Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz 12 Schweizer liessen im Dschihad ihr Leben

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) zählt im laufenden Monat zwei Personen mehr, die im ‹Heiligen Krieg› gestorben sein sollen. Auch die Gesamtzahl der Dschihadreisenden ist laut diesem Rapport gestiegen.

Eine IS-Fahne.
Legende: Drei Schweizer mehr als im Vormonat beteiligen sich laut NDB am ‹Heiligen Krieg›. Reuters

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hat Daten zu Schweizer Dschihad-Reisenden veröffentlicht. Die Gesamtzahl gibt er aktuell mit 66 an. Gegenüber dem Vormonat registriert er vier neue Fälle.

52 von den 66 begaben sich nach Syrien und in den Irak, und 14 sind nach Somalia, Afghanistan und Pakistan gereist. Laut NDB sind einige von den 66 Schweizern indessen zurückgekehrt, andere befänden sich dagegen noch vor Ort.

Zwei Tote mehr

Die Anzahl der Rückkehrer ist laut NDB seit Juni unverändert geblieben. Unter den 10 Fällen seien hier fünf bestätigt worden. Bei den fünf anderen hat entweder die dschihadistische Motivation nicht verifiziert werden können, und/oder ihr Aufenthaltsort konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden.

Mit Blick auf die im Dschihad Getöteten verzeichnet der NDB gegenüber dem Vormonat eine Zunahme um zwei Personen. Zwölf Schweizer sollen im Dschihad gestorben sein, wobei der Tod von sieben bestätigt werden konnte.

Valdet G. und Majid N.

Der Bericht des NDB berücksichtigt nur Personen, die vor ihrer Abreise in den Dschihad in der Schweiz gelebt haben. Insofern ist der Thaiboxer Valdet Gashi, der in Winterthur trainierte aber aus Süddeutschland stammte, nicht unter den 12 Toten. Valdet Gashi hat laut Angaben seines Bruders Ende Juni sein Leben gelassen.Ob Majid N., der Bieler Gymnasiast unter den 12 verstorbenen Dschihadisten mitgezählt ist, lässt sich aus dem Rapport des NDB nicht eruieren.

Schweizer im Dschihad

Schweizer im Dschihad

Warum reisen Schweizer in den Heiligen Krieg? Und warum tun sich die Geheimdienste so schwer damit, dies zu verhindern? Antworten darauf finden Sie in unserem Special.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

46 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Wer die Schweizerischen Integrationsmassnahmen so heftig kritisiert, der möge diese erst einmal mit anderen Staaten vergleichen. Die Schweiz scheut keine Kosten und Mühen, die Integration von Menschen aus aller Herren Länder zu ermöglichen - mit Hilfen aller Art, sei es durch Bildung, durch juristische und praktische Hilfen oder durch finanziellen Beistand wie Sozialhilfe. Trotzdem: Niemand ist perfekt - und schliesslich ist der Mensch (mindestens in der Schweiz) auch eigenverantwortlich...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      "Eigenverantwortung", das ist eben genau das, worüber sich unsre sogenannt moderaten Muslime endlich Gedanken machen sollten. Ihre Forderungen unter dem Deckmantel Religion und das Klammern an all die kulturellen Oberflächlichkeiten (bes.Missachtung der Religionsfreiheit+Gleichstellung (auch optisch), sowie der Import von Halalfleisch usw, wird von der Mehrheit der Bevölkerung als westophob eingestuft und zutiefst abgelehnt. All das ist mE auch Terror u.treibt ihre Jungen in die Fänge Radikaler.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Graber, Rueschlikon
    Mich wunderts, dass die Kommentare, wo Islamisten mit friedlichen Muslimen gleichgesetzt werden, am meisten gemocht werden. Ein Schande ist das!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Mich wunderts nicht. Die Moslems machen sich ihren Ruf selbst kaputt - kein Wunder traut man ihnen nicht mehr. Schauen Sie sich mal das vorgestrige NDR-Special "Ein Sommer im Dschihad" an (--> www.youtube.com/watch?v=rIwQ7unjcL8). Da wurde der Sohn tunesischer Gastarbeiter, selbst Messagetherapeut und SPD-Mitglied, quasi über Nacht radikal und zog nach Syrien, um für den IS zu kämpfen bzw. Selbstmördattentäter zu werden. Inzwischen ist er wieder in D'land und hockt bis zum Prozess im Knast.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von O. Egli, BS
    12 religiös geistig verwirrte Clows haben sich auf die Suche nach dem Paradies begeben und sind nun dort angekommen. Umsorgt von 72 Jungfrauen (oder alten Jungfern) gefüttert mit Milch und Honig. Dank irdischen Medien ist der Weg zum Heldenstatus nicht mehr weit, und viele weitere werden sich auf den Weg machen. Wenn einer in den Krieg ziehen will. Schön. Wer einer im Jenseits landet. Pech gehabt. Allerding ist jeder Buchstabe einer Meldung zu diesem Punkt reine Verschwendung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen