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Abstimmungen Stadt Zürich Stadtzürcher wollen Affoltern ans Tramnetz anschliessen

Die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich stimmt dem Ausbau des Tramnetzes bis nach Affoltern zu. Alle Stadtkreise sagen Ja zu einem der grössten städtischen ÖV-Projekte der nächsten Jahre.

Tram Affoltern

Stadt Zürich: Ausgaben von rund 159.1 Millionen Franken

  • JA

    68.0%

    93'439 Stimmen

  • NEIN

    32.0%

    43'936 Stimmen

Es ging um einen Kredit von 160 Millionen Franken: Mit diesem Geld legt die Stadt Zürich den Grundstein für eine Tramverbindung ins Quartier Affoltern. Die neue Strecke wird nötig, weil der Stadtteil wächst – 2040 werden dort voraussichtlich über 30'000 Menschen leben.

Deshalb soll Affoltern ans Zürcher Tramnetz angeschlossen werden. Die Linie 11 wird künftig – grösstenteils auf einem eigenen Trassee – die Strecke zwischen Brunnenhof und Holzerhurd bedienen. Der 32er-Bus wird nur noch bis Bucheggplatz verkehren.

Alle Stadtkreise nehmen die Vorlage an. Rund 68 Prozent der Stimmberechtigten wollen Affoltern ans Tramnetz anschliessen. Im Stadtkreis 11, zu dem Affoltern zählt, liegt der Ja-Stimmenanteil bei rund 66 Prozent.

Reaktionen fallen unterschiedlich aus

FDP-Politiker Përparim Avdili freut sich über die Zustimmung. Er sagt: «Wir sind hocherfreut und fühlen uns in unserer Strategie bestätigt.» Einmal mehr sage die Stimmbevölkerung Ja zum Tram und einer nachhaltigen Erschliessung aller Quartiere. SP, Mitte, EVP und ein Teil der GLP unterstützten das Projekt im Vorfeld ebenfalls.

Die Verliererinnen und Verlierer auf der anderen Seite sind enttäuscht. Christian Häberli von der Alternativen Linken sagt, sie hätten mehr Opposition erwartet: «Affoltern hat ein Tram verdient, aber ein besseres Projekt als das vorliegende.» Ihn stört unter anderem, dass für den Ausbau des Tramnetzes Bäume gefällt werden müssen. Auch die Grünen, die SVP und einige Vertreterinnen der GLP waren gegen das Projekt.

Stadtstrasse mit Radfahrer, Tram und Hochhaus.
Legende: Weil das Quartier wächst und die Busverbindung überlastet ist, soll bald ein Tram die Bevölkerung nach Affoltern bringen. Visualisierung: ZVG Stadt Zürich

Die Stadt Zürich und eine Mehrheit des Zürcher Stadtparlaments standen hinter dem Projekt. Die Verbindung erhöhe die Kapazität und die Wehntalerstrasse werde aufgewertet.

Resultate zu weiteren Abstimmungen in der Stadt Zürich

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Mega-Kredit für den Ausbau der thermischen Netze:

Noch nie haben die Zürcherinnen und Zürcher über einen grösseren Kredit entschieden. Die Stadt will das Fernwärmenetz bis 2040 auf rund 60 Prozent des Stadtgebiets ausweiten – für knapp 2.3 Milliarden Franken. Es sollen vermehrt umweltfreundliche Heizlösungen genutzt werden, zum Beispiel aus der Abwärme von Kehrichtverbrennungsanlagen. Ziel ist es, wegzukommen von fossiler Energie, damit bis im Jahr 2040 möglichst keine Treibhausgase mehr ausgestossen werden. Die Stimmbevölkerung stimmt der Vorlage mit über 80 Prozent deutlich zu.

Volksinitiative «ewz-Bonus für alle – 80 Millionen Franken Volksdividende»:

Die Volksinitiative fordert, dass ein Teil der hohen Gewinne des städtischen Elektrizitätswerks ewz in Form einer einmaligen Zahlung von rund 340 Franken pro Haushalt direkt an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich ausgeschüttet wird, gesamthaft 80 Millionen Franken. Rund 72 Prozent der Stimmberechtigten lehnen den Bonus ab.

Volksinitiative «Parkplatz-Kompromiss JA»:

Die Volksinitiative richtet sich gegen den Parkplatzabbau in der Stadt Zürich. Sie verlangt mit einer Anpassung der Gemeindeordnung, dass der Bestand an öffentlich zugänglichen Parkplätzen für Autos und Velos auf dem Stand vom 1. Januar 2025 bleibt. Die Aufhebung von Parkplätzen in Quartieren wäre nur zulässig, wenn die Gesamtzahl im betroffenen Gebiet gleich bleibt. Zudem verlangt die Initiative, dass für das Gewerbe genügend Abstell- und Umschlagplätze zur Verfügung stehen. Fast 60 Prozent sagen Nein zur Initiative.

