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Legende: Video Alain Berset: ««Es ist ein wichtiger Sieg für die AHV» abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.05.2019.
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Nach dem Ja zum AHV-Steuerdeal Bundesrat Berset, wie geht es nun weiter mit der AHV?

Bundesrat Alain Berset ist zwar zufrieden mit dem Ausgang der Abstimmung zum AHV-Steuerdeal. Das heutige Ja sieht er aber nur als ersten Schritt für weitere Reformen bei der AHV.

SRF News: Bei der Abstimmung zur Altersvorsorge 2020 haben Sie verloren. Wie wichtig war dieses Ja für ihre persönliche Bilanz?

Bundesrat Alain Berset: Es ist ein wichtiger Sieg für die AHV. Ich nehme das nicht persönlich. Wir wissen alle, dass wir die Altersvorsorge reformieren müssen. Der erste Schritt ist wichtig. Für die Finanzierung war es dies heute, aber es wird nicht der letzte bleiben.

Nun ist wieder Geld für die AHV da, fast 30 Milliarden für die nächsten 20 Jahre. Besteht nicht die Gefahr, dass dies den Elan für eine weitere Reform bremst?

Nein, ich glaube nicht. Wir wissen ganz genau, dass dies nicht reichen wird. Im Jahr 2018 hat die AHV zwei Milliarden Franken Verlust gemacht. Mit den jetzt gesprochenen Milliarden wäre die Balance wieder hergestellt, aber nur für dieses Jahr. In den nächsten Jahren wird sich die Situation verschärfen. Nächste Schritte sind notwendig und wir haben jetzt etwas Zeit gewonnen für diese Reform. Der Bundesrat präsentiert bis Ende August seine Vorschläge, und diese können nun ohne Not im Parlament diskutiert werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Mit der neuen Finanzierung, die heute beschlossen wurde, braucht es nicht mehr eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 1.5 Prozent – was in der Tat sehr viel wäre. Nun sind nur noch 0.7 Prozent nötig.

Der wichtigste Punkt ist ja die Erhöhung des Frauen-Rentenalters auf 65. Wie erklären Sie den Gegnern, dass es diese nun noch braucht?

Es braucht eine Kompensation, denn eine grosse Mehrheit der Frauen, die eine Erhöhung betrifft, sind heute auf dem Arbeitsmarkt in einer eher schwierigen Situation. Wenn der Bundesrat das Rentenalter auf 65 anheben will, dann mit einer guten Begleitung, guten Kompensationsmassnahmen. Dies ist nun die nächste Diskussion, die im Herbst ins Parlament kommt. Es ist unbestritten, dass in der Altersvorsorge weitere Schritte nötig sind.

Das Gespräch führte Christoph Nufer.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Dazu gehört, dass die AHV-Renten, welche seit einigen Jahren schon nicht mehr an die jährlich steigenden Lebensunterhaltskosten, angepasst wurde, endlich adäquat und fair gesamtschweizerisch angepasst werden!
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "aber nur für dieses Jahr" ist die AHV Balance im Lot. Während die Subventionen durch Steuergeschenke open End sind? Wie bei der Bankenrettung, haben sich die Leute hier über den Tisch ziehen lassen ohne wirklich reale Gegenforderungen zu stellen. Wir, der Souverän, das Souveräne CH-Volk hat ein Problem: vielleicht leidet es an Gedächtnisverlust, ist masochistisch veranlagt oder das wäre eine Möglichkeit ist so weise und erkennt wie bedürftig alle sind, die einfach nie genug kriegen können?
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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Bringen wir es doch auf den Punkt: Geld wäre in Hülle und Fülle da, um das Rentenalter sogar noch senken zu können. Alleine die Heerscharen von Topverdienern, Managern und CEOs, die sich Jahr für Jahr Lohnerhöhungen im zweistelligen Bereich gönnen, könnten die Löcher mit einer vernünftigen Einkommenssteuer locker stopfen. Aber die Politik biedert sich lieber an das Kapital als an das Volk. So war es schon immer, und so wird es immer bleiben.
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