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Schweiz «Aberkennung des Titels wäre schlimm für mich»

Doris Fiala soll bei ihrer Master-Abschlussarbeit geschummelt haben. Diesem Vorwurf ist die Zürcher FDP-Nationalrätin seit einer Woche ausgesetzt. Eine Situation, die ihr zu schaffen macht.

Legende: Video Gast: Doris Fiala abspielen. Laufzeit 27:09 Minuten.
Aus Schawinski vom 06.05.2013.

Ausgerechnet einen Tag, nachdem Doris Fiala als mögliche Zürcher Stadtratskandidatin 2014 vorgestellt wird, passiert das: Die Nationalrätin soll in der Abschlussarbeit eines ETH-Weiterbildungslehrgangs Quellen nicht sauber angegeben haben. Formale Fehler sind möglich, gibt sie zu. Auch in der Sendung «Schawinski». «Ich habe mein Bestes gegeben. Doch wenn irgendwelche Mängel an der Arbeit bestehen sollten, dann bin ich die erste, die sich darüber aufregt.»

Derzeit geht die ETH den Vorwürfen nach, prüft die Arbeit inhaltlich und ob Fiala die formalen Vorgaben eingehalten hat. Sollte die ETH zum Schluss kommen, dass der Politikerin der Titel aberkannt werden muss? «Das wäre das Worse-Case-Szenario. Aber ich würde es überleben. Denn ich weiss, wissentlich nichts falsch gemacht zu haben.»

Aufgebracht wurden die Vorwürfe von einem Informatikmitarbeiter
der ETH. Fiala weiss, dass er ein ehemaliges SVP-Mitglied ist, das offenbar für einen Sitz in einer regionalen Schulpflege kandidieren wollte. Einen politischen Antrieb hinter der Affäre sieht sie jedoch nicht.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Der Untergang der FDP ist ein sehr gemächlicher Prozess, aber richtig nach all dem liberalem Chaos was die Leute in und um diese Partei organisiert haben. Zur Errinnerung: Swissair, unser BVG bei dem die Kassenbesitzer den Rahm abschöpfen und das Volk sanieren kann - schön doof, usw usw. Der Unterschied zwischen dem alten Rom und der FDP ist, das alte Rom hat den Untergang schon hintersich :-)
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Aaaaha! Schon wieder ein "sündiger" Mensch aus dem Nicht-SVP-Lager! Aber diese angebliche Schummele der Doris Fiala von der FDP wird in den Medien bestimmt ebenso wenig hohe Wellen werfen, wie bei der restlichen Nicht-SVP Täterschaft
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Fiala wirft weniger hohe Wellen als z. B. der Mörgeli, weil sie sich objektiv mit den Anschuldigungen auseinandersetzt und nicht auf andere pol. Gruppierungen "linke" loswettert und die Schuld andern in die Schuhe schiebt.
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  • Kommentar von O. Steiger, Schweiz
    Mir fällt auf, wie vor allem von bürgerlicher Seite her sofort die ideologische Keule in die Hand genommen wird. Ob Frau Fiala bürgerlich ist oder nicht, sie muss sich den Spielregeln unserer Gesellschaft stellen. Dazu gehören auch gewisse Standards im Bildungswesen. Es ist bezeichnend , dass sie mit ihrem selbstmitleidigen, weinerlichen Ton versucht, die gutgläubige, ach so arglose Person zu spielen. Nach demselben Muster verfuhr sie schon beim AIDS-Hilfe Skandal.
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