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Wie lief es ab? Polizeisprecher zieht Bilanz
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 12.05.2021.
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Abgestürztes Flugzeug So aufwändig ist eine Flugzeug-Bergung im Bodensee

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Fachleute haben in einer aufwändigen Aktion ein Kleinflugzeug aus dem See geholt.

Seit Februar steckt ein Flugzeug im Seegrund des Bodensees in einer Tiefe von 83 Meter fest; die Flugzeugnase tief in den Schlick gebohrt. Am Mittwochmittag ist es gelungen, das Flugzeug aus dem Wasser zu hieven. Ein erster Versuch musste Ende Februar abgebrochen werden.

Der Absturz

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Am 18. Februar stürzte die Piper im Landeanflug auf den Flughafen St. Gallen-Altenrhein in den Bodensee. Der 70-jährige Pilot wurde später von den Rettungskräften, auf der Wasseroberfläche treibend, gefunden. Er hielt sich an einem abgebrochenen Rad des Hauptfahrwerks fest. Er blieb beim Unfall unverletzt.

Mehr als 100 Rettungskräfte standen an diesem Tag im Einsatz. Die Gründe für den Absturz sind noch unklar. Die Untersuchung führt die Bundesanwaltschaft mit Unterstützung des Fedpol. Parallel dazu führt die Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST eine Sicherheitsuntersuchung durch.

Die Aktion vom Mittwoch fand rund 300 Meter vom Ufer entfernt statt. Seit dem Vormittag lag das Bergungsschiff – eine Autofähre mit Kran – vor Ort. Um 13 Uhr wurde es ernst: nach langen Vorbereitungen straffte sich das Lastseil.

30 m5 m tief83 Meter tiefQuelle: Kantonspolizei St. Gallen, 12.05.211. Ein an einer Boie befestigtes Seil wurde am Flugzeug angebracht. 2. Ein Kran hob das Flugzeug bis auf 30 Meter hoch.Mit einem zweiten Seil wurde das Flugzeug weiter angehoben.Um das Flugzeug in die Waagerechte zu bringen, wurden Traggurte angelegt. Schlussendlich konnte es aus dem Wasser gezogen werden.1.2.3.4.

Es dauerte dann nochmals knapp zwanzig Minuten, bis zuerst das Heckteil und dann ein Teil des rot-weissen Rumpfs aus dem See auftauchten. Nochmals stiegen Taucher ins Wasser und brachten weitere Befestigungen an. Ein zweiter Kran war nun im Einsatz. Langsam aber stetig wurde danach das ganze Flugzeug an die Luft gehoben.

Das nächste Ziel ist der Hafen von Rorschach. Dort wird die Piper zerlegt und auf einen Lastwagen umgeladen. Danach geht die Reise zum Flughafen Payerne, wo die Unfallursache weiter abgeklärt wird.

Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Emil Bonderer  (Emil)
    Interessant die überaus fachmännischen Kommentare, einmal mehr, bitte sich informieren, Kopf einschalten, bevor man in die Tasten haut, bin Segelflieger.
    E.Bonderer
  • Kommentar von Regula Schnetzer  (Gwundernase)
    Ziemlich unverschämt, die Bezeichnung des Piloten. Jede:r Pilot:in hat jährlich x Stunden Flug-Training zu absolvieren inkl. ärztliche Kontrollen, sonst ist der Flug-Schein weg. Und der Pilot hat ganz bestimmt die Piper mit voller Absicht in den See gesteuert. Drum muss das Flugzeug zur Untersuchung der Absturzursache nach Payerne verfrachtet werden....
  • Kommentar von Clemens Lüthi  (Clemens Lüthi)
    Hoffentlich muss der Senilissimus, der das Flugzeug ins Wasser steuerte und von einem Fischer gerettet wurde, die gesamte Zeche übernehmen.
    1. Antwort von Michael Seiler  (MSeiler)
      Wir sollten froh sein dass der Pilot, schlechte Sicht verhinderte den Anflug auf die Landebahn, nicht ein Wohnhaus traf und unverletzt blieb.
      Ob er senil war und was er zu berappen hat werden wohl seine Versicherung und die Zuständigen entscheiden.