Massen-DNA-Test nach Vergewaltigung bisher erfolglos

Nach der Vergewaltigung einer jungen Velofahrerin in Emmen griff die Luzerner Polizei zu einer aussergewöhnlichen Massnahme: 372 Männer wurden zu einem DNA-Test und zur Abklärung ihrer Alibis aufgeboten – bisher erfolglos.

Ein Laborant füllt DNA-Proben ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Luzerner Polizei hat diesen Herbst den grössten DNA-Test in der Schweizer Geschichte angeordnet. Keystone

Bisher überprüfte die Staatsanwaltschaft 355 Personen mittels DNA-Test. Während der gesamten Fahndung wurden bis jetzt 600 Männer überprüft, sagt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft. Natürlich sei der fehlende Erfolg eine Enttäuschung, aber: «Das Positive ist, dass wir die 600 überprüften Personen definitiv von den laufenden Ermittlungen ausschliessen können.»

Dabei seien drei Verdächtige vorübergehend festgenommen worden. Ihre DNA hätte aber nicht jener vom Tatort entsprochen.

Resultat von 16 Proben fehlt noch

Die Bemühung der Polizei sind bisher erfolglos, die Ermittlungen laufen aber weiter: «Wir werden weiterhin alles daran setzen den Täter zu finden», sagt Kopp. So stehe beim Massengentest das Resultat von zwei Proben noch aus, schreibt die Staatsanwaltschaft. Zudem fehlten noch 14 Proben, weil sich die Betroffenen im Ausland oder in den Ferien befänden.

Man suche aber auch mit anderen Mitteln weiter nach dem Täter, betont Simon Kopp: «Wir können diese Massnahmen aber nicht kommentieren, weil wir den Täter nicht vorwarnen möchten.»