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Umstrittene Türme Zürcher Stadtrat widerspricht der SP-Kritik am Stadionprojekt

Modell des Stadions mit den beiden Hochhäusern im Hintergrund
Legende: Die SP will die beiden Türme durch eine Blockrandbebauung ersetzen. Der Stadtrat ärgert sich darüber. Keystone

Der Stadtrat will nicht am Stadionprojekt rütteln, das er 2017 vorgestellt hat. Er will es in dieser Form dem Volk zur Abstimmung unterbreiten. Ein Verzicht auf die beiden Wohn- und Bürotürme neben dem neuen Stadion auf dem Hardturmareal sei gar nicht zulässig, betonten die beiden zuständigen Stadträte am Freitag vor den Medien.

Die SP hatte am Dienstag angekündigt, dass sie das Projekt in der heutigen Form ablehne. Sie will, dass der Gemeinderat das Geschäft zurückweist und ein anderes Projekt verlangt: eines ohne Hochhäuser und mit mehr gemeinnützigen Wohnungen.

Vor den Medien machte der Stadtrat keinen Hehl aus seiner Irritation über die Haltung der SP. Mit dem Projekt erfülle der Stadtrat einen Auftrag des Zürcher Gemeinderates, der auch von der geschlossenen SP mitgetragen wurde. Der Auftrag verlange ein privat finanziertes Stadion für 18'000 Zuschauer sowie 150 gemeinnützige Wohnungen.

Der Stadtrat hält fest, dass das Stadion ohne die beiden Türme privat nicht finanzierbar sei. Die SP verkenne auch die Tatsache, dass das Stimmvolk 2013 ein städtisch finanziertes Stadion klar abgelehnt hatte.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Angesichts der immer augenfälliger werdenden Tatsache, dass der Wohnungsmarkt NICHT vom finanzkapitalistische Markt reguliert werden kann, so dass er der lokalen Gemeinschaft zum Nutzen gedeiht. Ganz im Gegenteil er wird zu einer unkontrollierbaren und das lokale Gefüge zersetzenden und treibenden Kraft, ist es für jede Regierung, die sich als Vertreterin der Menschen vor Ort versteht, ein Muss, dass gutes, anständiges Wohnen gewährleistet wird. Luxuswohnungen tragen dazu absolut nichts bei.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Entweder ein Stadion, welches absolut OHNE Steuergelder finanziert wird, oder dann keines!
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Es entspricht dem Verständnis von Privateigentum einer SP, dass private Investoren ohne Gegenleistung Sozialismus finanzieren. Umgekehrt entspricht es der rechten Wahrnehmung, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren. Mit etwas Anstand auf beiden Seiten wäre die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte - und somit auch dieses Stadion -möglicherweise anders aufgegleist- realisierbar. Und ansonsten: lasst es doch! Die Hooligan-Folgekosten blieben dann wenigstens unverändert ;-)
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