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Zürich Schaffhausen Trotz Korrektur: Streit um BVK-Cheflohn geht weiter

Der Stiftungsrat der Pensionskasse des Kantons Zürich hat die markante Lohnerhöhung für BVK-Chef Thomas Schönbächler korrigiert. Er erhält nun 320'000 Franken statt 380'000 Franken pro Jahr. Die Zürcher Parteien sind aber auch damit nicht zufrieden.

Der BVK-Chef Thomas Schönbächler an einer Medienkonferenz
Legende: Ihm war die ganze Lohndiskussion von Anfang an unangenehm: BVK-Chef Thomas Schönbächler. Keystone

Der Stiftungsrat der Pensionskasse des Kantons Zürich (BVK) reduziert den ursprünglich geplanten Lohn von Geschäftsführer Thomas Schönbächler um 60'000 Franken. Schönbächler erhält neu ein Jahresgehalt von 320'000 Franken, wie der BVK-Stiftungsrat mitteilte. Das paritätisch zusammengesetzte Gremium reagiert damit auf heftige Kritik.

Er habe selbstkritisch zur Kenntnis nehmen müssen, dass er bei der ursprünglichen Lohnerhöhung um fast 50 Prozent die Rahmenbedingungen der Kasse zu wenig gewürdigt habe, heisst es in der Mitteilung. Dabei spielt der Stiftungsrat auf die Tatsache an, dass der Kanton Zürich die BVK mit einer Einmaleinlage in der Höhe von zwei Milliarden Franken gerade erst saniert hatte.

Mehr Rückhalt auch im Stiftungsrat selber

Der neu gefällte Lohnentscheid scheint nun breiter abgestützt. Der Stiftungsrat habe sich sehr deutlich auf den neuen Jahreslohn von 320'000 Franken geeinigt, heisst es weiter. Der Lohn liege im Rahmen vergleichbarer öffentlich-rechtlicher Pensionskassen und deutlich unter dem eines Regierungsrats.

Der ursprüngliche Lohnsprung von 260'000 auf 380'000 Franken hatte der Stiftungsrat stets mit einem Vergleich mit branchenüblichen Löhnen begründet. Stiftungsratspräsident Bruno Zanella hatte noch im Dezember gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» betont: «Nach wie vor sind wir sehr davon überzeugt, dass die hohen Leistungen zu würdigen sind und gerecht, auch marktgerecht, bezahlt werden sollen.» Der öffentliche Druck hatte aber damals schon bewirkt, dass der Stiftungsrat seinen Entscheid nochmals überprüfen wollte.

Parteien mit neuem Entscheid nicht zufrieden

Für die SVP des Kantons Zürich ist die halbierte Lohnerhöhung ein fauler Kompromiss; eine Lohnerhöhung sei gar nicht angebracht, hiess es auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen». Auch die SP ist enttäuscht; sie hatte eine Rückkehr zum alten Lohn erwartet. Die CVP schätzt es zwar, dass die BVK ihre Kritik ernst genommen hat, der Lohn sei mit 320'000 Franken aber weiterhin zu hoch. Nur die FDP kann mit der neuen Lösung leben. SP und CVP haben angekündigt, den jüngsten Lohnentscheid im Kantonsrat hinterfragen zu wollen. Gelegenheit dazu gibt ihnen die Behandlung eines noch hängigen Postulats zum Thema im Februar.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von W.Meier, Zürich
    PK's = Diebstahl am Volk! Seit über 30 Jahren haben wir diese Gaunerei welche von den Banken und Versicherungsleuten in Bern organisiert wurde. VERSTAATLICHEN!
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  • Kommentar von René Wagner, Möriken
    "Etwas weniger Lohn". Der VR des Stiftungsrates der Pensionskasse des Kantons Zürich ist lernresistent. Da der erste Versuch mit einer Erhöhung des "Lohnes" von 260'000 auf 380'000 nicht goutiert wurde, versuchen es diese Unbelehrbaren mit einer Erhöhung von "nur" noch 60'000. Das hat rein gar nichts mehr mit Leistungslohn zu tun, vielmehr ist es ein zugehaltener Lohn. Dieser VR muss zurücktreten.
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  • Kommentar von Silvia Forrer, Degersheim
    Ein Lohn sollte nicht "marktgerecht"? sein, sondern der Leistung entsprechen. Herr Schönbächler sollte sich schämen. Das ist ein Hohn für alle Arbeitnehmer/innen die ihre Beiträge bezahlen.
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