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Rückgang bei Zufriedenheit und unsichere Zukunft für Publibike in Zürich
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 05.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
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Nach Pannenserie in Zürich Zufriedenheit der Kunden mit Publibike sinkt

In der jährlichen Umfrage erhält der Veloverleih von Publibike deutlich tiefere Werte von den Nutzerinnen und Nutzern.

Für Markus Bacher, Geschäftsführer von Publibike, besteht kein Zweifel: Die Probleme im vergangenen Herbst mit den Leihvelos in Zürich haben in der jüngsten Kundenbefragung ihre Spuren hinterlassen. «Die Zufriedenheitswerte gingen 2019 im Vergleich zum Vorjahr um vier bis fünf Prozent zurück.»

Man soll sich am Morgen nicht fragen müssen, ob man ein Velo ausleihen kann.
Autor: Markus BacherGeschäftsführer Publibike

Elf Prozent der registrierten Kunden – nicht nur aus Zürich – haben an der jährlichen Onlinebefragung teilgenommen, das sind 9460 Personen. Der Zufriedenheitswert liege näher bei genügend als bei gut, sagt Bacher auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen». Damit sei man nicht zufrieden. Die Stabilität des Betriebs habe deshalb aktuell oberste Priorität, sagt der Publibike-Geschäftsführer. «Die Kunden sollen sich am Morgen nicht fragen müssen, ob sie ein Velo ausleihen können.»

Ursache gefunden – Problem weitgehend gelöst

Vor allem im vergangenen Herbst konnten die Fahrräder von Publibike in Zürich zum Teil reihenweise nicht aufgeschlossen und damit nicht von ihren Stationen ausgelöst werden. Die Ursache des Problems sei inzwischen gefunden und behoben worden, das System laufe bereits wieder viel stabiler.

In Zahlen ausgedrückt: Gab es früher an einem einzelnen Tag bis zu 1200 von 5000 Fahrräder, die nicht entsperrt werden konnten, trete das Problem heute bei weniger als 90 Fahrrädern pro Tag noch auf, so Bacher.

Trotz der tieferen Zufriedenheitswerte der Publibike-Kundschaft sieht sich die Postauto-Tochter auf dem richtigen Weg. So haben 90 Prozent der Personen in der Umfrage nämlich auch angegeben, dass sie Publibike weiterempfehlen würden.

Stadt Zürich soll Angebot mitfinanzieren

Ein Problem für Publibike bleibt aber bestehen: die Finanzierung des Angebots. Wie Bern zahlt die Stadt Zürich praktisch nichts an den Betrieb des Velo-Verleihnetzes. Mit diesem «symbolischen» Beitrag werde sich Publibike künftig nicht mehr zufriedengeben, kündigt Markus Bacher an.

Die letzten beiden Jahre hätten gezeigt, dass das Geschäft mit Leihvelos nicht rentabel betrieben werden könne. Sich aus dem Geschäft zurückzuziehen, sei aber kein Thema: «Wir wollen den Dialog mit der Stadt suchen.» Und für die Zukunft bessere Vertragsbedingungen aushandeln.

Ob die Stadt auf diesen Wunsch eingeht, sich am Velo-Verleihnetz beteiligt, lässt sie noch offen: «Wir haben das System erst im letzten Herbst abgenommen. Nun müssen wir schauen, wie der Betrieb läuft», sagt Mike Sgier, Sprecher des Tiefbaudepartementes. Der Vertrag der Stadt Zürich mit Publibike läuft noch bis 2023.

SRF1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 06:32 Uhr; simd

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Mobilität hat einen Vollpreis. Autofahrer wissen das längst. Dass damit nun die Velofahrer dran sind, insbesondere bei der Leihmobilität, ist höchste Zeit. Das heisst: keine Subventionen durch die Stadt. Dass der Zeitgeist dies einigen Leuten unbegreiflich macht, hilft nicht dagegen!
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  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Klug gemacht! Erst verkauft man der Stadt das Angebot und holt sich die Betriebserlaubnis durch das Argument, dass man von der Stadt keine Unterstützung brauche und wolle, um dann danach falls das Konzept funktioniert die Stadt um Beiträge zu erpressen. Zitat, "Möchte die Stadt Zürich das bestehende Leihnetz aufrechterhalten, müsste sie dieses künftig also wohl mitfinanzieren.".
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Eine komische Idee. Die die Velo fahren wollen sollen sich eins kaufen. Die tausenden rumstehenden Mietvelos die (fast) keiner braucht sind ein platzverschwendendes teures Ärgernis. Aber hier wird ja nicht rationell sondern grün entschieden.
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    1. Antwort von Fabian Meier  (FabianMeier96)
      bei leihvelos die nur im weg rumstehen (LimeBike, o-bike, etc.) ist der nutzen gering. wenn wir aber durch die nutzung eines an geregelten plätzen abstellbaren velos eine strecke einfacher/schneller/unabhängiger/selbstbestimmt machen können, ist dies doch ein guter gewinn? einmal velo, einmal öv als arbeitsweg?
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