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Ein Gripen-Jet in der Luft.
Legende: Saab kann mit dem neuen Gripen endlich durchstarten. Eine Milliardenbestellung aus Brasilien ist da. Keystone
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Gripen Samba bei Saab: Brasilien bestellt 36 Gripen

Brasilien hat zur grossen Erleichterung von Saab den Kauf von 36 Gripen-Kampfjets beschlossen. Für den schwedischen Hersteller bedeutet diese erste definitive Bestellung den Durchbruch des Projekts. In der Schweiz sieht sich VBS-Chef Maurer darin bestätigt, dass der Gripen die richtige Wahl ist.

Der schwedische Flugzeugbauer Saab hat die erste Grossbestellung für den neuen Typ des Gripen-Kampfjets unter Dach und Fach. Brasilien kauft 36 Maschinen für viereinhalb Milliarden Dollar. Die Entscheidung sei nach einer «Analyse aller Fakten» gefallen, sagte der brasilianische Verteidigungsminister Celso Amorim.

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Brasilien verhilft dem neuen Gripen zum Durchbruch
aus SRF 4 News aktuell vom 19.12.2013.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 1 Sekunde.

Der schwedische Gripen macht damit das Rennen gegen die französische Firma Dassault mit der Rafale und gegen den US-Konzern Boeing mit dem F/A-18 Super Hornet. Sie hatte in jahrelangen Verhandlungen ebenfalls auf den Auftrag gehofft.

Der Vertrag soll 2014 unterzeichnet werden. Die ersten Flugzeuge würden dann zwei Jahre später ausgeliefert. Die schwedischen Kampfjets werden die alten Mirage-Modelle der brasilianischen Luftwaffe ersetzen.

Grosse Erleichterung bei Saab – auch Maurer freut es

Die brasilianische Luftwaffe setzt damit auf jenen Kampfflieger, den auch die Schweiz beschaffen will, wobei das Volk das letzte Wort haben wird. Für Saab bedeutet der Deal mit Brasilien den Durchbruch – «Weihnachten und Samba» zugleich, wie Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann aus schwedischen Zeitungen zitiert.

In der Schweiz hat Bundespräsident Ueli Maurer den Entscheid mit Genugtuung zur Kenntnis genommen: «Brasilien hat unsere Evaluation und unsere seriöse Arbeit bestätigt und andere teurere Flugzeuge auf die Seite geschoben», sagte der Verteidigungsminister im «Tagesgespräch». Er hoffe, dass damit der harte Abstimmungskampf etwas einfacher werde.

Gegengeschäfte noch nicht bekannt

Ganz offensichtlich habe Saab das richtige Produkt anbieten können. Damit sei endlich die Zukunft des Projekts gesichert, das im schwedischen Parlament wiederholt in Frage gestellt worden sei.

Wie das Geschäft genau ausgestaltet ist – vor allem bezüglich Gegengeschäften – ist laut Kaufmann noch nicht bekannt. Entsprechend gebe es gewisse Befürchtungen, schwedische Arbeitsplätze könnten durch allfällige Abmachungen abgezogen werden.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Reist , Urdorf
    Die Brasilianer sind eben gescheiter und schneller als wir Schweizer.
  • Kommentar von Itaia Muxaic , San Juan, Puerto Rico
    Die Schweiz soll unbedingt ihre Buergerwehrpflicht pflegen - auch mit den notwendigen Waffen. Die Brasilianer bedauern dass sie bisher nicht eine Atomwaffe entwicklen haben- zur "Abschreckung" gegen die USA welche seit 2008 die 1946 de-aktivierte "Suedamerikaflotte" (U.S. 4th Fleet) wieder aktiviert hat. 2010 entstand der U.S. plan "cut the Atlantic Divide" die Expansion der NATO in den Suedatlantik-Suedamerika-Suedwest Afrika. Jetzt baut Brasilien eine Flotte Unterseeboote...
  • Kommentar von Alex Bauert , Bern
    Zudem noch wichtig: Brasilien hat vor Kurzem den Raffael gekauft von den Franzosen (110 Milliarden $) - inklusive sämtliches mit den Fliegern verbundenes Know how (auch bzgl. Produktion). Anzunehmen ist, dass Saab, bzw. Schweden als Gegengeschäft wie die Franzosen ihr Know how an Brasilien liefern. Damit hätte dann Brasilien die Grundlage, Militärflieger zu bauen. Es dürfte weniger um Gripen als um Technologietransfer gehen.
    1. Antwort von Tom Steffen , Lyss
      Der damals 2012 gross angekündigte Rafale-Deal mit den Brasilianern ist nicht zum Abschluss gekommen. Der Saab Gripen hat nun definitiv das Rennen gemacht...