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Abstimmungen im Sensebezirk FR Bevölkerung sagt Nein zum neuen Hallenbad in Plaffeien

Für gut 27 Millionen Franken hätte in Plaffeien im Freiburger Sensebezirk ein neues Schwimmbad gebaut werden sollen. Doch die Bevölkerung lehnt das Projekt ab.

In Plaffeien FR wird kein neues Hallenbad gebaut. Das Projekt für 27.3 Millionen Franken ist in der Volksabstimmung gescheitert. Zwar fand das Projekt in acht der 15 Gemeinden eine Mehrheit. Doch die Bevölkerung des Bezirks sagt mit insgesamt 60.7 Prozent Nein zum Projekt. Für ein Ja wäre eine doppelte Mehrheit nötig gewesen – das heisst: eine Mehrheit der Abstimmenden im ganzen Bezirk sowie eine Mehrheit der 15 Gemeinden.

Von den gut 27 Millionen Franken sollten alle Sensler Gemeinden zusammen 15.8 Millionen Franken übernehmen. Die Gemeinde Plaffeien und der Kanton hätten den Rest gezahlt. Doch offenbar sahen viele Gemeinden den Sinn dieses Bades nicht: Der Blick auf die Resultate zeigt, dass die Gemeinden im Unterland, die weiter weg sind vom geplanten Standort, das Projekt ablehnten, während das Oberland in der Nähe von Plaffeien Ja sagte.

Dieses Nein gilt es zu akzeptieren – zumal das Resultat nicht knapp war.
Autor: Bruno Boschung Befürworter, ehemaliger Mitte-Grossrat

Der ehemalige Mitte-Grossrat Bruno Boschung, der sich im Abstimmungskampf für das neue Bad eingesetzt hatte, ist enttäuscht: «Aber es gilt dieses Nein zu akzeptieren – zumal das Resultat nicht knapp war», sagt er gegenüber SRF. Nun müssten viele Sensler Schülerinnen und Schüler weiterhin in andere Bezirke ausweichen für den Schwimmunterricht.

Mit diesem Abstimmungsresultat dürfte das Projekt vom Tisch sein. Der Mehrzeweckverband des Sensebezirks, der das Bad bauen wollte, hatte vor der Abstimmung bereits angekündigt, dass er das Projekt bei einer Ablehnung nicht weiterverfolgen wolle. Bei der Finanzierung fehlen die 15.8 Millionen Franken der Gemeinden. «Es ist unwahrscheinlich, dass nun private Investoren diesen Betrag übernehmen», so die Einschätzung von Bruno Boschung.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 14.6.2026, 12:03 Uhr ; 

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