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Zürich Schaffhausen Rochade in der Regierung: Ernst Stocker ist neuer Finanzdirektor

Der neu gewählte Zürcher Regierungsrat hat die Ämter verteilt. Ernst Stocker muss von der Volkswirtschaft ins Finanzdepartement wechseln und von den drei neuen Regierungsrätinnen erhielt nur eine ein Wunschdepartement.

alle Regierungsräte und Regierungsrätinnen stehen am Geländer eines Zürichsee-Schiffes
Legende: Volle Fahrt voraus: Die neu gewählte Zürcher Regierung auf dem Deck eines Zürichsee-Schiffes. zvg

Die Neuverteilung der Ämter in der Zürcher Kantonsregierung enthält einige Überraschungen. Dass der bisherige Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker ins frei werdende Finanzdepartement wechselt, wurde erwartet. Die drei neu gewählten Regierungsrätinnen haben aber überraschende Direktionen zugeteilt erhalten.

So sind die Direktionen neu verteilt:

  • Finanzen: Ernst Stocker (SVP)
  • Bildung: Silvia Steiner (CVP)
  • Justiz: Jacqueline Fehr (SP)
  • Volkswirtschaft: Carmen Walker Späh (FDP)
  • Gesundheit: Thomas Heiniger (FDP)
  • Sicherheit: Mario Fehr (SP)
  • Bau: Markus Kägi (SVP)
Legende: Video Neuverteilung im Zürcher Regierungsrat abspielen. Laufzeit 5:18 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.05.2015.

Auf den neuen Finanzdirektor Ernst Stocker wartet eine schwierige Aufgabe. Er muss den Sparkurs im Kanton Zürich weiterführen, dies bei düsteren Finanzaussichten. Die Finanzdirektion ist kein Ort, wo man sich profilieren kann.

Der zuständige Regierungsrat muss vor allem seinen Regierungsratskolleginnen und -kollegen auf die Finger schauen. Ernst Stocker wäre gerne im Volkswirtschaftsdepartement geblieben, die Finanzen seien aber zentral, die bürgerliche Mehrheit in der Regierung müsse den Wählern gegenüber nun aber die Verantwortung übernehmen: «Ich bin mir voll bewusst, dass es schwierig wird, die Zürcher Staatsfinanzen so zu führen, dass alle zufrieden sind.»

Bildung wieder in bürgerlicher Hand

Nach zwölf Jahren in SP-Hand ist die Bildungsdirektion nun wieder unter der Leitung der Bürgerlichen. Überraschenderweise erhielt Juristin Silvia Steiner (CVP) dieses Departement zugeteilt. Im Vorfeld ging man davon aus, dass sie neue Justizdirektorin werden dürfte. Auf die Bildungsdirektion freut sie sich, sie spricht aber auch von einer grossen Herausforderung und will es langsam angehen lassen: «Man kann nicht von mir erwarten, dass ich gleich neue Entscheidungen fälle.»

Die Justiz geht nun vom abgewählten Regierungsrat Martin Graf (Grüne) an Jacqueline Fehr (SP) über. Die langjährige Bildungspolitikerin auf nationaler Ebene hatte auf die Bildungsdirektion gehofft. Nach der Ämterverteilung gibt sich Jacqueline Fehr aber keine Blösse und sagt: «Die Justizdirektion ist eine meiner sieben Lieblingsdirektionen.»

Auch Juristin Carmen Walker Späh (FDP) war als mögliche neue Justizdirektorin gehandelt worden. Sie übernimmt nun aber die Volkswirtschaftsdirektion von Ernst Stocker und ist – wohl als einzige – auch wirklich zufrieden damit: «Ich bin sehr glücklich über dieses Departement, nun kann ich in diesen Dossiers meinen Einsatz zeigen.»

4 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Weshalb werden eigentlich bei Neuwahlen dann immer alle Ämter neu verteilt & die neu Gewählten übernehmen nicht einfach die frei gewordenen? Weshalb werden die Wiedergewählten einfach zwangsversetzt & können ihr Amt nicht behalten, wenn sie es wollen? Warum erhält Frau Späh als Neue ihr Wunsch-Amt, Herr Stocker darf das seinige aber nicht behalten? Er hat doch einen guten Job gemacht, oder?
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  • Kommentar von Martha Dummermuth, Sattel
    Es ist gut das es die SVP nun mit den Finanzen macht wegen sie das Resort gut kann (besser als die Freisinnigen) und auch mit Geld umgehen und mehr spahren. Frau Fehr von den Linken ist gut dass sie nicht in die Bildung geht wegen die Kinder noch mehr verwöhnt werden wenn es wieder eine Linke macht (SVP könnte es noch besser aber CVP geht auch noch) Von da her kann man froh sein wie es entschieden ist und es mit den Finanzen entlich wieder aufwärts geht im Kanton Zürich für die ganze Schweiz!
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  • Kommentar von Frederic Weil, Adliswil
    Friede, Freude, Eierkuchen ... Alle haben gem. Interview genau das Departement erhalten, das sie sich wünschten. Wirklich? Nun ja, man ist ja Diplomat, schliesslich hat man dies gelernt. Auf alle Fälle wünsche ich allen gutes Gelingen und Gratulation an Ernst Stocker zum RR-Präsidenten.
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