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1 Mio. Menschen betroffen Strassenlärm, der krank machen kann

  • In der Schweiz sind mehr als eine Million Menschen an ihrem Wohnort übermässigem Strassenlärm ausgesetzt.
  • Dies zeigt ein Bericht des Bundesamts für Umwelt (Bafu).
  • Die seit Inkrafttreten der Lärmschutzverordnung getroffenen Massnahmen seien wirksam, es bestehe aber Sanierungsbedarf.
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Aus dem Archiv: Zu laute Autobahnen – Bund drückt sich
Aus Kassensturz vom 10.09.2019.
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Der publizierte Bericht , Link öffnet in einem neuen Fenstergibt Aufschluss über die bereits realisierten und die noch vorgesehenen Massnahmen, deren Wirksamkeit sowie die notwendigen finanziellen Mittel. Demnach müssen Lärmschutzmassnahmen künftig noch direkter an der Quelle ansetzen, um die Menschen zu schützen.

Die Massnahmen sollen beispielsweise von Anfang an auf die Lärmverminderung abzielen – also etwa für lärmarme Strassenbeläge, Verkehrsberuhigungen oder Geschwindigkeitsreduktionen, schreibt das Bafu. In der Vergangenheit waren 32 Prozent der Kosten auf die Massnahmen angesetzt.

Gesundheitliche Folgen für Lärmbetroffene

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Die Gesundheitsfolgen für Lärmbetroffene können gemäss Bafu gravierend sein, da der Körper bei jedem störenden Geräusch in Alarmbereitschaft gerät. Er schüttet Stresshormone aus, welche auf lange Sicht etwa zu Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können. Zudem leidet die Konzentration und die Kommunikation wird erschwert. Der Lärm vermindert auch die Wohnqualität.

21 Prozent der Gelder wurden eingesetzt, um den Ausbreitungsweg des Lärms zu vermindern. Also etwa für Lärmschutzwände oder -dämme. Der Grossteil (39 Prozent) wurde für Schallschutzfenster eingesetzt. Diese Massnahme kommt zum Zug, wenn die Lärmminderungen an der Quelle oder auf dem Ausbreitungsweg nicht möglich sind.

Sechs Milliarden Franken gegen Lärm

4.3 Milliarden Franken wurden bis Ende 2018 investiert oder werden in sehr naher Zukunft investiert. Der Gesamtaufwand für den Lärmschutz in der Schweiz wird auf sechs Milliarden Franken geschätzt.

In den vergangenen dreissig Jahren – seit Inkrafttreten der Lärmschutzverordnung – wurden fast 270'000 Menschen vor Strassenlärm geschützt, so das Bafu.

Schwamendingen Autobahn
Legende: An stark befahrenen Strassen wie in Schwamendingen ist die Lärmbelastung besonders hoch. Nun wird dort eine Einhausung realisiert, welche die von der Autobahn verursachten Beeinträchtigungen minimiert. Keystone

Verzehnfachte Investitionen zeigen Wirkung

Bedeutende Fortschritte seien seit 2008 erzielt worden, schreibt das Bafu. Damals verstärkte der Bund die Unterstützung für die Lärmsanierung von Kantons- und Gemeindestrassen. So sei die Zahl der geschützten Personen deutlich gestiegen. Bis 2012 wurden jährlich rund 5000 Personen neu geschützt, ab dem Folgejahr stieg die Zahl auf etwa 20'000 Personen pro Jahr.

Die Kosten konnten zudem reduziert werden. Bis 2012 beliefen sie sich auf ungefähr 9000 Franken pro geschützte Person, ab 2013 auf 6000 Franken. Die kantonalen Investitionen hatten sich zwischen 2008 und 2018 verzehnfacht.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Häfeli  (xxx)
    Es lohnt sich, der Bericht des BAFU zum Strassenlärm genau zu lesen. So kann daraus entnommen werden, dass im Falle des Kantons Aargau vor dem Beginn der Lärmsanierung 115‘100 Personen über den IGW belastet waren. Bis heute sind lediglich 14‘100 Personen vom Lärm geschützt - 101‘000 nach wie vor ungeschützt, trotz grossen finanziellen Aufwendungen. Zu der am 31. März 2018 abgelaufenen Sanierunsfrist ist eine eklatante Ineffizient feststellbar!
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Noch ist es so, dass wenn sich jemand für Lebens-und Wohnqualität im Stadtraum einsetzt, was zwingend mit einer massiven Reduzierung des motorisierten Privatverkehrs, besser Privattransports, einhergeht, sie als polemisch und grün hingestellt wird? Das hiesse dann, dass alle, die den MPV befürworten, nur weil dieser seit Jahrzehnten eine Monopolstellung hat, der sich bisher alle in den Städten unterzuordnen hatten, farblos und unpolemisch sind ...schon klar bei 3T Fahrzeug, XXL PS ...
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Lärmschutzmassnahen an der Quelle hieße für mich, den motorisierten Privatverkehr ganz aus den Städten raushalten. Wäre zudem wesentlich mehr als nur eine Lärmschutzmassnahme. Alles Andere sind die üblichen kleinen, teuren Alibi-Massnahmen, um nicht wirklich handeln zu müssen.
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    1. Antwort von Peter Zuber  (Hä nuuh)
      Ich denke ihr Beitrag ist nicht sachbezogen und lösungsortientiert sondern linksgrün polemisch.
      Die meisten Häuser wurden NACH dem Autobahnbau, von wrm auch immer, (geldgierige Spekulanten?) an die Autobahn gestellt. Nun soll die Allgemeinheit dafür zur Kasse gebeten werden? Nein danke.
      Alles abreissen was einen Mindestbstand nicht einhält dss wäre konsequenter.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Warum nicht die Strassen renatruieren statt Häuser abreissen, Herr Zuber? Schon vergessen dass Beton und Bau wichtige Mitweltbelastungsfaktoren sind und wir definitiv mehr Grün und zwar zusammenhängendes Grün im Sinne von Wald benötigen. Wenn es heiss wird, und das wird es in unseren Städten ganz besonders werden, denn wir sind ja Binnenländer, frage ich die Gretchenfrage: Was ist wichtiger wir oder das Auto?
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    3. Antwort von Arno Zingg  (Arno Zingg)
      Lieber Herr Zuber, es tut mir leid, aber Ihr Kommentar scheint mir auch nicht frei von Polemik zu sein.
      In der Schweiz gibt es erst seit knapp 60 Jahren Autobahnen, und anfangs lag die Kapazität und das Verkehrsaufkommen x-fach tiefer als heute.
      In Eich z.B. standen praktisch alle Häuser zwischen der Autobahn und dem See schon vor dem Bau der Autobahn. Und auch in Weiningen waren beim Bau der Autobahn nicht einfach grüne Wiesen und Felder links und rechts davon
      Auch damals gab es schon Gegner
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