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Abstimmungen Stadt Winterthur Winterthur sagt Nein zu neuem Campingplatz am Schützenweiher

Die Dauercamper am Schützenweiher haben die Abstimmung erwirkt und werden vom Stimmvolk gestützt. Der Kredit über 6.9 Millionen Franken wird abgelehnt. Die Vorlage des Stadtrats, die eine umfassende Modernisierung und touristische Neuausrichtung vorsah, ist damit vom Tisch.

Campingplatz am Schützenweiher

Winterthur: Verpflichtungskredit von 6.9 Millionen Franken

  • JA

    46.8%

    18'908 Stimmen

  • NEIN

    53.2%

    21'492 Stimmen

Das Projekt war sehr umstritten, das Resultat ist relativ knapp: 53.2 Prozent der Stimmenden lehnt die Vorlage des Stadtrats ab. Nur die Altstadt nahm sie knapp an. Es ging nicht nur um eine bauliche Erneuerung, sondern um eine Grundsatzfrage: Soll der Campingplatz künftig stärker touristisch genutzt werden – oder weiterhin Raum für alternative Wohnformen bieten?

Es ist unklar, wie es mit den Dauercampern weitergeht

Das Referendum gegen die Vorlage war vor allem von der IG Camping, der AL und linken Jungparteien getragen worden. Sie hatten vor den sozialen Folgen gewarnt, weil rund 60 Dauercamperinnen und Dauercamper ihren Platz verloren hätten. Die Gegner des Projekts argumentierten im Abstimmungskampf, dass der Sanierungsbedarf zwar bestehe, die Pläne des Stadtrates aber zu weit gingen. Insbesondere die Verdrängung von Menschen, die teilweise seit Jahren am Schützenweiher leben, sei nicht akzeptabel.

Wie es mit den Dauercamperinnen und Dauercampern nun weiter geht, ist offen. Stadtrat Caspar Bopp sagt nach der Abstimmung: «Wir sehen aus rechtlichen Gründen keine Möglichkeit, das Dauercampieren weiterhin zu ermöglichen.» Der Stadtrat dürfte gezwungen sein, eine neue Lösung zu erarbeiten. Denkbar ist ein angepasstes Projekt oder kleinere, etappierte Massnahmen.

Rückschlag für den Stadtrat

Der Zustand des Campingplatzes am Schützenweiher ist schlecht. Eröffnet worden ist er in den 1950er Jahren, saniert wurde er bisher nur oberflächlich. Der Stadtrat wollte ihn darum für knapp sieben Millionen Franken sanieren. Zudem, so der Stadtrat weiter, sei das Dauercamping in einer Erholungszone rechtlich problematisch.

Zelte auf dem Campingplatz am Schützenweiher.
Legende: Die Stimmbevölkerung sagt Nein zur Sanierung des Campingplatzes am Schützenweiher. SRF/Peter Schürmann

Dauerhaftes Wohnen ist dort nicht erlaubt. Der Stadtrat duldete dies «aus Gründen der Verhältnismässigkeit». Neu hätte der TCS den Campingplatz betrieben. Doch daraus wird jetzt nichts.

Der zuständige Stadtrat Kaspar Bopp sagt nach der Abstimmung weiter: «Es wäre eine Chance gewesen einen zeitgemässen Campging-Platz zu erstellen und sicherzustellen, dass weiterhin campiert werden kann.» Er gehe davon aus, dass dieser Entscheid das Ende des Campierens in Winterthur bedeute.

Erholungsgebiet Rosenberg

Winterthur: Neuerschliessung und Strassenverlegung, Verpflichtungskredit von 3.16 Millionen Franken

  • JA

    59.2%

    23'854 Stimmen

  • NEIN

    40.8%

    16'459 Stimmen

Abwasserreinigungsanlage: Ausbau und Erneuerung

Winterthur: Verpflichtungskredit von 276 Millionen Franken

  • JA

    92.3%

    38'517 Stimmen

  • NEIN

    7.7%

    3'222 Stimmen

Weitere Abstimmung in der Stadt Winterthur

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Ja zu Ausbau und Erneuerung der Abwasserreinigungsanlage

Die Stimmbevölkerung hat einen Kredit in der Höhe von 276 Millionen Franken, um die Winterthurer Abwasserreinigungsanlage (ARA) zu erneuern, mit über 92 Prozent Ja-Stimmen sehr deutlich angenommen. Eine zusätzliche Reinigungsstufe soll Mikroverunreinigungen entfernen und die biologische Reinigung soll ausgebaut werden. Damit soll die Anlage auf den technisch neusten Stand gebracht werden. Die Gewässer sollen dadurch besser geschützt werden.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 14.6.2026, 12:10 Uhr ; 

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