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Wie verdichten, wie mit den Klimaveränderungen umgehen in der Stadt Zürich? Die Diskussion hat erst angefangen.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 06.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
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Umstrittene Stadtplanung Wie eng soll es in Zürich werden?

Darum geht es: Der neue, kommunale Siedlungsrichtplan zeigt die Entwicklung der Stadt Zürich in den nächsten 20 Jahren auf. Er soll sicherstellen, dass das geplante Wachstum von zusätzlich rund 90'000 Menschen in der Stadt qualitativ gut erfolgt.

Wie soll die Stadt wachsen? In seiner überarbeiteten Version des kommunalen Siedlungsrichtplans und des Richtplans für den Verkehr hat der Stadtrat verschiedene Einwendungen von Parteien, Verbänden und Privatpersonen berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem Folgende:

  • In Zürich Seebach und Schwamendingen soll nicht so stark verdichtet werden, wie ursprünglich geplant.
  • Der Zweitwohnungsmarkt, z.B. Vermietungen auf Plattformen wie Airbnb, wird von der Stadt beobachtet.
  • Die Stadt investiert mehr in die Quartierentwicklung und in den Klimaschutz.
  • Um Platz zu schaffen für mehr Grünraum, Velowege und Fussgänger, sollen in der Innenstadt 10 Prozent der Parkplätze abgebaut werden.

Das sagen die Parteien: Grundsätzlich werden die positiven Ansätze begrüsst, bei jeder Partei folgt aber ein grosses ABER: So beklagen SP, AL und EVP, dass die Verdichtung zu schnell erfolgt und die soziale Abfederung fehlt. Konkret befürchten sie, dass mit der Verdichtung günstiger Wohnraum verschwindet und viele alteingesessene Mieterinnen und Mieter aus der Stadt verdrängt werden. Die Bürgerlichen kritisieren den Abbau von rund 770 Parkplätzen. Die Läden seien darauf angewiesen, sagen FDP und SVP. Die Grünliberalen begrüssen die positiven Ansätze beim Klimaschutz und den Parkplatzabbau.

So geht es weiter: beide Richtpläne werden in einer Sonderkommission des Stadtparlaments beraten. Bis sich die Parteien gefunden haben und Kompromisse geschmiedet sind, wird es 2021. Sollten die bürgerlichen Parteien nicht einverstanden sein, könnte es zu einem Referendum kommen. Dann käme der Richtplan an die Urne. Schliesslich muss auch noch der Kanton Zürich sein Einverständnis geben.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Abgesehen davon, dass man baulich klüger oder dümmer verdichten kann, 137m hohe CS-Zwillingswohntürme als Renditemaschinen sind dazu jedenfalls kein Beitrag, wundert man sich schon wie in einer links-grün dominierten Stadt die Präsidentin seit Jahren unwidersprochen mit einem Bev.zuwachs von 90'000 in 20 J prahlen kann, und tatsächl. keine Gelegenheit auslässt, mit ihrer Marketingabteilung und Tourismusgewerbe, Einwanderungswillige aus aller Welt herbeizutrommeln, z.B. mit Megaevents aller Art.
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  • Kommentar von Pascal Moser  ("Die Welt ist zum Verändern, nicht zum Ertragen da.")
    Wären alle bereit nur auf 3qm Wohnfläche zu verzichten und ein Auto zu wählen das angemessen gross ist, wäre sehr viel Platz (für alle) gewonnen. Jedoch leben die Leute auf sehr viel mehr qm, in vielen Einzelhaushalten. Und meist sitzt nur eine Person in einem Fahrzeug, dass etwa ein Viertel eines städtischen Busses entspricht. Das wäre wie wen ich im Laden jede Olive in einer separaten Aludose kaufen würde. Das ist einfach sinnlos. Unvernünftiger Umgang mit der beschränkten Ressource RAUM.
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Wohnhochhäuser: Will das die Bevölkerung wirklich?

    Ist die Akzeptanz von Wohnhochhäusern und dem verdichteten Bauen wirklich gestiegen, oder wird hier aus der Wohnungsnot in den Agglomerationen schnell eine Tugend gemacht?
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Ja, die Bevölkerung will das anscheinend. Sie hat der Personenfreizügigkeit damals zugestimmt. Wir müssen uns auf immer mehr Bewohner in diesem Land gefasst machen. Und diese Zuzüger brauchen ein Zuhause. Das ist ein Teufelskreis, dem nur ein JA zur Begrenzungsinitiative abhelfen kann.
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