Abstimmungskampf auf dem Trikot: Erhält der FCZ eine Strafe?

Werbung für ein Stadion statt für einen Sponsoren. Weil der FCZ noch immer keinen Hauptsponsoren für seine Trikots gefunden hat, schrieb er sich im ersten Spiel der Saison «Ja zum Stadion» auf die Brust. Doch politische Werbung ist im Fussball nicht erlaubt.

Die FCZ Spieler freuen sich über den Sieg gegen Thun. Auf dem Trikot steht "Ja zum Stadion". Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der FCZ freut sich über den Sieg gegen den FC Thun. Der Slogan auf den Leibchen könnte aber teuer werden. Keystone

Im September stimmen die Zürcherinnen und Zürcher über den Kredit für das neue Fussball-Stadion auf dem Hardturm ab. An vorderster Front für das Stadion kämpfen die Zürcher Fussballclubs - GC und der FCZ.

Nun hat sich der FCZ den Slogan «Ja zum Stadion» auch gleich auf die Leibchen geschrieben. Denn dort hats noch Platz: Der Club sucht noch immer nach einem Hauptsponsoren. «Die Idee entstand spontan am Freitag - auf Initiative von FCZ-Präsident Ancillo Canepa», bestätigt FCZ-Sprecher Patrick Lienhart im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» verschiedene Medienberichte.

Politische Werbung verboten

Nur: Politik auf dem Trikot ist in der Liga unerwünscht. «Die Werbung darf nicht politischer, konfessioneller, ideologischer oder diskriminierender Art sein», heisst es im Reglement der Schweizer Fussball-Liga. Das weiss auch der FCZ.

«  Für uns ist das keine politische Werbung. Es ist Werbung in eigener Sache - Werbung für den Sport. »

Patrick Lienhart
Sprecher des FC Zürich

Ausserdem habe die Liga am Freitag in einem e-Mail informiert und keine Antwort erhalten. Nun droht dem FCZ Ungemach. Die Fussball-Liga will zur Zeit zwar keine Stellung nehmen. Sie wird am Montag oder Dienstag entscheiden, ob gegen den FCZ ein Disziplinarverfahren eröffnet wird. Der FCZ könnte für den Stadion-Slogan aber einen Verweis, eine Geldbusse oder gar eine Forfait-Niederlage kassieren.