Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Mehr Geld für Ausreisewillige Kanton Zürich fördert Rückschaffungen von Asylsuchenden

Legende: Audio Warum Mario Fehr finanzielle Anreize für rückreisewillige Asylsuchende schafft abspielen. Laufzeit 02:50 Minuten.
02:50 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 28.02.2019.

Darum geht es: Ab dem 1. März gilt in der Schweiz das neue Asylgesetz. Asylverfahren sollen innert 140 Tagen abgeschlossen sein. Zuvor waren es durchschnittlich 280 Tage. Neu werden nun alle in der Schweiz eintreffenden Asylsuchenden in Bundeszentren aufgenommen. In diesen arbeiten alle am Asylprozess beteiligten Personen unter einem Dach. Gleichzeitig ist die Zahl der Asylgesuche, die beim Bund eingereicht werden, weiter zurückgegangen, von rund 40'000 im Jahr 2015 auf die Hälfte. Dies und die beschleunigten Asylverfahren führen dazu, dass weniger Asylsuchende auf die Gemeinden verteilt werden müssen.

Eine Mutter steht mit ihren Kindern in einem Hotelflur
Legende: Mit den neuen Verfahren sollen Asylsuchende nicht mehr jahrelang auf einen Bescheid warten müssen Keystone

So sind die Gemeinden betroffen: Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr kündigte bereits im November an, er prüfe eine Senkung der Aufnahmequote. Bis jetzt mussten die Gemeinden sieben Asylsuchende pro 1000 Einwohner aufnehmen, neu sind es ab 1. März noch sechs. Dies teilte Fehr am Donnerstag mit.

So werden Rückschaffungen gepusht: Im Migrationsamt kümmert sich ein zusätzlicher Mitarbeiter um die Rückschaffungen. Un einen Anreiz für freiwillige Ausreisen zu schaffen, hat der Kanton zudem eine Kasse geäufnet. Sie soll es ermöglichen, ausreisewilligen Asylsuchenden beim Aufbau einer neuen Existenz in ihrem Heimatland zu unterstützen. Ein Startbeitrag in der Höhe von 3000 bis 4000 Franken sei nichts im Vergleich zu den Kosten, die bei einem Verbleib in der Schweiz anfallen würden, sagte Fehr.

Ein Asylsuchender sitzt auf einem Bett
Legende: Wer ausreist, kostet nichts mehr, so die Rechnung des Kantons. Keystone

Und so geht es weiter: Der Kanton Zürich sei gerüstet für die schnelleren Asylverfahren, sagte Fehr und lobte die Gemeinden. «Die Gemeinden im Kanton Zürich machen einen herausragenden Job.» Auch in den schwierigsten Zeiten, als es eine Quotenerhöhung gab, hätten alle mitgemacht. Mario Fehr stellte zudem in Aussicht, dass die Aufnahmequote schon bald noch weiter sinken könnte, falls sich die schnelleren Asylverfahren bewährten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Was für ein Geschwurbel! Ende 2015 wurde die Asylquote auf 7 pro 1000 Einwohner festgelegt. Seither ist die Bevölkerung um rund 50'000 allein im Kanton ZH gewachsen. Das heisst, die Kapazität für Asylsuchende ist allein durch diesen Effekt um 350 gewachsen. Dass man diesen Wert nun nach unten korrigiert, hat also mehr mit dem Überangebot zu tun, welches allein schon durch das Bevölkerungswachstum entstanden ist, als durch "schnellere Asylverfahren" und andere Sprechblasen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
    Das gehört natürlich schon an die ganz grosse Glocke gehängt....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen