Daniel Bussmann, mussten sich wegen des Einsatzes vor Gericht verantworten. Es ging dabei hauptsächlich um die Frage, ob sie mit der Stürmung des Gebäudes den Suizid der Frau ausgelöst hatten. Beziehungsweise darum, ob der Suizid hätte vermieden werden können, wenn die Polizei länger mit der Frau verhandelt hätte.

Das erste Urteil: Adi Achermann und Daniel Bussmann wurden im Juni 2017 in erster Instanz freigesprochen. Gegen diesen Freispruch hatte der Sohn der Frau Berufung eingelegt. Der Hanfanbauer war während des Polizeieinsatzes in Untersuchungshaft gewesen. Er warf der Polizei vor, unverhältnismässig gehandelt und den Suizid der Mutter provoziert zu haben.

Das zweite Urteil: Das Kantonsgericht kam darauf zum Schluss, dass die Frau urteilsfähig gewesen sei und den Entscheid zum Suizid eigenverantwortlich gefällt habe. Sie habe seit Jahren die Haltung vertreten, dass sie sich eher selber erschiesse als in die Psychiatrie zu gehen.

Der Schlusspunkt: Dass der Fall jetzt endgültig erledigt ist, kommentiert der Luzerner Polizeikommandant Adi Achermann in einer ersten schriftlichen Stellungsnahme: «Das nun rechtskräftige Urteil nehmen wir erleichtert zur Kenntnis.» Das Urteil bestätige die Polizei in der Überzeugung, dass sie gute Arbeit leiste.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Flury  (Simplizissimus)
    Wetten, dass sämtliche Kosten der beiden Verfahren zu Lasten des Staates - ja, ja, der ehrliche Steuerzahler - gehen, da beim Sohn als Hanfbauern sämtlicher Gewinn aus dem Drogenhandel eingezogen wurde?
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  • Kommentar von M. Gall  (Galli)
    Wie ironisch. Da betreibt der Sohn zuhause eine Hanfplantage, weiter sind Waffen und Munition zuhause vorhanden, löst damit einen Polizeieinsatz aus und verklagt dann die Polizei.
    Schön und gut, dass man sich in der Schweiz gegen die Polizei vor Gericht wehren kann. Aber dieser Fall ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.
    Von den Parteien vor Gericht hat meiner Meinung nach nur eine eine Mitschuld am Tod der Mutter und das ist nicht die Polizei. Aber das will er sich wohl nicht eingestehen.
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    1. Antwort von Joseph De Mol  (Molensepp)
      Adi & Dani sind juristisch fein raus! War ja auch absehbar. Klar: Die Ausgangslage im Bereich solcher Zugriffe ist äusserst subtil. Dennoch, mir ist kein einziger Fall bekannt, bei dem Polizeikader verurteilt wurden. Sie auch den Fall "Zugriff auf Unschuldige in Brunnen/SZ". Filmbeweismaterial wird auf ominöse Art und Weise gelöscht, Beweise plötzlich nicht mehr auffindbar usw. Der Rechtsstaat/Polizei steht schon nicht nur immer gut da in solchen Geschichten.
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