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Kanton Zürich erlaubt weniger Förderlektionen
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 06.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:57 Minuten.
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Wegen Lehrermangel Kanton Zürich erlaubt Schulen weniger Förderlektionen

Die Regel kommt, weil es zu wenig Heilpädagoginnen gibt. Der Lehrerverband warnt: Das gehe auf Kosten der schwachen Schüler.

Wie lautet die neue Regel? Gemeinden können weniger integrative Förderung anbieten, als sie müssten. Allerdings nur vorübergehend, nämlich für drei Jahre, und wenn sie das beim Volksschulamt beantragen. Die Regel gilt ab August 2020.

Warum wird die Regel eingeführt? Wegen des Lehrermangels. Seit Jahren gibt es zu wenig Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, obwohl die Ausbildungsplätze schrittweise von 40 auf 150 erhöht worden sind. Das liegt daran, dass es immer mehr Schüler gibt – und damit auch immer mehr Sonderschüler.

Was bezweckt der Kanton damit? Die Gemeinden sollen «mehr Spielraum» erhalten. Sie erhalten Zeit, um ihr sonderpädagogisches Angebot zu verbessern. Die Förderlektionen können die Schulen in den betroffenen Klassen für mehr Halbklassenunterricht oder für Teamteaching einsetzen. Das heisst, die Lehrerinnen und Lehrer kümmern sich um Kinder, die eigentlich heilpädagogische Unterstützung zu Gute hätten.

Wie lautet die Kritik daran? Der Zürcher Lehrerverband sagt, dass den betroffenen Kindern eine ausgebildete Fachkraft zustehe und dass so die Lehrerinnen und Lehrer mit Zusatzaufgaben belastet würden. Der Kanton hätte schon lange handeln müssen, etwa den Beruf attraktiver machen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth Tschiemer  (etf)
    Es gibt Heilpädagoginnen im Kanton Zürich. Mit Ausbildung und Erfahrung. Aber mit einem »falschen« Diplom. Und bei der Nachqualifizierung wird nahezu der gesamt Studiengang an der HfH verlangt. Eine Zulassung sur-dossier wird vom Volksschulamt abgelehnt mit dem Argument: »Keine Ausnahmen!« – Gemeinden, die keine vom VA akzeptierte Heilpädagogin finden, sollen nun »ausnahmsweise« die Förderlektionen streichen. Ein nicht nachvollziehbarer und für alle miserabler Entscheid. Er ist zurückzuweisen!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Förderlektionen finde ich wichtig. Hier Kürzungen vorzunehmen, ist kurzsichtig 1) Unfair gegenüber Kindern, die mehr Unterstützung nötig haben. 2) Schon wieder hier sparen, kurzfristig! Langfristig müssen dann allenfalls Sozialwerke zahlen, wenn Schüler zu wenig Förderlektionen erhalten haben und so nicht wirklich in der 1. Wirtschaftswelt landen können. Zudem ist es nötig, den Lehrerberuf wieder attraktiver zu gestalten und Lehrkräften nicht noch zusätzliche Erziehungsarbeit aufzuhalsen.
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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Das geht gar nicht, im Gegenteil es braucht mehr Förderlektionen. Meine Tochter benötigt dringend Unterstützung, bekommt aber keine weil zu wenig Lehrer und zu viele Auländerkinder. Das ist nicht fair, dass Schweizer Kinder benachteiligt werden.
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    1. Antwort von Beat Hartmann  (Beat Hartmann)
      Sicherlich nicht die Ideale Lösung, und meines Erachtens auch nicht die Lösung des Problemes. Den schwarzen Peter jedoch den Ausländisch abstammenden Kindern in die Schuhe zu schieben ist auch nicht Fair. Ich bin der Überzeugung, dass Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit den Fachstellen abschätzen können, welche Kinder welche Förderung brauchen.
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