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2236 Verdachtsfälle untersucht Suva: Auch Ärzte sind unter den Versicherungs-Betrügern

  • Die Suva hat im vergangenen Jahr über 2200 Verdachtsfälle untersucht und dabei ungerechtfertigte Zahlungen von 12.6 Millionen Franken verhindert.
  • Von den rund 222'000 Fällen, bei denen 2020 ein Taggeld ausbezahlt wurde, untersuchte die Suva 2236 Verdachtsfälle, wie sie mitteilt. Das sind knapp ein Viertel mehr als im Vorjahr.
  • Die Anzahl der abgeschlossenen Fälle mit bestätigtem Verdacht sank von 520 auf 478 Fälle. Der durchschnittlich eingesparte Betrag pro Fall betrug 26'360 Franken gegenüber 34'700 Franken 2019.
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Aus dem Archiv: Suva kommt mehr Missbrauchsfällen auf die Spur
Aus 10 vor 10 vom 27.03.2019.
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Der Grund für den Rückgang liege in den erschwerten Rahmenbedingungen durch die Covid-Pandemie, wodurch Abklärungen teilweise schwieriger oder unmöglich waren, heisst es in der Mitteilung. Der Trend zu neuen Betrugsmustern hingegen bleibt bestehen. Noch vor wenigen Jahren dominierte laut Suva vor allem das Bild des klassischen Versicherungsbetrügers. Das heisst, eine Einzelperson bezieht durch falsche oder fehlende Angaben Geldleistungen wie Taggelder oder Renten, die ihr nicht zustehen.

Arzt rechnete täglich mehr als 24 Arbeitsstunden ab

Mittlerweile erfolge der Missbrauch zunehmend vielfältiger, so die Suva. So komme es etwa vereinzelt auch bei Ärztinnen und Ärzten sowie Spitälern vor, dass sie fiktive oder falsche Stunden und Leistungen abrechnen. Die Suva nennt einen Fall von einem Arzt, der täglich mehr als 24 Arbeitsstunden abrechnete und Rechnungen ausstellte, als er in den Ferien war. Das schade nicht nur den Prämienzahlenden, sondern dem ganzen Gesundheitssystem, hiess es. Eine überwiegende Mehrheit rechne jedoch korrekt ab.

Seit der Einführung der Missbrauchsbekämpfung im Jahr 2007 konnten über 194 Millionen Franken an ungerechtfertigten Zahlungen verhindert werden.

SRF4 News, 20.09.2021, 10:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    SUVA Ärzt*innen und andere Gutachter*innen haben bei vielen ihren Berufskolleg*innen einen schlechten Ruf. Um den Versicherungen Geld zu sparen, werden Patient*innen teilweise für gesund/gesünder erklärt, als sie effektiv sind. Aussage Versicherung, die behandelnde Ärzteschaft stehe den Patient*innen zu nahe, seien zu wenig objektiv, spreche aus Erfahrung. Interessanterweise stehen die Gutachter*innen einer Versicherung nie zu nahe, obwohl von ihnen bezahlt und regelmässig Gutachten erstellend.
  • Kommentar von miri koch  (Fujisan)
    Wie viele unrechtmässig ausspioniert, und dafür nicht entschädigt werden würde mich fast mehr wunder nehmen. Wölfe im Schafspelz findet man überall — nachwievor lächerlich, dass deswegen gleich die ganze Herde geschoren wird. Dann noch von irgendwelchen Pseudo-Detektiven. Wer garantiert deren Vertrauenswürdigkeit?
    1. Antwort von Josh Pelli  (jopelli)
      Wir haben vor kurzem abgestimmt und genau das e ermöglicht. Wer hätte nur gedacht, dass Abstimmungen Konsequenzen haben können...
    2. Antwort von Heinz Berger  (wedemeinsch)
      Aha - und jetzt sind die bösen Kontrolleure schuld? Es zeigt mir einfach, dass es nötig ist hinzuschauen. Wer nicht bescheisst, hat nichts zu befürchten. So einfach ist das.
    3. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Frau Miri, gemäss obigem Artikel hat die SUVA von 222'000 Fällen 2'236 untersucht. Rund 200'000 sind somit unbehelligt geblieben. Ist das für sie die ganze Herde?

      Aus eigener Erfahrung kann ich ihnen versichern, es sind immer nur relativ wenig Einzelfälle die auf begründeten Verdacht hin näher abgeklärt werden und es ist erschreckend, dass in diesen wenigen Fällen viel Betrug aufgedeckt worden ist.

      Das sollte auch ihnen zu denken geben.
  • Kommentar von Jonny Berger  (Landkind)
    @SRF: Im folgenden Satz hat sich wohl ein Fehlr eingeschlichen: "Der durchschnittlich eingesparte Betrag pro Fall betrug 26'360 Franken gegenüber 34'7000 Franken 2019. "

    Statt 34'7000 Franken, müsste es wahrscheinlich 34'700 Franken heissen.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Jonny Berger Besten Dank für den Hinweis. Wir checken die Zahlen noch ab.