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Schweiz Abgestürzter Armeehelikopter flog in Stromleitung

Der Absturz des Armeehelikopters nahe dem Gotthard-Hospiz ist auf die Kollision mit einer Stromleitung zurückzuführen. Das bestätigt die Militärjustiz. Die Unfallermittler klären nun ab, ob mit der Leitung alles in Ordnung war.

Legende: Video Stromleitungen: Grosse Gefahr für Helikopter abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.09.2016.

Die beiden Piloten des Super-Pumas der Armee haben am vergangenen Mittwoch am Gotthardpass eine Stromleitung übersehen. Deshalb stürzte ihr Helikopter ab.

Mit Leitung kollidiert

«Nach heutigem Stand der Untersuchung war die Kollision mit dem Kabel ursächlich für den Absturz», bestätigte der Sprecher der Militärjustiz, Tobias Kühne, einen Bericht des «SonntagsBlicks».

Zwei Unfallermittler in weissen Anzügen bergen einen Teil des Helikopterfahrgestells, das an einem Kran hängt
Legende: Erst die Untersuchung wird zeigen, wieso die beiden Piloten in die Stromleitung flogen. Keystone

Diese Vermutung hatte Armeechef André Blattmann schon am Tag des Absturzes gegenüber SRF geäussert. Nun ist sie zur Gewissheit geworden.

Die Theses, erst der Absturz des Helikopters habe die Stromleitung heruntergerissen, hat sich damit nicht bestätigt. Die Armee hatte in der noch laufenden Untersuchung bereits bekannt gegeben, es gebe «keine Hinweise auf einen technischen Defekt» als Absturzursache. Damit dürfte ein Pilotenfehler der Grund sein.

Auch Leitung wird untersucht

Warum die beiden Piloten mit der Stromleitung kollidierten, ist weiterhin nicht klar. Es wird laut Kühne nun auch abgeklärt, ob mit der Leitung alles in Ordnung war.

Die Stromleitung, die zum Absturz führte, ist offiziell kein Hindernis für die Fliegerei. Als solche gelten erst Leitungen, die höher als 25 Meter über Boden hängen. Nur diese müssen zwingend auf den Hinderniskarten für die Luftfahrt eingezeichnet sein.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Kabel muessen entweder weniger als 25 m ueber Boden verlaufen oder dann gemeldet und markiert sein. Wenn ein Armeeheli abstuerzt ist es entweder ein krasser Pilotenfehler oder die Toten sind (einmal mehr) Opfer der Hochrisikokultur des Aerars schon im tiefsten Frieden statt fruehestens bei akuter Kriegsgefahr geworden. Die Kreten-, Lawinen- und Gewaltmarschopfer (mit dem doppelten der fuer Kriegsgefangene zulaessigen Nutzlast), samt der ganz oder fast ganz beguenstigten Befehlskette lassen grues
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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    "Ob mit der Leitung alles in Ordnung war"? Wenn es nicht so tragisch wäre, müsste ich laut herauslachen. Soll die Leitung etwa nach oben gehangen haben? Denn unter einer Leitung duchzufliegen ist streng verboten. Wenn also die Leitung mehr durchhing als normal, hätte der Heli weniger nicht mehr Risiko gehabt. Und wenn man einen Kavalierstart dem Boden entlang und unter der Leitung durch versuchte, wäre das kriminell blöd.
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  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard (Kuli)
    usw. es hat sich gelohnt, wurde von keinem Boot überfahren. Es gibt ein Zitat zu dieser Gilde: Es gibt keine guten und oder schlechte Taucher sondern ausschliesslich nur alte Taucher !
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