- Der Kanton Genf behält sein Steuersystem bei. Die Genfer Stimmbevölkerung lehnt sowohl die SVP-Initiative «J’y vis, j’y paie» als auch einen entsprechenden Gegenvorschlag ab.
- Zustimmung fand der Gegenvorschlag zu einer Initiative für die Förderung der Solarenergie.
- Auch die drei Verfassungsänderungen kommen durch.
Steuerpflicht am Wohnort
Kanton Genf: Volksinitiative «Hier lebe ich, hier zahle ich!»
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JA
15'768 Stimmen
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NEIN
61'955 Stimmen
Gegenvorschlag
Kanton Genf: Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Hier lebe ich, hier zahle ich!» samt Finanzausgleich
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JA
36'794 Stimmen
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NEIN
39'929 Stimmen
Mit einem Ja zur SVP-Initiative oder zum Gegenvorschlag hätten die Genferinnen und Genfer eine Besonderheit in ihrem Steuersystem abgeschafft. Die Bürgerinnen und Bürger zahlen den grösseren Teil der Steuern am Arbeitsort, den kleineren am Wohnort. Dies wollten die Initiative und der Gegenvorschlag ändern.
79.7 Prozent der Stimmenden lehnten die Initiative ab, wie die Staatskanzlei mitteilte. Der Gegenvorschlag wurde mit 52 Prozent deutlich knapper verworfen. Die Stimmbeteiligung betrug 28.2 Prozent.
Das Genfer Volk will hingegen die Installation von Solaranlagen im Kanton beschleunigen. Mit 84.3 Prozent hat es einen Gegenvorschlag angenommen, der vorsieht, dass Neubauten und grössere Renovierungen mit Solaranlagen ausgestattet werden müssen. Die Initiative der Grünliberalen wurde mit 57.7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.
Gegenvorschlag
Kanton Genf: Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für einen schnellen Umstieg auf Solarenergie»
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JA
65'253 Stimmen
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NEIN
12'163 Stimmen
Stärkung der Aufsicht über die Justiz
Kanton Genf: Verfassungsänderung (Stärkung der Aufsicht über die Justiz)
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JA
65'790 Stimmen
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NEIN
8'532 Stimmen