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Kantonale Abstimmung Lehrplangegner gescheitert: Thurgau verwirft Schul-Initiative

Mit über 75 Prozent Nein-Stimmenm haben die Thurgauer eine Bildungs-Initiative abgelehnt. Alle 70 Gemeinden sagten deutlich Nein. Mit der Initiative hätte letztlich der Lehrplan 21 verhindert werden sollen.

Lehrplan 21

Kanton Thurgau: Volksinitiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» (gegen Lehrplan 21)

  • JA

    24.7%

    16'734 Stimmen

  • NEIN

    75.3%

    51'032 Stimmen

Die Initiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» hatte verlangt, dass die Lehrpläne in Zukunft vom Grossen Rat genehmigt werden müssen. Die «grenzenlose Reformitis» der letzten 20 Jahre habe der Schule geschadet und müsse gestoppt werden, sagten die Initianten. Zu ihnen gehören Kantonsräte von SVP, CVP, SP und zwei Kleinparteien.

Nach der deutlichen Abfuhr an der Urne zeigte sich Initiant Felix Huwiler enttäuscht:

Jetzt hoffen wir, dass es nicht noch schlimmer wird
Autor: Felix HuwilerCo-Präsident «IG für eine gute Volksschule»

Nach der deutlichen Abfuhr an die Adresse der Lehrplankritiker äusserste sich Bildungsdirektorin Monik Knill befriedigt, dass man am Fahrplan für den Lehrplan 21 festhalten könne:

Das Ergebnis zeugt vom Vertrauen der Bevölkerung in die bisherigen Entscheidungsträger.
Autor: Monika KnillThurgauer Regierungsrätin

Die Kritik der Initianten richtete sich hauptsächlich gegen den Lehrplan 21. Mit diesem würden die Leistungen der Schüler in den zentralen Fächern Deutsch und Mathematik weiter sinken.

Parlament war dagegen

Im Lehrplan hätten konkrete Jahrgangs-Lernziele festgeschrieben werden sollen: Lesen, Schreiben, Rechnen sowie «eine positive Arbeitshaltung».

Das Kantonsparlament lehnte die Initiative mit 97 zu 22 Stimmen ab. Kritische Stimmen gegen die Volksschule gebe es immer, argumentierten die Initiativ-Gegner. Der Lehrplan bilde nur das Grundgerüst, entscheidend seien die Lehrer.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wie lange noch, soll dieser teure Unsinn ("Kantönligeist-Systeme")vom Steuern zahlenden Volk bezahlt werden? Bei einem Umzug gibt es für Eltern, SchülerInnen, Lehrpersonal grosse Probleme. Das "Mini-Land" Schweiz, ist längst zusammenverbaut worden, weshalb gesamtschweizerisch gedacht und gehandelt werden muss.
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    1. Antwort von Erwin Bollenmoser (ErBo)
      Daran hätte diese Initiative aber direkt nichts geändert. Es wäre darum gegangen, die Lehrpläne auch dem Parlament vorzulegen, was schlussendlich mehr Demokratie bedeutet hätte.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Unsinnige, komlizierte, teure "Kantönlilgeist-Systeme". Jeder Kanton, jede Stadt, jede Gemeinde, "kocht" in diesem "Miniland" das eigene teure "Süppchen" auf Kostenn der Steuern zahlenden BürgerInnen. Gerade bei einem Umzug, bekommen die BürgerInnnen dies zu spüren. Wann kommt endlich Einsicht bei Bundesrat und Politik auf?
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