Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Abstimmungen im Kanton Genf Anwohner erhalten mehr Mitsprache bei der Flughafenpolitik

Die Genferinnen und Genfer sagen klar Ja zur Flughafen- sowie zur Pestizid-Initiative.

Die Genfer wollen die Entwicklung des zweitgrössten Flughafens der Schweiz künftig demokratisch steuern. Sie haben Ja gesagt zu einer entsprechenden Verfassungsinitiative.

Flughafeninitiative

Kanton Genf: ««Für eine demokratische Steuerung des Flughafens Genf»»

  • JA

    56.3%

    53'793 Stimmen

  • NEIN

    43.7%

    41'809 Stimmen

Gegenvorschlag zur Flughafeninitiative

Kanton Genf: Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für eine demokratische Steuerung des Flughafens Genf»

  • JA

    45.8%

    42'374 Stimmen

  • NEIN

    54.2%

    50'054 Stimmen

Das Volksbegehren verlangt, dass der Staat bei der Luftverkehrspolitik die wirtschaftlichen Interessen, die Umwelt und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner gleichberechtigt berücksichtigt.

Die Kontrolle soll durch den Grossen Rat erfolgen. Dieser soll regelmässig einen Bericht der Flughafendirektion erhalten, der über die mittel- und langfristigen Ziele Auskunft gibt. Das Kantonsparlament und damit das Volk sollen so eine Mitsprache bekommen.

Gegenvorschlag bachab geschickt

Für die Initianten wirft die Entwicklung des Flughafens aufgrund von Luftverschmutzung und Fluglärm gesundheitliche Probleme auf. Sie unterstrichen, dass sich die Zahl der Passagiere am Flughafen Genf innerhalb von 15 Jahren verdoppelt habe und im Jahr 2030 jährlich 25 Millionen Reisende anvisiert würden.

Video
Aus dem Archiv: Flughafen Genf Cointrin
Aus Schweiz aktuell vom 31.01.2007.
abspielen

Der Gegenvorschlag der rechten Mehrheit des Kantonsparlaments wurde abgelehnt. Wirtschaftskreise hatten die Initiative vehement bekämpft. Sie befürchteten, dass ein solches «Korsett» der Wirtschaft und dem internationalen Genf massiv schaden würde.

Ja zu Pestizid-Initiative

Das Genfer Stimmvolk stimmte über weitere Vorlagen ab. Dabei ging es unter anderem um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und um Tierversuche. Mit deutlicher Mehrheit haben die Genfer eine Verfassungsinitiative angenommen, welche die Verwendung von Pestiziden im Kanton stark eingeschränkt.

Limitierung von Pflanzenschutzmitteln

Kanton Genf: Verfassungsartikel für eine drastische Limitierung von Pflanzenschutzmitteln

  • JA

    89.4%

    84'921 Stimmen

  • NEIN

    10.6%

    10'056 Stimmen

Volksinitiative «Für eine bessere Kontrolle von Tierversuchen»

Kanton Genf: «Für eine bessere Kontrolle von Tierversuchen»

  • JA

    35.6%

    32'994 Stimmen

  • NEIN

    64.4%

    59'728 Stimmen

Ein Volksbegehren, das den Tierschutzorganisationen mehr Mitsprache bei der Bewilligung von Tierversuchen einräumt, scheiterte hingegen an der Urne.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Der überragende Erfolg der anti- Pestizid-Initiative ist zwar ok, stellt aber den Behörden nicht ein gutes Zeugnis aus. Eine Behörde die ein wenig volksnah politisieren würde, hätte längst merken können, dass eine entsprechende politische Massnahme mehrheitsfähig wäre. Aber sie hat offenbar nichts gemerkt und nichts getan.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Herr Reuteler, Ihr Post enthält eine für mich eine überraschende Argumentationsweise. Behörden haben m. E. nicht zu politisieren, das gehört in die Legislative, die Exekutive hat mit dem ihr unterstellten Apparat, allg. Behörde genannt, umzusetzen, was in der Legislative bzw. von einer Mehrheit des Stimmvolks beschlossen wurde. Beispielsweise Gift- oder Lärmgrenzwerte je nach politisch aktueller Situation rauf- oder runterschrauben, das kann’s ja wohl nicht sein!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen