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Legende: Audio Strahlender Sieger: Kaspar Bopp im Interview mit SRF-Redaktorin Nicole Marti abspielen. Laufzeit 06:26 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 07.07.2019.
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Winterthurer Stadtrat Kaspar Bopp verteidigt SP-Sitz

Die Stadt Winterthur wird auch künftig von einer rot-grünen Mehrheit regiert. Bei der heutigen Ersatzwahl konnte die SP ihren Sitz im Stadtrat verteidigen.

Kaspar Bopp (SP) kam auf nicht ganz 10'000 Stimmen – Annetta Steiner (GLP) auf rund 7'300. Dies bei einer aussergewöhnlich tiefen Stimmbeteiligung von rund 28 Prozent.

Das Resultat ist deutlicher als erwartet. Nur in einem der sieben Wahlkreise, in Winterthur Seen, machte Steiner das bessere Resultat als Bopp. «Ein gutes Resultat, es hätte auch knapper ausfallen können», sagte ein strahlender Kaspar Bopp kurz nach seiner Wahl zum Regionaljournal.

«Unsere Botschaft ist angekommen»

Kaspar Bopp ist als Politiker noch kaum bekannt. Er ist 40-jährig, Vater von drei Kindern und arbeitet als Projektleiter in einem Grossunternehmen. Der Sozialdemokrat sass von 2013 bis 2016 im Winterthurer Stadtparlament, bis er aus familiären Gründen zurück trat.

Seinen Sieg erklärt er sich mit der klaren Position der Winterthurer SP. «Unsere Botschaft, dass wir die Zukunft der Stadt anpacken, ist angekommen. Das ist dem Stimmvolk offensichtlich wichtig», sagt Bopp.

Als Stadtrat wolle er die Verwaltung stärken, sagt Kaspar Bopp. Und er könne sich gut vorstellen, das Finanzdepartement von seiner Vorgängerin Yvonne Beutler (SP) zu übernehmen. Diese hatte im Frühling überraschend ihren Rücktritt bekannt gegeben.

Der neue Stadtrat von Winterthur
Legende: Der Winterthurer Stadtrat posiert erstmals in neuer Zusammensetzung. SRF

Mit der Wahl von Kaspar Bopp hat die SP in Winterthur weiterhin drei Sitze, die Grünen einen. Auf bürgerlicher Seite hat die FDP zwei, und die CVP einen Sitz in der Stadtregierung.

«Ich war zu nett»

Gross ist die Enttäuschung bei der unterlegenen Annetta Steiner. «Wir haben nicht gleich viel Mittel zum Mobilisieren wie die SP und die Grünen», sagt die Grünliberale zum Regionaljournal. Ihre Niederlage habe auch mit ihrem Profil zu tun: «Den Bürgerlichen bin ich zu links, den Linken zu rechts».

Steiner ist nun zum zweiten Mal gescheitert, schon letztes Jahr kandidierte sie für den Stadtrat. Die 54-Jährige ist eine bekannte Politikerin in Winterthur, sie sitzt seit neun Jahren im Gemeinderat, letztes Jahr als Ratspräsidentin.

Über ihren Wahlkampf sagt Steiner selbstkritisch: «Ich war zu nett. Ich probierte, einen anständigen Wahlkampf zu führen.» Dass man nur gewinne, wenn man auf den Gegner schiesse, bedaure sie, das liege ihr nicht.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Kessler  (Kurt Kessler)
    Mit der Genehmigung des Übertritts, einer ehemaligen SP-Nationalrätin haben sich die GLP in Winterthur keinen Gefallen erwiesen.
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Plündert die Stadtkasse. Aufdass in ein paar Jahren, wenn die Zinsen steigen, der Super-GAU droht, den dann der letzte Rest des Mittelstandes über höhere Steuern über Jahrzehnte auslöffeln kann. Denn die Wählerklientel von rot-grun tut es kaum...
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Wie in allen Gross-Städten gingen auch in Winterthur die Klientel der "sozialen Wohlfahrt" geschlossen an die Wahlurnen und wählten nur Politiker aus dem sozialen "Umfeld" (immer mehr soziale Wohlfahrt, der Staat und die Stadt muss, soll und wird verpflichtet!) Die bürgerlichen Leute (die trotzdem noch in Winterthur wohnen) blieben auch in der 2.grössten Zürcher Stadt mehrheitlich den Wahl-Urnen fern! Darum soll sich jetzt kein solventer Steuerzahler über das Winterthurer Wahlresultat aufregen!
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    1. Antwort von Adrian Flükiger  (Ädu)
      @Bolliger: Bürgerlicher und neoliberaler als die GLP geht kaum noch. Deren Grün ist nur ein Tarnmäntelchen. Gut, dass Mann/Frau darauf nicht zu zahlreich reingefallen ist. Dass allerdings die sonstigen bürgerlichen Parteien nicht zu dieser Wahl angetreten sind, sagt auch einiges über deren Zustand aus. Da haben sie durchaus recht.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Herr Bolliger, sie legen viel Wert auf Fairness. Dann bitte sind sie es auch! Wenn sie schon alles wissen, dann sollten sie auch wissen das die Stadt sehr oft das Auffangbecken für Menschen in Not sind vom Lande. Die hoffen in der Stadt mehr Glück zu haben. Oder sie werden vom Land weggeckelt. Die Medaille hat immer 2 Siten Herr Bolliger.
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    3. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Ja, richtig, Daniele Röthenmund, ich gehöre zu jenen, die für ehrliche und klare Meinungen und Fairness im Umgang mit Fakten sind: Dass die meisten Sozialhilfeabhängigen, Randgrüppeler oder "Lebenskünster auf Kosten der Anderen" viel lieber in anonymen Grossagglomerationen leben, statt in Dörfer, wo alle einander kennen, ist auch für mich schon lange eine Realität! All diese Menschen, denen die Anonymität das Wichtigste" ist, leben in den "Auffangbecken" der Städte und wählen linke Parteien!
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    4. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Der Antidemokrat vom rechten Rand schlägt wieder zu
      die SP hat gewonnen und zwar in fairen, demokratischen Wahlen gemäss Gesetz und Verfassung. Punkt.
      Dieses Gejammer der Verlierer ist jämmerlich.
      Ja Winterthur wählt keine Leute die auf Sozialhilfe-Empfänger sprich den Schwächsten rumtritt aber Steuerhinterzieher verteidigt
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    5. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Bolliger Solche Kommentare sind eklig. Ja die Leute fliehen in die Stadt weil sie auf dem Land ausgegrenzt, diffamiert und kriminalisiert werden! Weil die SVP Kampagnen fährt gegen jene die am Boden sind und weil es Menschen wie sie gibt die in die selbe eklige Kerbe schlagen!
      Rumtrampeln nach unten
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    6. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @bolliger Ausser auf jenen rumtrampeln die am Boden sind und diese zu attackieren kömmt nichts vom rechten Rand. Ja die Leute ziehen in Städte weilhier grössere Chancen existieren und sie dem Hass der Provinz angeführt von der SVP entkommen
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