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125 Jahre Schweizerische Depeschenagentur SDA
Aus Tagesschau vom 28.09.2019.
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125 Jahre SDA Der Grundpfeiler der Schweizer Medien feiert Geburtstag

Die Schweizerische Depeschenagentur ist für die Medienlandschaft zentral. Doch auch sie steht unter Druck.

Schnell, präzis, korrekt. Die Anforderungen an Agenturmeldungen – als Grundlage für Medienberichte – gelten seit jeher. Die Informationsflut ist mit den Jahrzehnten jedoch massiv angestiegen. 40 Meldungen pro Stunde produziert die Nachrichtenagentur heute – in drei Landessprachen. Neben Texten liefert sie auch Bilder und Videos. Ihre Bedeutung sei nach wie vor gross, sagt Manuel Puppis, Professor für Mediensysteme und Medienstrukturen an der Universität Freiburg und Mitglied der Eidgenössischen Medienkommission.

«Die SDA kann das abdecken, was viele Medien nicht alleine abdecken können oder nicht mehr alleine abdecken können – auch wegen Sparmassnahmen. Sie hat eine Chronistenrolle aber nicht nur und ist damit für den Schweizer Medienplatz ganz zentral», so Puppis.

SDA-Mikrophon
Legende: Die SDA: Gegründet von Zeitungsverlegern, die nicht länger von ausländischen Agenturen abhängig sein wollen. SRF

Vom Ausland unabhängig sein

Vor 125 Jahren wird die SDA ins Leben gerufen. Gegründet von Zeitungsverlegern, die nicht länger von ausländischen Agenturen abhängig sein wollen. Auf Textmeldungen folgen Radiobulletins. Ihre neutrale Berichterstattung macht die SDA während des Zweiten Weltkriegs über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Im neuen Jahrtausend gerät die Medienbranche zunehmend unter Druck: Werbeeinnahmen brechen weg. Medienhäuser wälzen Sparmassnahmen auf die SDA ab. 2018 fusioniert sie mit der Bildagentur Keystone. Rund 40 von 180 Stellen werden abgebaut. Die SDA-Angestellten streiken.
Medien – gleichzeitig Eigentümer und Kunden der Nachrichtenagentur – dieses Konstrukt sei eine Herausforderung.

«Wie gehe ich mit Eigentümern um, die eigentlich als Kunden immer weniger bezahlen wollen und damit Sparmassnahmen umsetzen in der Organisation drin.», fragt Manuel Puppis. «Das zweite ist, die SDA bekommt unterdessen auch Subventionen vom Bund um einen Leistungsauftrag zu erfüllen. Das heisst aber auch, dass die Leistung nicht immer weiter ausgedünnt werden kann.»

Dem Leistungsauftrag verpflichtet

Allerdings sind für nächstes Jahr weitere Sparmassnahmen geplant.
Mit weniger Mitteln mehr leisten müssen – vor dieser Herausforderung stünden alle Schweizer Medienhäuser, betont Keystone-SDA.
Der radikale Strukturwandel gehe weiter.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich schliesse mich dem Dank verschiedener User an! Sie, meine Damen und Herren von SRG/SRF, leisten sehr gut Arbeit. Gerne schaue, lese, höre ich Ihre Beitrage, seien es Infosendungen, Sport, Musik u.a.
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Auch ich schliesse mich diesem Lob an. Danke
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  • Kommentar von Junior Cruz  (Junior Cruz)
    Danke der SDA für ihre Arbeit, auch die Fusionierung mit der Bildagentur Keystone ist eine gute Sache!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich bin froh um die SDA bzw. SRF. Es ist gut, dass es diese öffentliche Medienstelle gibt. Das gewährleistet ausgewogene Berichterstattung. Hoffentlich bleibt dies so - trotz Sparmassnahmen. Natürlich wird von rechts immer wieder vorgeworfen, die SRF sei links. Aber das ist eine Frage des Standorts: Z. B. bei einem, der die mit der SVP-Elite sympathisiert. Da sind fast alle anderen Parteien links, sogar die FDP. Eine Privatisierung würde eine Ideologisierung im Sinn des Geldgebers bedeuten.
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    1. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Ich schliesse mich ihrer Meinung zum Grossteil an, nur das mit den links/rechts wäre schön, ist aber nicht die Realität.
      Von der Lebenseinstellung her sehen sich Journalisten eher modern und linksintellektuell und das hat Einfluss. Dieser ist deutlich zu sehen und diese Meinungsmache bestimmt die Politik mit. Das wissen die Journalisten auch und nützen ihre Macht aus ihre persönliche Meinung unters Volk zu bringen. Dazu kommt hoher Druck schnell zu berichten und schnell ist oft kurzfristig.
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