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Triemli-Spital Zürich: Millionabschreibung
Aus Schweiz aktuell vom 22.01.2020.
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Bettenhaus rentiert nicht Zürich schreibt Millionen beim Triemlispital ab

Der Stadtrat macht beim Triemlispital eine Wertberichtigung von fast 176 Millionen Franken.

Im vergangenen Sommer wurden alle Liegenschaften des Zürcher Triemlispitals neu bewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass der bilanzierte Wert beim Bettenhaus um 176 Millionen Franken zu hoch ist. Deshalb nimmt der Stadtrat eine entsprechende Wertberichtigung vor, wie er am Mittwoch mitteilte.

Bettenhaus rentiert nicht

Zum Hintergrund: Seit Jahren kämpft das Zürcher Triemlispital mit seiner finanziellen Schieflage. Deshalb wurde es vor rund einem Jahr mit dem Zürcher Waidspital zusammengeschlossen. Wie der Stadtrat in seiner Mitteilung festhält, führte dies zwar zu einer wirtschaftlichen Verbesserung. Dennoch zeigen die Prognosen auf, dass das Bettenhaus auch künftig eine finanzielle Belastung bleibt.

Beim Bettenhaus läuft es nicht wie geplant

Das Bettenhaus wurde im Frühling 2016 nach langjähriger Planung eröffnet und bietet Platz für rund 550 Betten. Doch bisher sind lediglich 350 Betten im Einsatz. Dies führt zu weniger Erträgen als ursprünglich geplant.

Die Wertberichtigung von fast 176 Millionen Franken gilt rückwirkend per 1. Januar 2019. Sie hat laut Stadtrat zur Folge, dass sich das Ergebnis des vergangenes Jahres für die Stadt einmalig verschlechtert. Doch in den Folgejahren führe dies zu einer finanziellen Entlastung, sagt Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri: «Unser Ziel ist es, dass wir jährlich eine Schwarze Null erreichen.» Dafür brauche es jetzt eine realistische Bewertung der Infrastruktur.

So reagieren die Zürcher Parteien:

  • Die linken Parteien SP, AL und Grüne begrüssen den Entscheid des Stadtrates in ihren Mitteilungen. Für sie ist die Abschreibung notwendig, damit das Triemlispital zukünftig finanziell auf eigenen Beinen stehen kann.
  • Kritisch äussern sich bürgerliche Parteien: Das Vorgehen des Stadtrates sei inakzeptabel, schreibt die FDP in einer Mitteilung. Die SVP kritisiert, der Stadtrat habe mit dem Bau des Bettenhauses «einmal mehr zu hoch gepokert».

Ein wichtiger Grund für diese Wertberichtigung ist die neue Spitalliste im Jahr 2023. «Wir möchten unbedingt auf die Spitalliste kommen und interessante Leistungsaufträge erhalten», so Andreas Hauri. Eines der wichtigen Kriterien dafür ist die betriebswirtschaftliche Situation der Spitäler.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Frage, muss ein Spital rentieren? Ja, wenn wir nach der neoliberalen Logik vorgehen. Nein, wenn wir die Sache anders betrachten. Erstens hat ein Spital einen Service Public für die Bevölkerung zu gewährleisten. Zweitens schaffen öffentliche Spitälter wichtige Arbeitsplätze und Infrastrukturen, schaffen als einen wichtigen sozial-ökonomischen Mehrwert. Trennen wir uns doch langsam von der Idee ein Spital und die Miterbeitednen seien wie eine x-beliebige Waffen- oder Chemiefabrik zu managen.
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