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Abstimmungen SG Ostschweiz muss Expo-Träume begraben

Die Idee einer Landesausstellung Expo 2027 in der Ostschweiz ist gescheitert: Die Kantone St. Gallen und Thurgau lehnen den Expo-Planungskredit deutlich ab.

Legende: Video Ostschweizer Expo ist vom Tisch abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.06.2016.

Mit einem Nein in dieser Deutlichkeit hat niemand gerechnet, weder bei den Expo-Befürwortern, noch bei den Gegnern. Die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag sagt zum Resultat: «Das Volk hat immer Recht». In diesem Fall hat sich das Volk klar ausgedrückt und Nein gesagt zu einer Landesausstellung in der Ostschweiz. Sogar die städtische Bevölkerung der Kantone St. Gallen und Thurgau stellte sich gegen die Idee.

Ich habe nicht den Eindruck, dass zu wenig gemacht wurde.
Autor: Carmen HaagRegierungsrätin Kanton Thurgau

Über die Deutlichkeit des Resultats sei sie überrascht, sagt Haag gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Sie habe den Eindruck gehabt, dass die Idee einer Expo breit abgestützt gewesen sei. Dieser Eindruck sei falsch gewesen.

Für die Ostschweiz ist das Thema Expo gestorben.
Autor: Toni ThomaMitglied Nein-Komitee

Selbst die Expo-Gegner hätten nicht mit einem solhen Erfolg gerechnet. Eine Expo sei nicht mehr zeitgemäss, sagt Toni Thoma, Mitglied des Nein-Komitees. Die Bevölkerung habe erkannt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis der geplanten Landesausstellung nicht in Ordnung gewesen sei, ist Thoma überzeugt.

Machbarkeit Expo 2027

Kanton St. Gallen: Sonderkredit zur Finanzierung von Machbarkeitsstudie und Bewerbungsdossier Expo 2027

  • JA

    39.7%

    51'708 Stimmen

  • NEIN

    60.3%

    78'517 Stimmen

Machbarkeit Expo 2027

Kanton Thurgau: Sonderkredit zur Finanzierung von Machbarkeitsstudie und Bewerbungsdossier Expo 2027

  • JA

    46.6%

    30'812 Stimmen

  • NEIN

    53.4%

    35'357 Stimmen

Für eine weiterführende Planung hätten die Kantone St. Gallen und Thurgau den Krediten für eine Machbarkeitsstudie in der Höhe von fünf respektive drei Millionen Franken zustimmen müssen. Diese Machbarkeitsstudie hätte zeigen sollen, ob die Landesausstellung in der Ostschweiz hätte durchgeführt werden können und wie viel die Expo 2027 die Gastgeberkantone gekostet hätte. Dazu kommt es nun aber nicht.

Appenzell Ausserrhoden hatte seinen Anteil von 800'000 Franken an der Machbarkeitsstudie von insgesamt 8,8 Millionen Franken bereits bewilligt.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Marlisa Schmid (Marlisa)
    Kluger Entscheid des Stimmvolkes gegen weitere sinnlose Zubetonierung der Landschaft und Grössenwahnsinns der Regierung sowie Verschwendung von Steuergeldern. Eine Expo ist heutzutage nicht mehr zeitgemäss und auch nicht nachhaltig. Dank der medialen Welt leben wir sozusagen in einer permanenten Landesausstellung. Von der Expo 02, die 1,58 Mia gekostet hat, bleibt nur der hässliche Monolith und die Streitereien um die Finanzen und künstlerische Leitung in Erinnerung.
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  • Kommentar von Ueli Haldimann (Ueli)
    Das ist Klasse. Richtig entschieden. Das Geld kann wirklich für Dinge eingesetzt werden, die dem Volk etwas bringen.
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  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Es ist wie immer Politiker meinen oder glauben uns über den Tisch ziehen zu können ... Das Volk hat halt einfach mehr Verstand als unsere gesponserten Politiker... Das Gejammer Ihr Politiker spart es Euch auf ich mag es nicht mehr hören!
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