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Zürich Schaffhausen Zürcher Unispital verliert Herzchirurgie-Spezialisten

Volkmar Falk, Herzchirurg und Direktor der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie, verlässt das Zürcher Universitätsspital (USZ). Er wechselt an die Charité in Berlin.

Legende: Audio Interview Volkmar Falk abspielen. Laufzeit 4:26 Minuten.
4:26 min, aus Regi ZH SH vom 30.04.2014.

Der 48jährige Volkmar Falk ist eine international anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Herzchirurgie. In Berlin wird Falk Leiter des Deutschen Herzzentrums - es ist eines der grössten Europas - und übernimmt gleichzeitig eine Professur an der Charité.

Die anderen Dimensionen in Berlin seien entscheidend gewesen, sagte Falk im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Gleichzeitig hält Falk fest, dass es «vorstellbar gewesen wäre», dass er hier geblieben wäre, wenn in Zürich ein grosses Herzzentrum zu Stande gekommen wäre. Das Geld habe für seine Entscheidung keine Rolle gespielt.

Heiniger: Kein Schaden für Zürich

Er bedaure, dass Volkmar Falk Zürich verlasse, erklärte der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP). Er glaube aber nicht, dass Zürich als Standort für Spitzenmedizin darunter leiden werde: «Wir sind auch sonst gut aufgestellt. So etwas ist nie von einzelnen Personen abhängig.»

Anders sieht dies der bekannte Gesundheits-Ökonom Willy Oggier: «Dieser Weggang zeigt leider, dass das Zürcher Unispital nicht mehr an der Weltspitze ist, so wie in der Vergangenheit. Mit Berlin kann es beispielsweise nicht mithalten.»

Kampf um Herzzentrum ungelöst

Volkmar Falk war 2009 ans Unispital gekommen. Er baute das im letzten September eröffnete USZ-Herzzentrum auf, wo Teams verschiedener Fachrichtungen Hand in Hand arbeiten. Mit seinem Plan, die Herzchirurgien der Zürcher Spitäler in einem einzigen Herzzentrum zusammenzuführen, scheiterte Falk allerdings.

Falk hatte bereits letzten Herbst vom Angebot aus Berlin erzählt. Es sei eine attraktive Stelle. Geld sei gewiss wichtig, aber nicht seine Hauptmotivation, sonst hätte er längst gewechselt, so Falk.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Sigg, Schaffhausen
    Ja, Ja das liebe Geld. Er kann erzählen was er will, auch in der Medizin geht es meistens nur noch ums Geld. Habe Erfahrung, arbeite seit 39 Jahren in diesem Bereich. Hoffentlich findet das USZ einen Schweizernachfolger der auch mit einem sechsstelligem Einkommen zufrieden ist. Auch damit lässt es sich sehr gut leben, inkl. LUXUS.
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