Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio nächtliches Tempo 30 erhitzt die Gemüter abspielen. Laufzeit 03:11 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 03.07.2018.
Inhalt

Verkehrsversuch in Zürich Nächtliches Tempo 30 bringt den TCS auf 100

  • Betroffen von der Temporeduktion sind vier relativ kurze Strassenabschnitte auf grösseren (überkommunalen) Strassen.
  • Betroffen ist der gesamte Verkehr, auch die VBZ.
  • Die Versuche beginnen am 8. Juli und dauern drei Monate.
  • Mit dieser Massnahme will die Stadt Zürich prüfen, ob sich nachts der Lärmpegel in den Wohnquartieren wahrnehmbar senken lässt.
  • Die Zürcher Sektion des Touring-Clubs Schweiz ärgert sich und spricht von «vier neuen Bussenfallen.»

Hier gilt ab 8. Juli Tempo 30 in der Nacht

Strassebetroffener Abschnitt
Albisstrasse
Teilstück Mutschellenstrasse bis Dangelweg (Siedlungsgrenze)
HardstrasseHardplatz bis Albisriederplatz
Dübendorf-/WinterthurerstrasseTramhaltestelle «Probstei» bis Gasthof «Hirschen»
Am Wasser/Breitensteinstrasse
Europabrücke bis Wipkingerplatz

Auf drei der betroffenen Strassen verkehren auch Busse. Ihr Tempo in der Nacht zu drosseln «sei zumutbar», heisst es von der VBZ.

Die Stadt wolle mit dem Versuch herausfinden, was es punkto Lärmreduzierung bringe, sagt Heiko Ciceri von der städtischen Verkehrsabteilung.

Wir wollen prüfen, ob es eine Lärmreduktion gibt.
Autor: Heiko CiceriVerkehrsabteilung Stadt Zürich

Geprüft werden soll auch, ob sich die Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Genau dies kritisiert Reto Cavegn, Geschäftsführer des TCS Zürich. «Ich gehe davon aus, dass die Signalisation nicht sehr auffällig ist.» So dass die Autofahrer in die Falle tappen.

Für mich sind das vier neue Bussenfallen.
Autor: Reto CavegnGeschäftsführer TCS Zürich

Die Stadt widerspricht: Die Signalisation sei klar, und es würden zusätzliche Tafeln aufgestellt. Kritik erhält die Stadt aber auch vom VCS, dem Verkehrsclub: Der Versuch sei zwar schon gut, aber ein Tropfen auf den heissen Stein, meint Geschäftsführer Markus Knauss. «Noch immer warten 120'000 Menschen in der Stadt Zürich auf eine anständige Lärmsanierung.» Da würden auch die nächtlichen Tempo-30-Zonen nicht helfen.

Die Versuche sind ein Tropfen auf den heissen Stein.
Autor: Markus KnaussGeschäftsführer VCS

Sicher ist: Sollten die Versuche erfolgreich sein, wird die Stadt die Reduktionen definitiv einführen und es könnten noch mehr dazukommen. Sicher ist auch: Der Streit um Tempo 30 wird weitergehen.

Tempo 30 in der Stadt Zürich

Dass die Stadt Zürich auf Tempo 30 setzt, ist nicht neu. Bereits 2013 kündigte die Stadt ihr Vorhaben an, um die Bewohner besser vor Lärm zu schützen. Beschwerden dagegen wies das Bundesgericht im April 2018 ab. Auf 40 Strassenabschnitten kann die Stadt nun Tempo 30 einführen. Gegen Temporeduktionen auf Hauptstrassen sind jedoch weitere Rekurse hängig.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jeff Kastens  (JeKaMo)
    Je mehr die Bevölkerung wächst, desto mehr braucht es Regeln und Einschränkungen.
    Und desto mehr wächst die Abneigung dagegen. Wachstum bis in den Stillstand.
    (Alwin Toffler: Der Zukunftsschock, 1973)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Marti  (M.M.)
    Super! Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Da können sich die Anwohner der Hauptstrassen doch noch Hoffnung machen, das Fenster nachts einen kleinen Spalt breit aufzumachen, ohne vom ewig rollenden Verkehr bzw. rücksichtslosen Fahrern im Schlaf gestört und geweckt zu werden. Lärm macht krank.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Hört doch auf mit dieser Salamitaktik. Zürich verkehrsfrei wäre dann ehrlicher. Zürich aber auch Party- und Gröhlfrei, da kann dann jeder wieder ruhig schlafen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen