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720 Franken sind genug: Der Zürcher Kantonsrat ist gegen eine Erhöhung der Semestergebühren
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Chancenlose SVP-Idee Das Zürcher Kantonsparlament sagt Nein zu höheren Studiengebühren

Die SVP wollte 500 Franken mehr verlangen von den Studierenden. Der Vorstoss war chancenlos.

Das Studium an der Universität Zürich oder an einer Fachhochschule kostet weiterhin 720 Franken im Semester. Das Zürcher Kantonsparlament hat am Montag einen Vorstoss der SVP deutlich abgelehnt, der die Gebühren um 500 Franken erhöhen wollte.

Semestergebühren an den Zürcher Hochschulen

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Studentinnen und Studenten der Universität Zürich und solche von Fachhochschulen bezahlen pro Semester 720 Franken Gebühren. Der Vorstoss der SVP sah vor, diese Gebühren um 500 Franken zu erhöhen, auf 1220 Franken pro Halbjahr.

Für SVP-Kantonsrat Rochus Burtscher wäre eine Erhöhung der Gebühren an den Universitäten nötig. Es brauche mehr Geld, wenn die Qualität an den Hochschulen gehalten werden soll. Personen, die sich ein Studium nicht leisten könnten, gäbe es nicht. «Für Härtefälle haben wir ein Stipendiengesetz geschaffen.»

«Fähigkeit soll zählen, nicht das Portemonnaie»

Unterstützung erhielt die SVP nur von der Fraktionspartnerin EDU, die anderen Parteien waren gegen eine Gebührenerhöhung. Wer meine, dass 1000 Franken Mehrausgaben im Jahr kein Problem seien, lebe in einer anderen Welt, sagte etwa Sylvie Matter von der SP. Zutritt zu einer Hochschule müsse die Fähigkeit einer Person sein, nicht das Portemonnaie der Eltern.

Es kann nicht im Interesse des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Zürich sein, wenn fähige Köpfe in andere Kantone abwandern.
Autor: Silvia SteinerBildungsdirektorin Zürich

Auch für die Grünliberalen setzt der Vorstoss der SVP am falschen Ort an. «Die Studiendauer zu senken wäre viel sinnvoller», sagte Kantonsrätin Christa Stünzi. Damit könnten Kosten reduziert werden. Und die FDP gab zu bedenken, dass durch eine Gebührenerhöhung Studierende abwandern könnten und dies würde den Kanton auch wieder Geld kosten.

Es könne nicht im Interesse des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Zürich sein, wenn fähige Köpfe in andere Kantone abwanderten, sagte auch CVP-Regierungsrätin Silvia Steiner. Der Rat folgte ihr grossmehrheitlich und lehnte den SVP-Vorstoss mit 124 zu 44 Stimmen ab. Studierende an Universität und Fachhochschulen bezahlen also weiterhin 720 Franken pro Semester.

Mit Videoübertragungen gegen überfüllte Hörsääle

Die Zürcher Hochschulen verzeichnen dieses Semester neue Höchststände bei den Studierendenzahlen. Damit es in besonders beliebten Vorlesungen nicht zu Platzproblemen kommt, digitalisieren die Hochschulen ihre Inhalte. So überträgt die ETH Zürich diesen Herbst noch mehr grosse Vorlesungen per Video in andere Hörsääle. Und die Universität Zürich lädt Veranstaltungen als Podcast ins Internet.

An der ZHAW kann Betriebswirtschaft in einer flexiblen Form, als Mix aus traditioneller Vorlesung und Online-Unterricht studiert werden. Dieses Angebot wurde zwar nicht entwickelt, um Platzprobleme zu lösen, es habe aber das Potential dazu, sagen die Verantwortlichen.

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