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10 Jahre Freiheitsstrafe Haftstrafe gegen Ignaz Walker von Bundesgericht bestätigt

Legende: Video Der Urner Justizkrimi abspielen. Laufzeit 03:05 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.12.2018.
  • Der ehemalige Nachtclubbesitzer Ignaz Walker wird definitiv zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt.
  • Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Verurteilten abgewiesen.
  • Zudem hält das Gericht auch an der Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu 30 Franken und einer Busse von 800 Franken fest.

Ignaz Walker beanstandete in seiner Beschwerde, das Obergericht des Kantons Uri sei aufgrund eines früheren Urteils des Bundesgerichts fälschlicherweise davon ausgegangen, dass ein Schuldspruch erfolgen müsse.

Urner Gericht handelte korrekt

Die Lausanner Richter halten im publizierten Urteil jedoch fest, das Urner Obergericht habe seinen Entscheid nicht auf angeblich verbindliche Vorgaben des Bundesgerichts abgestellt.

Vielmehr habe die kantonale Vorinstanz zur Begründung die Akten beigezogen und zusätzlich verschiedene Beweisergänzungen vorgenommen. Diese seien in die Beweiswürdigung eingeflossen. Das höchste Schweizer Gericht hat weitere Rügen von Walker abgewiesen – unter anderem gegen die Beweiswürdigung.

Schüsse auf offener Strasse

Das Obergericht befand Walker des versuchten Mordes an seiner damaligen Frau und der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig. Bereits rechtskräftig war die Verurteilung wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz und Gefährdung des Lebens.

Am 12. November 2010 war kurz nach Mitternacht auf offener Strasse mindestens drei Mal auf die heutige Ex-Frau von Walker geschossen worden. Die Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen, aber keine bleibenden, körperlichen Schäden.

Das Obergericht kam im Januar in seinem dritten Urteil in diesem Fall zum Schluss, dass es sich bei der Tat um einen Auftragsmord gehandelt habe. In seinem vorherigen Urteil hatte das Obergericht Walker nach dem Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» vom Mord-Vorwurf freigesprochen. Das Bundesgericht hob diesen Entscheid im April 2017 auf.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hansueli Oswald (DOKU)
    Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Absolut trauriges Bild unserer Justiz. Es braucht in der Schweiz keine Beweise um ein Leben zu vernichten, es reicht was ein Richter denkt. In der Schweiz kann jeder und jede zu jeder Zeit eingesperrt werden, ohne Verfahren (sogar das ist möglich!) eine Existenz vernichtet werden. Die Schweizer Justiz ist eine Justiz eines Schurkenstaates mit unantastbaren Richtern und vielen politisch Verfolgten. Verdingkinder, Pro-Juventute... all das ist typisch Schweiz und keineswegs "Vergangenheit".
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Ein vom Bundesgericht mit formalen Spitzfindigkeiten gedeckter statt gedeckelter Juxtizmord kantonaler Amateure mehr. Hoffentlich bleibt die Rundschau wenigsten an dieser Juxitzaffaere dran....
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