Zum Inhalt springen

Header

Audio
Linke Städte: Das Phänomen trifft unterdessen auch mittelgrosse Städte, wie Aarau oder Baden
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 20.10.2020.
abspielen. Laufzeit 05:24 Minuten.
Inhalt

Aargauer Wahlen 2020 Auch kleinere Städte werden immer linker

Zürich kennt es, Bern auch: Stadtregierungen sind links. Unterdessen gilt das Phänomen aber auch in kleineren Städten.

Die grüne Welle hat den Aargau überrollt. Grüne und Grünliberale gewinnen Sitze – 10 insgesamt. Die Grünen gewinnen auf Kosten der SP, die in einigen Fragen ebenfalls eher links positionierten Grünliberalen aber holen sich Sitze bei FDP und SVP.

Eine «grüne Welle», das klingt nach vorübergehendem Phänomen. Sind die Stimmgewinne der Grünen und Grünliberalen und die Verluste von FDP und SVP also nur Zeitgeist oder doch mehr?

Eine Analyse der Wahlresultate der letzten Jahre zeigt, dass besonders in den Städten die rechtsbürgerlichen Parteien bei den Aargauer Parlamentswahlen deutlich verloren haben. Dabei spielt auch die Grösse der Stadt keine Rolle. Die Analyse von SRF zeigt, dass auch die kleineren Städte Richtung Links tendieren.

Genau den gegenteiligen Trend zeigt sich für FDP und SVP. Die beiden bürgerlichen Parteien haben bei den letzten zwei Wahlen jeweils deutlich verloren. Es ist für sie offensichtlich immer schwieriger Wähler zu finden. In der Stadt Baden ist für die grössten bürgerlichen Parteien seit 2016 der Wähleranteil um ganze acht Prozentpunkte geschrumpft. Aber auch in kleineren Städten wie Brugg und Lenzburg geht es bergab.

Auch in den Agglomerationen ist Links-Grün tendenziell auf dem Vormarsch, wenn auch nicht überall gleich. In Suhr bei Aarau etwa haben SP/Grüne zu FDP/SVP aufgeschlossen. Vor acht Jahren lagen die beiden Lager noch 16 Prozentpunkte auseinander. Hier gab es also einen Linksrutsch. Auch in anderen Agglo-Gemeinden gewannen die Linken in den vergangenen Jahren Wähleranteile dazu.

Den rechtsbürgerlichen Parteien bleiben damit vor allem noch die ländlichen Gemeinden. In diesen haben sie häufig immer noch die Hausmacht. So wählen etwa in Holderbank AG am vergangenen Wochenende noch sieben von zehn Stimmbürgern SVP oder FDP.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

48 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Louis Stucki  (Louis Stucki)
    Das ist eine erfreuliche Tendenz, wenn sie denn wirklich stimmt, denn bürgerliche Politiker haben noch nie sinnvolle Lösungen für soziale Probleme geschaffen, sie lehnen einfach die linken Lösungsvorschläge ab, wollen jedoch möglichst wenig Unterstützung anbieten, dass sich Personen aus der Sozialhilfe oder von der IV befreien können, wenn diese nicht selbst dazu in der Lage sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Gustav Gugger  (Gustav Gugger)
      Wir haben zum Glück eine Konsensdemokratie. Die Linken schlagen Lösungen für soziale Probleme vor, und die Bürgerlichen sorgen dafür, dass eine florierende Wirtschaft das bezahlen kann. Nur so ist ein Sozialstaat möglich. Es braucht beide Seiten, und das funktioniert in der Schweiz nicht schlecht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gustav Gugger  (Gustav Gugger)
    Wieso wählen Städter Grün? 1. Teil:
    1. Sie leben in ihren Wohnungen in einer virtuellen Welt (Internet, Home Office), sie haben Sehnsucht nach der grünen Natur, dürfen aber nicht mehr raus (Lockdown).
    2. Es wird ihnen andauernd eingeredet, sie schadeten durch ihre Lebensweise der Natur, sie wählen Grün aus schlechtem Gewissen.
    3. Sie sind gegen Technik (z.B. 5G) obschon sie als Städter voll davon profitieren. Neue Stauseen sind nicht wegen eines seltenen Blümchens nicht mehr möglich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gustav Gugger  (Gustav Gugger)
    Wieso wählen Städter Grün? 2. Teil:
    4. Sie verkennen, dass sich die Natur stets veränderten Bedingungen anpasst und möchten sie so erhalten wie sie ist.
    5. Städter sind verwöhnt und kennen die bedrohlichen Seiten der Natur höchstens aus den Nachrichten: Unwetter, Stürme, Schnee und Eis, Hitze, Trockenheit, überbordendes Wachstum der Wälder, Krankheiten. Wenn wie jetzt plötzlich ein potentiell tödliches Virus auftaucht, reagiert man panisch und behauptet, es stamme aus einem Gentechlabor.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen