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Zürich Schaffhausen 25 Jahre Street Parade: Eine Erfolgsgeschichte

Sieben Love-Mobiles fuhren am 5. September 1992 durch Zürich. Nur eines funktionierte richtig, einige Hundert Unentwegte tanzten. Die Zürcher Street Parade war geboren. 2016 rollen die Mobiles bereits zum 25. Mal ums Zürcher Seebecken. Hunderttausende feiern und tanzen mit.

So etwas hatte Zürich noch nie gesehen: Eine Demonstration für «Liebe, Frieden, Freiheit, Grosszügigkeit und Toleranz». Junge Leute, die mitten am Tag zu Techno-Musik durch die Zürcher Bahnhofstrasse tanzten. Der Tageschau-Sprecher gab sich denn auch alle Mühe, den Zuschauerinnen und Zuschauern die «verrückte Parade» dieser «Disco-Fan-Gemeinde» zu erklären. (Video am Ende des Artikels)

Die erste Street Parade bescherte den Zürchern ein völlig neues Lebensgefühl. Ein Gefühl, welches der Zürcher Mathematikstudent Marek Krynski bereits an der Berliner Love Parade erlebt hatte und das er nach Zürich bringen wollte.

Umstandslos erhielt er von der Stadtpolizei Zürich die Bewilligung für seine Demo. Wenigstens für die erste Ausgabe 1992.

Dass an diesem grossen Tag, am 5. September 1992, selbst nur ein Love Mobile richtig funktionierte, tat der Freude keinen Abbruch. Rund 1000 Leute tanzten und feierten begeistert mit. Ein grosser Erfolg für die Organisatoren – denn wer hätte gedacht, dass Zürcher mitten am Tag auf der Strasse tanzen?

Dann kam der Widerstand

In den folgenden Jahren etablierte sich die Street Parade als feste Grösse in Zürichs Festkalender. Nicht ohne Widerstand: 1994 wollte sie der damalige Polizeivorsteher Robert Neukomm (SP) verbieten lassen, ohne Erfolg. Immer wieder gaben auch Abfallberge, Wildpinkler oder der verbreitete Drogenkonsum zu reden.

Nichtsdestotrotz strömen bis heute jeden Sommer mehrere Hunderttausend bunt gekleidete Paradiesvögel und Schaulustige nach Zürich, um bei der Parade mitzutanzen, sich zu inszenieren und lautstark zu feiern.

Legende: Video Die erste Street Parade auf Zürichs Strassen abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus SRF WISSEN vom 05.09.1992.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Damals war Zürich die wegweisende Kulturstadt schlechthin. Man erinnere sich an die Kühe, an die Bänkli, Gigathlon etc. etc. All diese coolen Ideen wurden weltweit kopiert. Heute ist man in Zürich diesbezüglich etwas träge geworden. Etwas mehr Pfupf mit Geist würde wieder gut tun. Die Streetparade ist mittlerweile auf dem ausgewaschenen Niveau der Basler Fasnacht angekommen und in Sachen Landesmuseum hat die grosse Chance zu einem architektonisch einzigartigen Bau klar vergeigt.
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