«Vor 25 Jahren sah man kaum je Afrikaner bei uns»

Nach dem Konkurs des Afro Pfingsten-Festivals in Winterthur startet an diesem Wochenende das Nachfolge-Festival «Eine Welt». Dahinter stehen der Afro Pfingsten-Gründer Daniel Bühler. Er will die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.

Schwarze Frauen an einem Marktstand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch beim neuen Festival ein wichtiges Element: Musik und der Freiluftmarkt. Das Bild wurde 2013 an Afro Pfingsten au... Keystone

Er habe das Ende der Afro Pfingsten sehr bedauert, sagt Gründer Daniel Bühler im Interview: «Deshalb habe ich alles daran gesetzt, die Tradition eines Winterthurer Festivals an Pfingsten fortzusetzen.» Es sei für ihn aber klar gewesen, dass er nicht einfach eine Neuauflage von Afro Pfingsten bringen konnte: «In 25 Jahren hat sich viel verändert. Damals hat man in der Deutschschweiz kaum eine Person aus Afrika angetroffen. Mittlerweile leben hier viele Afrikaner. Ausserdem wurde die Kultur globalisiert, und deshalb denken wir, dass wir nun die ganze Welt in das Festival einbeziehen können.»

Aus Fehlern gelernt

Aber auch beim «Eine Welt»-Festival ist das Herzstück der grosse Freiluftmarkt in der Winterthurer Altstadt. Ausserdem gehören Filmaufführungen und Konzerte dazu. «Oberflächlich hat sich vielleicht nicht viel geändert, aber der Spirit ist anders», so Bühler.

Daniel Bühler hat keine Angst, mit dem «Eine Welt»-Festival Schiffbruch zu erleiden wie letztes Jahr Afro Pfingsten: «Bei Afro Pfingsten wurde die Logistik jedes Jahr teurer. Ausserdem trafen wir ein paar ungünstige Entscheidungen. Solche Punkte wollen wir nun vermeiden.»