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Abstimmungen Ja zur erleichterten Einbürgerung: «Menschen wie du und ich»

Bei den Befürwortern ist die Erleichterung über das Ja gross. Die Gegner geben sich noch nicht ganz geschlagen.

Die Befürworter

Vania Alleva, Unia-Direktorin, ist selbst Secondo und erleichtert über das wahrscheinlich deutliche Resultat. «Die Vorlage war längst überfällig. Ich bin froh um das klare Resultat.» Stefan Egli, Operation Libero, denkt bereits weiter: «Es braucht mehr für ein liberales Bürgerecht. Wir brauchen auch eine Diskussion, was wir für die zweite Generation tun können.»

Legende: Video ««Eine Vorlage, die längst überfällig war»» abspielen. Laufzeit 2:29 Minuten.
Vom 12.02.2017.

Mattias Jauslin (FDP/AG): «Das Schweizer Volk hat erkannt, dass wir zur dritten Generation stehen müssen, sie zu uns gehören » Erleichtert zeigt sich Jauslin zudem, dass die verfängliche Kampagne mit der Burka nicht verfangen hat. SP-Ständerat Hans Stöckli ist überzeugt, dass die neue Regelung funktionieren wird und die Hoheit der Kantone nicht zur stark beschnitten wird.

Legende: Video «Einbürgerung-Befürworter: «Natürlich sehr glücklich»» abspielen. Laufzeit 3:26 Minuten.
Vom 12.02.2017.

Die Gegner

Haben die Gegner zu spät mit der Gegen-Kampagne angefangen? Walter Wobmann (SVP) wehrt sich: «Unser Abstimmungskampf war sehr aktuell. Wir waren aber auch im Nachteil. So hatte das Abstimmungsbüchlein des Bundes fast keine Gegenargumente drin.» Wobmann befürchtet für die Zukunft nun ausserdem massiv mehr Einbürgerungen von Leuten, die «ein anderes Wertesystem» hätten.

Legende: Video «Wobmann: «Werden Leute mit anderen Werten einbürgern»» abspielen. Laufzeit 1:24 Minuten.
Vom 12.02.2017.

«Die Folgen der unkontrollierten Einbürgerung werden sich erst in ein paar Jahren zeigen», sagt auch der Aargauer SVP-Nationalrat und Kampagnenleiter Andreas Glarner. Für eine Korrektur des Entscheides werde es jedoch vor dem Volk immer schwieriger. Denn, je mehr eingebürgert werde, desto linker würde abgestimmt:

Legende: Video ««Je mehr eingebürgert wird, desto schwieriger wird es»» abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Vom 12.02.2017.

Die Diskussionsrunde zur Vorlage

Es diskutieren die Gewinner und Verlierer der Vorlage: Andreas Glarner (Nationalrat SVP/AG), Rosmarie Quadranti (Nationalrätin BDP/ZH) und Angelo Barrile (Nationalrat SP/ZH).

Legende: Video «Der runde Tisch zur Einbürgerungsvorlage» abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Vom 12.02.2017.

10 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Mit der Annahme der erleichterten Einbürgerung der 3. Generation bekommen Politiker und Stimmende aus dem mitte-links-grünen Lager immer mehr Schützenhilfe, sodass es Ausländer-und EU-politische Vorlagen immer schwerer haben, im Sinne der stets allein gelassenen SVP, sowie der kritischen Bevölkerung durchzukommen, ja gar keine Chancen mehr haben. Der Wille der einheimischen Schweizer/innen wird immer mehr verwässert. Am Abstimmungssontag heisst es dann simpel: Die Schweiz hat gestimmt Punkt.
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    1. Antwort von Ivo Gut (Ivo Gut)
      Genau, alle die eingebürgerten links-grünen wie Estermann, Martullo, der secondo Freysinger....
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Herr Glarner, das Volk hat gesprochen: Wir wollen keine Hetzkampagnen, wir wollen keine Plakate für die wir uns schämen müssen, wir wollen unsere Mitmenschen nicht beleidigen und ausgrenzen!!
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Thomas Steiner, ich erinnere Sie an die vor drei Jahren angenommene MEI. dort zählten Sie auch zu den Unzufriedenen, die das Resultat nicht akzeptierten und den Volkswillen mit Hetzkampagnen torpedierten, ja sogar mit einer RASA Initiative den Verfassungsartikel kippen wollen. Und bei der aktuellen Vorlage akzeptieren Sie den Volkswillen. Jaja, ich verstehe.
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    "mir si am Aafang vo dem Abstimmigsnamittag, für mi zeuts Aendergäbnis". Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber das Resultat ist so deutlich, dass es auch für die SVP nichts mehr zu deuteln daran gibt. Das Volk hat gesprochen, Herr Wobmann!
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Das Volk hat gesprochen, Herr Müller. Das Volk hatte aber auch am 9.2.14 gesprochen, Wissen Sie noch?
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    2. Antwort von Peter Zurbuchen (drpesche)
      Ob eine Abstimmung mit 50,3% oder mit 60,4% entschieden wird, ist nun mal ein recht grosser Unterschied, Frau Zelger! Zumal Ihre MEI halt einfach ein Umsetzungs-Problem hat...
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    3. Antwort von Theres Keiser (TheKe)
      @ M. Zelger, erinnern Sie sich daran, dass die MEI mit 50.3 zu 49.7 angenommen wurde? Sind denn die 49.7% willenlos?
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    4. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      @Keiser/Zurbuchen: Selten bescheuertes Argument! Initiative war gültig, hat das Ständemehr erreicht, gem. Gesetz gilt das Ja. Alles andere kann man gerne wieder- und wiederkauen, wird eh nicht wahrer.
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    5. Antwort von André Schaller (André Schaller)
      @Keiser Theres; Die 49,7% sind unterlegen und haben das Urteil zu akzeptieren. Wir hatten im Kanton Luzern eine Abstimmung 2010 für den Biometrischen Pass. Damals. war 50,1% dafür. Ich war dagegen. Dennoch habe ich das Resultat akzeptiert. So funktioniert die direkte Demokratie. Da habe ich mir auch nicht die Frage gestellt, was mit der Meinung 49,9% passiert. Verloren ist verloren. Dass sollten Leute wie Sie und Herr Zurbuchen auch endlich lernen.
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