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100 Jahre SP-Frauen
Aus Info 3 vom 14.10.2017.
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100 Jahre SP-Frauen Die Sozialdemokratinnen müssen ihr Profil schärfen

Die SP-Frauen-Partei wird 100 Jahre alt. Sie ist 1917 aus der Arbeiterinnenbewegung heraus entstanden. Die Sozialdemokratinnen haben seither viel erreicht: das Frauenstimmrecht, die Beteiligung der Frauen an der Politik, der Gleichstellungsartikel, um nur ein paar Beispiele aufzuzählen. Die grossen Errungenschaften schärften das feministische Profil der SP-Frauen. Und heute?

In der Öffentlichkeit ist nicht klar ersichtlich, wo die SP-Frauen sich von der Mutterpartei unterscheiden.
Autor: Isabelle StadelmannPolitik-Wissenschaftlerin

Heute sind die SP-Frauen nicht mehr so präsent. In der Öffentlichkeit nehme man sie weniger stark wahr, sagt Politikwissenschaftlerin Isabelle Stadelmann von der Universität Bern. Ihr Stern sei verblasst, weil das klare, eigenständige Profil fehle: «In der Öffentlichkeit ist nicht klar ersichtlich, wo die SP-Frauen sich von der Mutterpartei unterscheiden.» Denn viele Frauenanliegen werden auch von der Gesamtpartei vertreten. Im Nationalrat sind die Frauen in der SP sogar in der Überzahl.

Dass die Frauen nicht mehr so oft gemeinsam für ein Anliegen kämpfen, weiss auch die Co-Präsidentin der SP-Frauen, Natascha Wey. Dennoch werden sie nach wie vor gebraucht: «Den Frauen sind nach wie vor Diskriminierungserfahrungen gemein, und die muss man gemeinsam benennen und weiter kämpfen.»

Lohngerechtigkeit, unbezahlte Pflegearbeit

An der Delegiertenversammlung der SP Schweiz machen die Frauen darum heute Druck mit einem Arbeitsmanifest. «Frauen leisten den Grossteil der unbezahlten Arbeit, sie erleiden den Gender Pay Gap beim Lohn. Die Frauen übernehmen viel von der Pflege- und Sorgearbeit, die nötig ist. Und all das ist im politischen System so im Moment noch nicht abgegolten», sagt Wey.

Frauen leisten den Grossteil der unbezahlten Arbeit, sie erleiden den Gender Pay Gap beim Lohn.
Autor: Natascha WeyCo-Präsidentin SP-Frauen

Themen wie Lohngerechtigkeit beschäftigen zwar viele Frauen in der Schweiz. Doch das sind nicht mehr nur sozialdemokratische Anliegen. Heute befassen sich auch andere Parteien mit Frauenthemen.

Problem heterogene Wählerschaft

Die SP-Frauen müssten also ihr Profil wieder schärfen. Doch das sei schwierig, sagt Politologin Stadelmann, weil die SP-Frauen eine sehr unterschiedliche Wählerschaft vertreten: «Das grosse Problem ist, dass die Frauen eine so heterogene Gruppe darstellen, dass es schwierig ist, das Fraueninteresse zu identifizieren geschweige denn einheitlich zu vertreten. Das ist nicht nur ein Problem der SP-Frauen, sondern auch der SP als Ganzes.»

Heute seien es die Jungsozialisten (Juso), die den aufmüpfigen Part in der SP spielten, so Stadelmann. Früher waren die Rebellinnen in der SP die Frauen.

SP-Delegierte tagen in Olten

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Die SP Schweiz befasst sich an ihrer Delegiertenversammlung von heute in Olten mit der 99-Prozent-Initiative der Juso, einem Konzeptpapier zur Luftverteidigung und einem feministischen Manifest. Dazu wird die Debatte über die Wirtschaftsdemokratie fortgesetzt.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    @egalite : das militär auf das wehrrecht zu reduzieren, heisst, nicht begriffen haben, dass die militarisierung des alltags ein prozess ist, der in zeiten starker polarisierung, zunehmen wird. für nachhaltigen wandel muss die mentale, wie auch materielle aufrüsrung zur sache der zivilgesellschaft gemacht werden und nicht ein paar unverbesserlichen militärköpfen überlassen werden. frauen sind +/- die hälfte einer zivligesellschaft.
  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    @Kunz - Wow, eine der wenigen noch ganz Konsequenten. Aber hoffentlich nicht nur fuer die Galerie. Haben Sie selber von Ihrem Wehrrecht Gebrauch gemacht? Bei den Meisten geht die "Egalite" naemlich so: "Die gleichen Rechte sofort, aber ja nie auch die gleichen Pflichten!"....
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    nein, 'mit dem jöh effekt ist keine politik zu machen'. mit 50-75% frauenanteil auf allen ebenen in allen institutionen, ämtern, regierung-und nicht regierungsstellen schon.
    1. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      In der Institution Armee auch?
    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      @egalite : ohne ausnahme, da ganz besonders.....