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Die Angst vor dem Corona-Virus macht Reisebüros das Leben schwer
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.02.2020.
abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
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Krankheit verdirbt Geschäft Corona-Virus stürzt Zürcher Reisebüros in die Krise

Im Februar machen Zürcher Reisebüros traditionellerweise am meisten Umsatz. Für das Reisebüro Travel Worldwide in der Zürcher Altstadt ist der Wintermonat etwa die Hauptbuchungszeit, Kunden reservieren ihre Reisen nach China, Vietnam oder Thailand.

Die Kunden bekommen kalte Füsse.
Autor: Simon SchnellmannGeschäftsführer Travel Worldwide in Zürich

Doch dieses Jahr wurden praktisch alle Buchungen nach China und Südostasien annulliert, neue Anfragen gibt es kaum. «Es ist eine regelrechte Hysterie ausgebrochen», stellt Geschäftsführer Simon Schnellmann fest. Bezüglich Reisen nach China hat er dafür Verständnis. Aber vielen Kunden fehlten die Relationen in Südostasien, kritisiert Schnellmann. «Wuhan ist von Bangkok beispielsweise gleich weit weg wie Zürich von Grönland. Trotzdem bekommen die Kunden kalte Füsse.»

Vergebliches Warten auf Kunden

Nervös sind die Verantwortlichen bei Travel Worldwide laut Schnellmann noch nicht. Dank Reisen wie beispielsweise in die Karibik kann Travel Worldwide den Verlust beim Asiengeschäft teilweise kompensieren. Schwieriger ist die Situation für jene Zürcher Reisebüros, die sich ganz auf Asien spezialisiert haben.

Wenn keine neuen Buchungen eingehen, müssen wir Personal abbauen.
Autor: Huong ChungGeschäftsführer Reisebüro Asiatik

«Wenn es so weitergeht und keine neuen Buchungen eingehen, müssen wir Personal abbauen oder Kurzarbeit einführen», befürchtet etwa Huong Chung. Er wartet in seinem Reisebüro «Asiatik» am Zürcher Stampfenbacherplatz zurzeit vergeblich auf Kundschaft.

Chinesische Gäste fehlen in Zürich

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Chinesinnen und Chinesen stellen nach den Briten und den Deutschen die drittgrösste Touristengruppe in Zürich. Im letzten Jahr verzeichnete die Region Zürich 245'000 Gäste aus China. Dies sind 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wegen des Corona-Virus ist der Reiseverkehr aus China nun eingeschränkt. Zürich Tourismus geht davon aus, dass sich dies auch auf die Zahlen in Zürich niederschlägt und weniger Logiernächte resultieren. Mehr Informationen hat Zürich Tourismus für nächsten Donnerstag in Aussicht gestellt.

Hoffen auf Rabatte

Asien-Reiseanbieter hoffen nun auf einen ähnlichen Effekt wie bei der SARS-Pandemie: Als die Krankheit 2003 eingedämmt war, lockte Asien Touristinnen und Touristen mit hohen Rabatten ins Land. In den Reisebüros lösten diese Angebote regelrechte Buchungswellen aus, viele Anbieter konnten ihren Jahresumsatz noch retten.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen; 12.03 Uhr; kerf; fulu

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Da hat der Virus also doch auch positive Auswirkungen: Es wird weniger geflogen und die Tourismusmagnete in CH sind weniger überfüllt.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Am meisten wurden die Werbetrommeln in den letzten Jahren in China gerührt. Jetzt zahlt sich das aus, im negativen Sinn. Die Chinesen werden wohl auch im Sommer ausbleiben. Für einheimische Touristen ist das Fehlen der hektischen Chinesen mit ihren Fotoapparaten auf den Schiffen und auf den Bergen sicher sehr angenehm. Aber die Wirtschaft und die Tourismusorte ächzen.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    In Bangkok trägt bereits die Mehrheit der Thais eine Maske. Auch weil die Regierung das so empfielt. Dafür wäre Helm tragen der Gesundheit viel zuträglicher. Denn auf Thailands Strassen verunfallen und sterben so viele Menschen im Verhältnis zur Befölkerungszahl, wie fast in keinem anderen Land. An SARSnCor19 sterben keine Menschen. Aber eben, rational denken ist nur wenigen Menschen gegeben.
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