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Legende: Audio Inländervorrang: Erfolgreiche Bilanz der Stellenmeldepflicht abspielen. Laufzeit 02:55 Minuten.
02:55 min, aus Rendez-vous vom 08.01.2019.
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6 Monate Stellenmeldepflicht Einführung erfolgreich – Wirkung ungewiss

  • Seit einem halben Jahr gilt in der Schweiz ein Inländervorrang. Das heisst, Branchen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit sollen zuerst inländische Arbeitslose anstellen.
  • Erst nach einer Frist von fünf Tagen dürfen die Stellen dann öffentlich ausgeschrieben werden.
  • Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hat erstmals eine ausführlichere Bilanz zu dieser Stellenmeldepflicht gezogen.

Die Prozesse seien etabliert, die Arbeitgebenden würden die offenen Stellen melden, sagt der Leiter der Direktion Arbeit beim Seco, Boris Zürcher.

Doch – ob dadurch inländische Arbeitssuchende tatsächlich einen Vorsprung erhalten, wie dies die Zuwanderungsinitiative wollte, sei ungewiss.

Es gebe verschiedene Ziele, die mit der Stellenmeldepflicht erreicht werden könnten, so Zürcher. Aber bundesintern sei man sich uneinig, welche Ziele verfolgt werden sollten.

Arbeitgeber in der Pflicht

Für Travail.Suisse ist aber klar, dass insbesondere die Wirkung der Stellenmeldepflicht interessant sein wird. So sind die Arbeitgeber in der Pflicht, nicht nur ihre offenen Stellen den RAV zu melden, sondern dann auch tatsächlich aus den arbeitslosen Personen zu rekrutieren.

Travail.Suisse ist nach wie vor überzeugt, dass die Stellenmeldepflicht ein geeignetes Instrument zur Stärkung der öffentlichen Arbeitsvermittlung darstellt, welches die Chancen von bisher auf dem Arbeitsmarkt diskriminierten Gruppen erhöht.

Gefordert wird im Verlauf dieses Jahres eine vertiefte Analyse der Effekte und Wirkungen der Stellenmeldepflicht und eine seriöse Prüfung von weiteren Massnahmen zur Verbesserung der Situation der älteren Arbeitslosen.

Einschätzung von Wirtschaftsredaktor Lorenzo Bonati:

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hält sich bedeckt, was die Wirksamkeit der Stellenmeldepflicht anbelangt. Zwar hat die Zahl der gemeldeten Stellen stark zugenommen. Doch wie viele Arbeitslose dank der neuen Verordnung tatsächlich angestellt worden sind, bleibt auch ein halbes Jahr nach der Einführung unklar. Auch die erhoffte dämpfende Wirkung der Stellenmeldepflicht auf die Einwanderung lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegen. Bis das Seco gesicherte Daten dazu veröffentlicht, dürften also die hitzigen Diskussionen um Sinn und Unsinn der Stellenmeldepflicht weitergehen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger (Adi B.)
    Diese Meldepflicht ist ein kaum wirksames Bürokratiemonster zur Beruhigung der Stimmbürger. Travailsuisse ist genau so überflüssig wie die Meldepflicht.
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  • Kommentar von L. Leuenberger (L.L.)
    Die Nichtumsetzung der MEI seitens des CH-Parlaments führte zum Inländervorrang Light, der eine Stellenmeldepflicht für Branchen über 8% Arbeitslosigkeit erfordert, aber damit hat es sich. Die Arbeitgeber dürfen trotzdem den vom RAV vorgeschlagenen Arbeitslosen nicht berücksichtigen und ohne weiter auf dem CH-Markt die Arbeitskraft zu suchen, jeden beliebigen Einwanderer direkt aus der EU rekrutieren. Es besteht keine Kontrolle, es findet nur eine Augenwischerei seitens Medien und Politik statt.
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    1. Antwort von Pascal Ringenbach (stuhlflechter)
      Wäre ja noch schöner, wenn man als Arbeitgeber jeden x-beliebigen vom RAV geschickten Kandidaten einfach so einstellen müsste.
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    2. Antwort von L. Leuenberger (L.L.)
      Darum gibt es nur eine Lösung: PFZ muss weg.
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  • Kommentar von L. Leuenberger (L.L.)
    Die Arbeitgeber sollten in der Pflicht stehen, nicht nur offenen Stellen dem RAV zu melden, sondern dann auch tatsächlich aus den arbeitslosen Personen zu rekrutieren. Wie hoch ist überhaupt die Erfolgsquote von Anstellungen, da die Arbeitgeber keinesfalls verpflichtet sind den vom RAV vorgeschlagene Arbeitslosen zu nehmen.Ohne eine Erklärung abgeben zu müssen, dürfen die Arbeitgeber einen Bewerber aus der EU anstellen.Es besteht keine Kontrolle, noch hören wir,wieviel Personen bevorzugt wurden.
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    1. Antwort von Pascal Ringenbach (stuhlflechter)
      Bei allem Respekt, ich als Arbeitgeber entscheide immer noch selber welche Kandidaten ich einstelle. Schliesslich zahle ich, bzw. unsere Kunden, den Lohn. Dieser ist, wie fast alles in der Schweiz geregelt. Es gibt also einen Mindestlohn. Ich kann einen EU-Bewerber nicht legal anstellen wenn dieser unterschritten wird. Illegal kann ich dies schon machen, aber wie gesagt ist dies strafbar!
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    2. Antwort von L. Leuenberger (L.L.)
      Bei allem Respekt.Das Volk hat entschieden die Einwanderung selber zu steuern und für die Arbeitsstellen in der CH zuerst die Stellensuchenden in der CH zu berücksichtigen.Wenn alle Arbeitgeber, so wie Sie, immer selber entscheiden wollen,ob sie den CHer oder jemanden aus der EU in die CH holen, dann sollen sie bitte auch die Kosten bei eventueller Entlassung oder persönlichen Kündigung tragen, statt RAV zu füllen. Auch sollten diese Arbeitgeber die Krankenkosten für etwa 5 Jahren tragen. Voila.
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    3. Antwort von Pascal Ringenbach (stuhlflechter)
      Lieber Herr Leuenberger, wenn Sie wie wir in der Gastronomie arbeiten und eine Stelle frei haben nehmen Sie liebend gerne einen ausgebildeten und motivierten Schweizer. Der dann arbeiten will wenn Herr und Frau Schweizer ins Restaurant kommen (Abends, Sa/So). Vorrausgesetzt sie finden einen. Und glauben Sie mir, das ist schwierig! Sehr schwierig!
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