Festlegung der Taxen in den Gesundheitszentren für das Alter:

Bislang wurden die Taxen für Betreuung und Verpflegung in den Alterszentren vom Stadtrat festgelegt. Die Vorlage will diese Kompetenz nun aber an den Gemeinderat übertragen, damit dieser flexibler und schneller auf Kostensteigerungen reagieren kann und die Stimmberechtigten mehr Mitspracherecht haben. Da gegen diesen Entscheid des Parlaments das Referendum ergriffen wurde, entscheidet nun das Volk. Knapp 53 Prozent lehnen die Änderung ab.

Umsetzung von Paragraf 49b des Planungs- und Baugesetzes:

Wenn eine Landwirtschaftszone in eine Wohnzone umgebaut wird, dann kann dort neuer Wohnraum entstehen. Diese Zonenänderungen und die Regeln, die Gemeinden aufstellen dürfen (Anteil gemeinnütziger Wohnraum, Auslastung der Wohnungen), regelt der Paragraf 49b im Planungs- und Baugesetz. Das Zürcher Stadtparlament hat nun Vorschriften zu diesem Paragrafen erlassen – etwa, dass nur Stadtzürcher in preisgünstigen Wohnungen leben dürfen. Gegen die neue Verordnung wurde das Referendum ergriffen, deshalb entscheidet nun das Volk. 57 Prozent sind für die Vorlage, einzig die Stadtkreise 7 und 8 lehnen sie ab.

Um den Baustart 2028 nicht zu gefährden, stimmte die Bevölkerung der Stadt nun über den Kredit ab, obwohl die Mitfinanzierung durch den Kanton (gut 360 Millionen Franken) noch nicht beschlossen ist. Es könnte noch eine weitere Volksabstimmung nötig werden.

Die restlichen Abstimmungen in der Stadt Zürich

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Neues Recyclingzentrum in Zürich-Altstetten:

Die Stadt Zürich will auf dem Juch-Areal in Altstetten für gut 33 Millionen Franken ein modernes, zentrales Recyclingzentrum bauen, das als Ersatz für die heutigen Provisorien dient. Die neue Anlage besteht zum grössten Teil aus wiederverwendeten Materialien, die Anlieferung soll zu Fuss, mit Velo, Auto und Lastwagen möglich sein. Rund 87 Prozent der Stimmberechtigten sagen Ja.

Ökologische Ersatz-Massnahmen im Seebecken:

Die Stadt will das Seebecken für 69 Millionen Franken aufwerten, indem sie durch neue Flachwasserzonen und Schilfgürtel wertvollen Lebensraum für Fische und Wasservögel schafft. Gleichzeitig sollen die Uferwege und der Zugang zum Wasser für die Bevölkerung attraktiver gestaltet werden. Diese Ersatz-Massnahmen sind nötig, damit Konzessionen für Häfen, Stege oder Bade-Anlagen erneuert werden. Die Vorlage wird mit knapp 66 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Millionen für Studentenwohnungen:

Die Stadt Zürich fördert mit dem Jugend-Wohnkredit die Schaffung von günstigem Wohnraum für junge Menschen in der Ausbildung. Der letzte Kredit in der Höhe von 20 Millionen Franken stammte aus dem Jahr 2010. Nun entscheiden die Stimmberechtigten über einen neuen Kredit von 40 Millionen. Fast 80 Prozent der Stimmberechtigten sagen Ja.

Neubau der Schulanlage Höckler:

Für 141 Millionen Franken will die Stadt Zürich eine neue Schulanlage für 22 Klassen (Primar- und Sekundarstufe) bauen, um den Schulraumbedarf im stark wachsenden Quartier Manegg zu decken. Das Projekt beinhaltet auch ein Schwimmbad, Sporthallen, eine Laufanlage auf dem Dach, eine Bibliothek sowie spezialisierte Räume für die Gehörlosen- und Schwerhörigenschule und soll bis zum Jahr 2032 fertiggestellt sein. Abgesehen von den Stadtkreisen 7 und 8 unterstützen alle Kreise den Neubau, der Ja-Anteil beträgt rund 56 Prozent.

Ersatzneubau der Schulanlage und Renovierung der Sportanlage Utogrund:

Weil das Quartier Albisrieden stark wächst, plant die Stadt einen Ersatz-Neubau für die Schulanlage Utogrund. Dieser soll Platz bieten für 400 Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich soll auch die angrenzende Sportanlage renoviert werden, damit diese tagsüber von der Schule und abends von Vereinen genutzt werden kann. Die Kosten belaufen sich für das Gesamtprojekt auf 138 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten nehmen die Vorlage mit knapp 78 Prozent an.

Zentralwäscherei – Verlängerung der Zwischennutzung:

Für knapp 8 Millionen Franken soll die Zwischennutzung auf dem Areal der ehemaligen Zentralwäscherei in Zürich bis ins Jahr 2034 verlängert werden. Mit dem Geld wird der weitere Betrieb als Kultur- und Begegnungsort finanziert. Gegner kritisieren den Kredit, weil in der Zentralwäscherei auch politisch kontroverse Veranstaltungen stattfinden. Gut 71 Prozent der Stimmberechtigten sagen Ja dazu.

Neue Alterswohnungen in Zürich-Seebach:

Die Stadt will ihrer Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich ein Stück Landreserve im Baurecht abtreten. Dort soll die Stiftung eine neue Alterssiedlung bauen – 115 Wohnungen für 140 Personen. Die Stadt sagt mit fast 90 Prozent Ja zu Ausgaben von knapp 21 Millionen Franken.

«ewz-Bonus für alle»

Stadt Zürich: Initiative «ewz-Bonus für alle – 80 Millionen Franken Volksdividen­de»

  • JA

    27.7%

    39'243 Stimmen

  • NEIN

    72.3%

    102'226 Stimmen

«Parkplatz-Kompromiss JA»

Stadt Zürich: Initiative «Parkplatz-Kompromiss JA»

  • JA

    40.7%

    57'894 Stimmen

  • NEIN

    59.3%

    84'185 Stimmen

Festlegung Taxen in Gesundheitszentren

Stadt Zürich: Festlegung der Taxen in den Gesundheitszentren für das Alter (VsEP)

  • JA

    52.7%

    70'169 Stimmen

  • NEIN

    47.3%

    63'004 Stimmen

Preisgünstiger Wohnraum (Planung- und Baugesetz)

Stadt Zürich: Neuerlass der Verordnung über die Umsetzung von § 49 b Planungs- und Baugesetz

  • JA

    57.1%

    75'717 Stimmen

  • NEIN

    42.9%

    56'801 Stimmen

Ausbau thermische Netze (Kredit 2.26 Mrd. Fr.)

Stadt Zürich: Rahmenkredit von 2.26 Milliarden Franken für thermische Netze

  • JA

    80.7%

    110'841 Stimmen

  • NEIN

    19.3%

    26'513 Stimmen

Neubau Recyclingzentrum Juch-Areal

Stadt Zürich: Neubau Recyclingzentrum Juch-Areal (33.1 Mio. Fr.)

  • JA

    86.8%

    121'480 Stimmen

  • NEIN

    13.2%

    18'409 Stimmen

Ökologische Ersatzmassnahmen Stadtzürcher Seebecken

Stadt Zürich: Ökologische Ersatzmassnahmen Stadtzürcher Seebecken (Kredit 69 Mio. Fr.)

  • JA

    65.8%

    91'406 Stimmen

  • NEIN

    34.2%

    47'434 Stimmen

Jugendwohnkredit

Stadt Zürich: Rahmenkredit von 40 Millionen Franken

  • JA

    79.6%

    111'658 Stimmen

  • NEIN

    20.4%

    28'534 Stimmen

Neubau Schulanlage Höckler

Stadt Zürich: Ausgaben von 141 Millionen Franken

  • JA

    55.6%

    75'458 Stimmen

  • NEIN

    44.4%

    60'147 Stimmen

Schulanlage und Sportanlage Utogrund

Stadt Zürich: Ausgaben von 138 Millionen Franken

  • JA

    78.3%

    108'247 Stimmen

  • NEIN

    21.7%

    29'973 Stimmen

Verlängerung Zwischennutzung Areal Zentralwäscherei

Stadt Zürich: Ausgaben von rund 7.98 Millionen Franken

  • JA

    70.9%

    97'933 Stimmen

  • NEIN

    29.1%

    40'239 Stimmen

Übertrag Grundstück Heidi-Abel-Weg ins Verwaltungsvermögen

Stadt Zürich: Übertrag Heidi-Abel-Weg ins Verwaltungsvermögen (Kredit 20.96 Mio. Fr.)

  • JA

    89.4%

    115'919 Stimmen

  • NEIN

    10.6%

    13'678 Stimmen

Regionaljournal Zürich Schaffhausen , 14.6.2016, 12:10 Uhr ; 

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