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13 Mrd. für neue Strassen Der Bund geht mit Milliarden gegen den Stau vor

Legende: Video Ausbau der Nationalstrassen abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.01.2018.
  • Bis 2030 will der Bundesrat auf dem Nationalstrassennetz Erweiterungsprojekte im Umfang von rund 13,47 Milliarden Franken in Angriff nehmen.
  • Mit dem Ausbauschritt 2019, den er am Mittwoch verabschiedet hat, will er 2,27 Milliarden in verschiedene Strassen-Projekte investieren.

«Die Mobilität wird weiter zunehmen», sagte Bundesrätin Doris Leuthard an der Medienkonferenz. Prognosen zufolge sei bis 2040 ungefähr ein Fünftel des Strassennetzes überlastet. Es brauche deshalb Gegenmassnahmen. «Das wird nicht ohne Investitionen gehen.»

Die grössten Projekte, die jetzt in Angriff genommen werden sollen, sind:

  • die Realisierung des Bypass Luzern und die Erweiterung des Abschnitts Rotsee-Buchrain (LU)
  • die Engpassbeseitigung im Raum Crissier (VD)
  • die Umfahrung Le Locle (NE)

Zu den Vorhaben der nächsten vier Jahre, die der Bundesrat dem Parlament ebenfalls zur Freigabe beantragt, gehört die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels. Der Verpflichtungskredit dafür beläuft sich auf 2,08 Milliarden Franken. Weitere 8,16 Milliarden Franken beantragt der Bundesrat für Betrieb, Unterhalt und Anpassungen des Nationalstrassennetzes.

Zusätzlich zu diesen Projekten beantragt der Bundesrat 1,12 Milliarden Franken beim Parlament, um verschiedene Agglomerationsprojekte zu fördern. Insgesamt sollen damit 32 Projekte unterstützt werden, bei denen es darum geht, Verkehr und Siedlung koordiniert zu planen. Dazu gehören etwa die zweite Etappe der Limmattalbahn zwischen Schlieren und Killwangen, ein Bündel für Fuss- und Veloverkehr der Agglomeration St. Gallen-Bodensee oder die Verlängerung der Tramlinie 9 nach Kleinwabern in der Agglomeration Bern.

Benzinpreiserhöhung kommt 2024

Finanzierungsgrundlage für den angekündigten Ausbau ist der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds. Er sieht auch eine Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags um 4 Rappen vor. Diese Benzinpreiserhöhung kommt nun später als geplant. Neueste Berechnungen zeigen, dass die zusätzlichen Mittel erst 2024 benötigt werden.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    "Für Güter die Bahn" scheint wohl bald ausgedient zu haben. Was ist mit der Verlagerung auf die Schiene, mit den sanierungsbedürftigen Bahnwagen und deren Infrastruktur wie Geleise Stellwerke etc. los???? Ich war heute wieder mal in einem Erstklasswagen, worin die akustische UND die optische Information nicht funktionierte. Kein Schleck für einen Binden oder eine Gehörlose, der/die zufällig allein im Wagen sitzt.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Das sind nun die vorausgesehenen Auswirkungen der Abstimmung für die Strasse. Jetzt wird auf Biegen und Brechen in die heute verstopften Autobahnen investiert, weil immer mehr Automobilisten unsere Strassen bevölkern. Aber gespart wird trotzdem, beim Kleinen, bei den Behinderten. Für sie ist der Bund nicht bereit, die Busstationen in Luzern behindertengerecht zu sanieren (Regionaljournal Zentralschweiz von heute Morgen) Bedenklich, dieses Knausern von Bundesbern.
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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    Kostengünstige Lösung: Der Bund braucht kein Steuergeld in die Hand nehmen, sondern nur per Gesetz jede Firma zwingen, für jeden Job nachzuweisen, warum der Angestellte im Büro sein MUSS. Für Besprechungen gibt es Video, ansonsten kann man sie auf einen (fixen) Tag pro Woche legen. Und: LKW mit Warenlieferungen werden an den Grenzen aufgehalten und müssen nachweisen, dass derselbe Transport NICHT per Bahn zu bewältigen ist. Höhere Kosten und Transportzeiten zählen natürlich nicht als Argument.
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