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Abzocker-Initiative Vasella: Erst Rücktritt, dann Drohung

Nach Daniel Vasellas Rücktritt bei Novartis lässt sein Timing aufhorchen – anderthalb Monate, bevor über die Abzocker-Initiative abgestimmt wird. Er warnt, bei Annahme der Initiative drohe eine Katastrophe für die Schweiz.

Zufall oder knappes Timing: Sechs Wochen vor der Abstimmung über die Abzocker-Initiative verlässt Novartis' CEO seinen Posten. Daniel Vasella gibt seinen Job als Verwaltungsrats-Präsident auf.

Thomas Minder, Vater der Abzocker-Initiative, ist über den Rücktritt nicht unglücklich. Für Minder ist Vasella der Inbegriff eines Abzockers. Dies erklärte er gegenüber der Tagesschau.

«Wirtschaft droht immer»

Vasella seinerseits ärgert sich sehr über Minders Initiative – mehr noch, wie er in seiner ersten persönlichen Stellungnahme zu diesem Thema sagt: «Ein Ja wäre ein Gau.» Für ihn ist die Abzocker-Vorlage gefährlich. Er sagte, bei Novartis diskutiere man gar die Option eines Wegzugs aus der Schweiz, falls die neuen Vorschriften in Kraft träten.

Minder reagiert darauf gelassen: Die Initiative sei schon seit Jahren Thema. In der Zeit seien mehrere Grossfirmen in die Schweiz gezogen, wissend, dass die Initiative vors Volk kommen könnte. Die Wirtschaft drohe immer bei solchen Vorlagen.

Legende: Video Vasella kritisiert Minder – dieser reagiert. abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.01.2013.

«Goldener Fallschirm» geöffnet

Vasella werden auch nach seinem Rücktritt Millionen von Novartis überwiesen. Dies als Ausgleich dafür, dass er fünf Jahre nicht zur Konkurrenz wechseln darf, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Die genaue Höhe der Summe sei geheim.

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60 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Genau dieser Vasella ist einer der grössten Abzocker in unserem Land. Soll er doch gehen. In jedem anderen Land zahlt er und Seinsgleichen dreimal mehr Steuer als hier. Ich hasse Menschen, welche Drohungen aussprechen. Ich stimme auf jeden Fall der Minder Initiatve zu, denn es zeigt sich jeden Tag, dass es viel mehr Abzocker gibt als ich angenommen habe.
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  • Kommentar von Albert Weber, Basel
    Die billige Drohung, die Schweiz eventuell zu verlassen, beweist doch, dass den Abzockern nicht das Wohl der Angestellten und der Schweiz am nächsten liegt, sondern einzig und allein die grosse Kohle.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Schwierig das vorauszusagen. Es könnte schon eintreffen, dass viele Firmen dann ihren Hauptsitz aus der Insel Schweiz abziehen werden. Garantiert ist diese aber genau so wenig, wie die Tatsache, dass WIR dann mehr Lohne erhalten würden! Somit ist mir diese Abstimmung ehrlich gesagt Wurst. Denn warum soll ich jemandem einen reinbremsen, selber aber nachher mit einer genau so leeren Lohntüte dastehen und evtl. sogar einen Job im Ausland suchen müssen? Neid und Missgunst haben noch nie was gebr...
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    1. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      Ihr Kommentar entspricht Hoffnung dieser Herren der Welt, Gaukler und Krawattenheinis, dass wir, DAS GEMEINE VOLK so argumentieren täten+somit die INITIATIVE BACHAB SCHICKTEN. Erpressung wird nicht aufgehen, weil wir bei einer jährlichen Zuwanderung von 10T von Leuten, Entlassungen auffangen können + alle Stimmbürger über ihre Pensionskassenportfolios VOM DIEBSTAHL DIREKT BETROFFEN SIND. Abgesehen davon wurde Gewinn durch Mitarbeiter erwirtschaftet+ nicht durch einzelne Personen.
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