Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Warum die Zürcher Kantonspolizei drei Personen verhaftete (Rebecca Tilen, Sprecherin Kantonspolizei) abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
00:32 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 31.05.2019.
Inhalt

Gewaltaufruf im Stadion Verhaftung des FCS-Sicherheitschefs ein «Irrtum»?

  • Ein Banner, mit dem Fussballfans am Sonntag in Winterthur zur Gewalt gegen Frauen aufriefen, hat zu Verhaftungen geführt.
  • Die Polizei hat am Freitag drei mutmassliche Täter festgenommen, vernommen und freigelassen.
  • Auch der Sicherheitschef des FC Schaffhausen wurde verhaftet. Er ist ebenfalls wieder auf freiem Fuss.
  • Der Mediensprecher spricht bei der Verhaftung des Sicherheitschefs von einem «Irrtum».

Die drei Fans wurden an ihren Wohnorten in den Kantonen Thurgau und Schaffhausen verhaftet. Zudem wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Die drei Männer im Alter zwischen 25 und 37 Jahren sind Schweizer Staatsbürger. Sie wurden noch am Freitag vernommen und freigelassen.

Ebenfalls in Haft befand sich der Sicherheitsverantwortliche des FC Schaffhausen. FCS-Sprecher Christian Stamm bestätigte gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF eine entsprechende Meldung der «NZZ».

Sicherheitschef befand sich nicht in der Nähe

«Für uns ist völlig unklar, was er mit den Transparenten zu tun haben könnte», sagte Stamm. Der Sicherheitsverantwortliche habe sich gar nicht in der Nähe befunden, als die Transparente hochgehalten worden seien. Er habe zudem viel zur Aufdeckung der Vorkommnisse beigetragen. «Wir sind überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss», erklärte der Mediensprecher.

Für uns ist völlig unklar, was er mit den Transparenten zu tun haben könnte
Autor: Christian StammMediensprecher, FC Schaffhausen

Das Verfahren rund um den Gewaltaufruf beim Fussballspiel zwischen dem FC Schaffhausen und dem FC Winterthur am Sonntag in Winterthur wird trotz der Freilassung der vier Personen weitergeführt. Zuständig sind die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland.

Stadionverbot ausgesprochen

Während des Fussballspiels war es am Sonntag im Stadion zu verschiedenen Provokationen zwischen den Fussballfans der beiden Lager gekommen. Dabei zeigten Fans des FC Schaffhausen ein hetzerisches Transparent. Darauf war zu lesen «Winti Fraue figgä und verhaue». Die Polizei leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. In den sozialen Medien sorgte das zweiteilige Plakat für entsetzte Reaktionen.

Der FC Schaffhausen verurteile die Aktion seiner Anhänger in einer Mitteilung «aufs Schärfste». Der Verein distanziere sich in aller Form von Diskriminierung, Gewalt und Sexismus. Über weitere Schritte will der Verein informieren.

Bereits reagiert hat die Swiss Football League (SFL). Sie belegte am Mittwoch drei «Urheber der zu verurteilenden Aktion» mit einem zweijährigen schweizweiten Stadionverbot. Ob es sich dabei um die zunächst Verhafteten handelt, ist unklar.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Ich wiederhole mich werte Funktionäre, übernehmt das Vorgehen der Premier League und wenn es das Gesetz nicht zulässt, dann ändert es. Es ist unglaublich mit welchen Samthandschuhen Chaoten bei uns angefasst werden. Solange jeder dem anderen die Verantwortung zuschiebt wird sich nichts ändern. Das aktuelle Vorgehen ist dilettantisch, die Strafen zu milde und die Clubs setzen sich bei den eigenen Fans nur halbherzig oder gar nicht durch - willkommen bei gesammelter Inkompetenz!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Flurina Fisch  (flufi)
    Wann werden endlich all die Rapper verhaftet, die ähnliches und noch schlimmeres tausendfach vermarkten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Aebersold  (PetiA)
    Nur als Info:Bei GC wurden ebenfalls mehrer Fans verhaftet, welche anschliessend für etwa 5 Jahre Stadionverbot bekamen. Es wurden ebenfalls Hausdurchsuchungen getätigt. Ein Fan kam sogar in U-Haft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Peter  (Hanspeter97)
      Bei GC vielleicht schon und bei Winti? Interessiert ja keinen, weil sie kein Transparent mit "Winti Fraue figgä und verhaue" im Stadion präsentiert haben. Hauptsache die Medien machen aus einer Mücke einen Elefanten. Diese Aktion hat schon 5 bzw. 6 Artikel erhalten, beinahe mehr als sportliche Artikel aus der Challenge League letztes Jahr.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen