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Strassenfonds Ja zu sechsspurigen Autobahnen für «Bypass Luzern»

Das stark belastete Nationalstrassennetz im Grossraum Luzern soll ab 2025 ausgebaut werden. Der Bundesrat hat dem Projekt zum Gesamtsystem «Bypass Luzern» für 1,7 Milliarden Franken zugestimmt. Die Bauzeit beträgt 10 Jahre.

Die Autobahn A2 beim Sonnenbergtunnel Süd. Künftig soll es drei Fahrspuren pro Richtung geben.
Legende: Die Autobahn A2 beim Sonnenbergtunnel Süd. Künftig soll es drei Fahrspuren pro Richtung geben. Keystone/Archiv

Die Überlagerung von Transit- und Agglomerationsverkehr führt auf den Autobahnen A14 und A2 im Raum Luzern oft zu Überlastungen. Das vom Bund geplante und finanzierte Gesamtsystem «Bypass Luzern» soll das Kapazitätsproblem lösen. Der Bundesrat hat heute zugestimmt. Voraussetzung ist die ausreichende Finanzierung im Rahmen der NAF-Vorlage.

Es besteht aus vier Teilprojekten:

  • Der Ausbau der A14 Nord mit der Erweiterung der Autobahn zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain von vier auf sechs Spuren.
  • Ein neuer Tunnel zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens mit zwei zweispurigen Röhren (Bypass).
  • Der heutige Cityring mit den Tunneln Reussport und Sonnenberg, der künftig als Stadtautobahn dienen wird.
  • Die Ergänzung Süd auf der A2 zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil, wo künftig im bestehenden Tunnel Spier drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen werden.

Erfreute und skeptische Reaktionen

Der Luzerner Baudirektor Robert Küng zeigt sich erfreut über diesen Grundsatzentscheid aus Bern. Weniger optimistisch zeigt sich der Krienser Gemeindepräsident Cyrill Wiget: «Wir sind grundsätzlich froh, dass uns der Bund mit einer verlängerten Überdachung der Tunnelausfahrt Sonnenberg entgegen kommt. Wir bleiben aber skeptisch, da wir weiterhin mit massiven Lärmbelastungen im Siedlungsgebiet rechnen.»

14 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Sechs Fahrspuren damit es keinen Stau gibt. Einige Kilometr weiter wird nachher das selne passieren, nämlich wieder Stau. Eine total unsinnige Verkehrspolitik treiben wir.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Wie löst die CH dann in ein paar Jahren all die neuralgischen Knoten, wenn sich, wie geplant, ihre Bevölkerung auf 10-12 Millionen aufgebläht hat? Alles unterirdisch, bis die Unterwelt in sich zusammenkracht oder die Erde sich mit Beben der lästigen, nimmersatten Schädlinge entledigt?
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    1. Antwort von Johnny Torturo (Johnny T.)
      Aber Aber Hermann, sie überfordern viele Schweizer/ Politiker mit dieser aussage. Wie sollte man auch darauf kommen, dass bei 8-12 Mil. Menschen in der Schweiz es zu mehr Stau kommen könnte ;) Das ist wirklich seeeehr schwer voraus zu sehen ;)
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  • Kommentar von John Johnson (Kelten)
    Zehn Jahre Bauzeit??? In Kanada baut man die Autobahnen, indem man Konvois auffahren lässt, welche die verschiedenen Arbeitsprozesse gleichzeitig und gestaffelt ausführen. Von Humus Entfernung bis Asphaltierung werden so innert EINEM Tag jeweils 70 Meilen Highway fertig erstellt!!
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ John Johnson: Tolle Kerle diese Kanadier! In der Schweiz muss man erst Land enteignen, Häuser abreissen, Berge wegsprengen, Flüsse überqueren und Tunnels bauen. Das gibt dann halt nur 0.07 Meilen pro Tag (70 Meilen glaubt Ihnen eh keiner; das ist viel zu viel. Da hätten die Kanadier ja in 20 Tagen eine Autobahn quer durch das ganze Riesenland gezogen).
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