Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Die wirtschaftliche Leistung der Landwirtschaft in der Zentralschweiz abspielen. Laufzeit 05:39 Minuten.
05:39 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 03.01.2019.
Inhalt

Landwirtschaft Bauern: «Wir sind wichtiger, als es scheint»

Von der Landwirtschaft profitierten auch andere, sagen die Bauern. Industrievertreter sehen das Bauernlobbying kritisch.

Der Bauernverband kämpft für mehr Anerkennung für die Landwirtschaft. Der Bereich Landwirtschaft sei zwar klein, aber wirtschaftlich viel wichtiger als die nackten Zahlen zeigten. Dies hat der Schweizerische Bauernverband an seiner jährlichen Jahresmedienkonferenz in Hergiswil bei Willisau betont. Der Verband fordert, dass die Politik Rücksicht auf schwierige Situation der Bauern nehmen soll.

Man dürfe bei der Bewertung der wirtschaftlichen Leistung nicht vergessen, dass viele Arbeitsplätze auch indirekt von der Landwirtschaft abhängen. Ein Landwirtschaftsbericht der Luzerner Regierung zeigt zum Beispiel, dass jeder elfte Arbeitsplatz in der Agrar- oder Lebensmittelbranche angesiedelt ist, in Berggebieten sogar jeder fünfte.

Gerade im Kanton Luzern sind viele Arbeitsplätze bei Verarbeitern direkt mit der Landwirtschaft verknüpft.
Autor: Markus RitterPräsident Schweiz. Bauernverband

«Die Landwirtschaft ist auch für das Überleben von anderen Betrieben entscheidend. Dies gilt besonders für Randregionen wie zum Beispiel das Napfgebiet. Dazu kommt auch noch die wichtige Landschaftspflege», sagt Renate Ambühl, Bäuerin und Verwaltungsrätin der Napfmilch AG in Hergiswil bei Willisau.

In den letzten Jahren sind die Interessen der Bauern und der Exportindustrie immer konträrer geworden.
Autor: Felix HowaldDirektor Industrie und Handelskammer Zentralschweiz

Kritisch beurteilt Felix Howald, Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, die Interessenvertretung der Landwirtschaft. Er sieht zunehmend Konflikte zwischen Bauern und anderen Branchen, die auf den Export angewiesen sind: «Die Bauern sind sehr gut vernetzt und betreiben ein geschicktes Lobbying. Sie schaffen es deshalb, dass sie in politischen Entscheiden oft berücksichtigt werden». Howald erwartet statt stärkerem Heimatschutz mehr Offenheit auf Seiten der Bauern.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Richard Limahcer (Limi)
    Darf ich die Überlebensdauer bei fehlenden Resourcen in Erinnerung rufen. 3 Minuten ohne Luft, 3 Tage ohne Wasser und ca. 3 Wochen ohne Nahrung. Ohne billiges Öl hätten wir mühe letzteres heran zu schaffen. Die Ölindustrie wird uns kaum vor dem drohenden Mangel warnen. Also tragen wir sorge zum Landwirtschaftsland. Übrigens der Kunstdünger wird innerhalb der nächsten zwei Generationen auch zur Neige gehen. Frohes Nachdenken und entsprechendes Handeln.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adi Berger (Adi B.)
    Wieviele Prozent der arbeitstätigen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen