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Freie Fahrt: 35 Millionen Franken soll der Tunnel kosten (Symbolbild)
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 15.05.2020.
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Einigung bei Millionen-Bau Grünes Licht für Velotunnel unter dem Zürcher HB

Nach zähen Verhandlungen haben sich Stadt und Kanton geeinigt. Der Durchgang soll ab 2024 befahrbar sein.

  • Zürich kann den bestehenden Rohbau als Verbindung für Velofahrerinnen und Velofahrer nutzen und eine Velostation errichten.
  • Dies hält der Kanton als Eigentümer des Tunnelbauwerks in einer Mitteilung fest. Eine Vereinbarung wird demnächst unterschrieben.
  • Der Tunnel verbindet die Sihlpost im Kreis 4 mit dem Sihlquai im Kreis 5.

Jahrelang verhandelten Stadt und Kanton über den Tunnel unter dem Zürcher Hauptbahnhof. Ursprünglich sollte der Durchgang von Autofahrerinnen und -fahrern genutzt werden. Er gehört zur Stadtautobahn, welche vor Jahrzehnten geplant und nie fertiggestellt wurde.

Laut Kantonsregierung ist damit auch in den nächsten Jahren nicht zu rechnen. Bis 2041 soll die Stadt den Durchgang deshalb als Velotunnel verwenden können, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Sollte sich der ursprünglich geplante Autotunnel weiter verzögern, können Velofahrerinnen und -fahrer den Tunnel länger nutzen.

Ich freue mich immer, wenn Projekte vorwärts kommen.
Autor: Carmen Walker SpähZürcher Regierungspräsidentin

Von Seiten des Kantons ist Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh zufrieden über die Einigung beim Velotunnel. Die Volkswirtschaftsdirektorin hatte sich während Jahren für einen Autotunnel beim Rosengarten in der Stadt Zürich eingesetzt. Diesen lehnte das Stimmvolk im Februar ab.

Für den Velotunnel stehen die Vorzeichen besser. «Ich freue mich immer, wenn Projekte vorwärts kommen und politische Hürden nehmen», sagt Carmen Walker Späh. Die Volkswirtschaftsdirektorin ist überzeugt, dass die kurze Durchquerung den Tunnel bei den Zürcherinnen und Zürchern sehr beliebt macht.

Ausbau kostet 35 Millionen Franken

Gar von einem «Meilenstein für die Stadt Zürich» spricht Gemeinderat Sven Sobernheim. Der Grünliberale hatte sich jahrelang für den Velotunnel eingesetzt. «Es ist ein elementares Stück in der Stadtzürcher Velopolitik vollbracht, wenn man den Hauptbahnhof am richtigen Ort sicher und schnell durchqueren kann.»

Der Ausbau kostet 35 Millionen Franken. Der Kanton beteiligt sich an den Kosten des Tunnels, die Kosten für die Velostation trägt die Stadt alleine. Darüber entscheidet das Stimmvolk voraussichtlich im kommenden März.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Und das bringt ein bisschen mehr, als dass ein paar Bauunternehmer ein bisschen Beton in die Unterwelt giessen? Solche Investitionen irgendwann mal in der Zukunft, die ausserdem keinen Pay Back im Sinne von besserer Bildung oder so haben, sind eigentlich im Augenblick nicht angebracht. Hier geht es darum mit gutem Steuergeld die Interessen gewisser Pressure Groups wie Automobilisten, Velofaher und dergleichen zu befriedigen. In der augenblicklichen Finanzsituation ist das sicher nicht richtig.
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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Es ist höchste Zeit, dass sich Velofahrer, e-biker, etc. an den Infrastrukturkosten angemessen beteiligt. Es geht doch nicht, dass diese Verkehrsteilnehmer alles gratis bekommen.
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    1. Antwort von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
      Sobald die Autofahrer und Flugpassagiere die 100 Milliarden CHF bezahlt haben die ihre exzessive Mobilität schon nur an Corona-Kosten verursacht haben, könnte man darüber nachdenken.
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    2. Antwort von Aurel Specker  (Auspec)
      Sie meinen Gesundheitskosten welche Velofahrer zusätzlich durch nicht-vorhandene Fettleibigkeit verursachen? Ja, gerne!
      Oder die massive Quersubvention von Steuern -> Autostrassen?

      Ihnen ist bewusst, dass Sie gerade versuchen ein ausserordentlichen 35mio Bau als unfaire Behandlung darzustellen. Wenn vor kurzem ein >1 MILLIARDEN Autotunnelbau zur Diskussion stand, und da war diese Frage auch nicht im Raum...

      Autofahrer werden z.Z. massivst quersubventioniert (BFS Studie 8.4.19)
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    3. Antwort von Luca Marinucci  (crac)
      Seit wann zahlen Velofahrer keine Steuern? Jeder zahlt mit seinen Steuern auch die Verkehrsinfrastruktur. Das einzige was Autofahrer zusätzlich finanzieren ist der Nationalstrassenfonds.

      D.h. eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Velofahrer finanzieren einen riesigen Teil einer Infrastruktur, die sie viel weniger beanspruchen. Oder wollen Sie etwa auch behaupten ein Fahrrad beansprucht die Strasse gleich wie ein Auto?
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