Darum geht es: In Plaffeien im Sense-Oberland soll ein neues Hallenbad gebaut werden. Das ganze Projekt kostet 27.3 Millionen Franken. Davon sollen alle Sensler Gemeinden zusammen 15.8 Millionen Franken übernehmen. Der Kanton subventioniert das Bad mit sechs Millionen Franken, den Rest bezahlt die Gemeinde Plaffeien. Am 14. Juni stimmen die Gemeinden über das Projekt ab.
Das ist geplant: Das Hallenbad soll ein 25-Meter-Schwimmbecken umfassen. Zudem sind ein Lehrschwimmbecken, ein Sprungturm und weitere Freizeitangebote geplant. Das Bad soll hauptsächlich von den Schulen des Sensebezirks für den Schwimmunterricht genutzt werden, es soll aber auch für die restliche Bevölkerung und für den Tourismus offen sein. Um den Betrieb des Bades zu finanzieren, ist eine Mantelnutzung mit Laden- und Büroflächen vorgesehen.
Es ist Zeit, dass wir im Sensebezirk in unsere Zukunft investieren.
Die Argumente dafür: Zurzeit gebe es im Sensebezirk nicht genügend Schwimmbäder, damit der Schwimmunterricht für alle Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden kann. «Es ist Zeit, dass wir im Sensebezirk selber etwas unternehmen und in unsere Zukunft investieren», sagt Bruno Boschung, ehemaliger Mitte-Grossrat und Befürworter des Projekts. Es handle sich um ein Generationenprojekt, von dem der Bezirk lange profitieren werde.
Wir haben bereits genug Kapazitäten für das Schulschwimmen.
Die Argumente dagegen: Das Schwimmbad koste zu viel und bringe zu wenig, so die Gegner: «Wir haben genügend Kapazitäten, um das Schulschwimmen zu organisieren», sagt Rudolf Vonlanthen, ehemaliger FDP-Grossrat und Gegner des Projekts. Es gebe Schwimmbäder in Marly und Freiburg, in denen auch Sensler Schulen willkommen seien. Zudem befürchten die Gegner, dass die Idee der Mantelnutzung, um den Betrieb zu finanzieren, nicht funktioniert und Betriebskosten auf die Gemeinden abgewälzt werden könnten.
Das sagen die Parteien: Ein Ja empfehlen die Parteien Mitte-Links und Mitte. FDP und SVP haben die Nein-Parole beschlossen. Grüne und SP geben ihren Mitgliedern Stimmfreigabe. Gespalten ist der Mehrzweckverband des Sensebezirks. Der Vorstand spricht sich für ein Ja aus. Die Delegiertenversammlung dagegen lehnt das Schwimmbad ab.
Das gibt zu reden: Der Mehrzweckverband des Sensebezirks hat eine Abstimmungsbroschüre veröffentlicht. Darin erhalten die Argumente für das Schwimmbad deutlich mehr Platz als die Argumente dagegen. Die Gegnerinnen und Gegner haben deshalb eine Beschwerde eingereicht, weil die Broschüre nicht ausgewogen sei. Der Verband ist überzeugt, die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten zu haben. Über die Beschwerde entscheidet das Oberamt des Seebezirks.
So geht es weiter: Für ein Ja am 14. Juni ist eine doppelte Mehrheit nötig – das heisst: eine Mehrheit der Abstimmenden im ganzen Bezirk sowie eine Mehrheit der 15 Gemeinden. Sollte die Mehrheit zustande kommen, wird das Bad bis etwa 2030 gebaut. Bei einem Nein plant der Verband, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.